Minecraft: Neue Richtlinien für Werbung in & mit dem Spiel

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Minecraft Oculus Rift

Das Entwicklerstudio Mojang hat heute eine überarbeitete Version ihrer Minecraft-Richtlinien für die kommerzielle Nutzung veröffentlicht, in der eine Reihe neuer Regeln bezüglich Werbung nachzulesen sind.

Werbung für Firmen und Co.

Zusammengefasst wird demzufolge vorgegeben, dass es „Unternehmen, Werbeagenturen, gemeinnützigen Organisationen, Regierungen und sonstigen Organisationen“ nicht mehr gestattet ist, für eigene Zwecke bzw. Minecraft-fremde Produkte, Kampagnen etc. in Form einer Mod bzw. eines Servers zu werben. Genaueres könnt ihr hier nachlesen. Als Beispiel nennt Mojang das Erstellen von Modifikationen oder Karten, deren Ursprung in einer Fernsehsendung oder einem Film liegt. Ebenfalls sind Videos verboten, die die Welt oder Charaktere einer solchen fiktiven Welt bzw. das Unternehmen dahinter anpreisen. Das gilt allerdings nur, wenn beispielsweise der verantwortliche Modder nicht von jener Firma oder ihrer Werbeagentur für ebendiesen Zweck angeheuert wurde. Falls ihr jedoch Fan einer TV-Show seid und bekannte Kulissen nachbauen wollt, ist es euch natürlich gestattet, solange ihr nicht dafür bezahlt werdet.

Die neuen Richtlinien sind hauptsächlich an Unternehmen gerichtet, um Werbung innerhalb des Spiels zu vermeiden, und möglicherweise, um teils noch recht junge User davor zu schützen. Auf den ersten Blick dürfte diese Änderung auf Empörung stoßen, wo doch Minecraft für seine grenzenlosen Möglichkeiten bekannt ist und dadurch eine gewisse Einschränkung erschaffen wird. Hier stellt sich jedoch die Frage, welche Firmen, Filmstudios und Organisationen es überhaupt für nötig befinden, Leute oder womöglich Fans für etwas zu bezahlen, was sie wahrscheinlich aus freien Stücken machen würden. Für die meisten Nutzer wird sich durch die neuen Regelungen ohnehin nichts ändern, außer vielleicht für jene, deren Lebensunterhalt durch gesponserte Klötzchen-Werbung verdient wird.

Welche Konsequenzen der Verstoß dieser Richtlinien zur Folge haben könnten, ist nicht bekannt. Fakt ist, wir können uns auch weiterhin auf Fan-Trailer und Bauten aller Art freuen, da diese ohnehin nur von wahren Anhängern und aus purer Leidenschaft erschaffen werden und keine finanzielle Motivation dahinter steckt.


Quelle: Mojang

Über den Autor

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Albert Jelica
Webmaster

Mich stört daran, dass richtig coole Projekte damit erschwert werden. Zum Beispiel hat Verizon ein funktionsfähiges Smartphone in Minecraft gebaut, selbstverständlich durch Mods.

Der YouTuber wurde dafür natürlich bezahlt und verdient auch sein Geld damit. Für ihn ist das zukünftig verboten. Offenbar nur damit Microsoft seine „Disney Deals“ schützen kann. Wer zukünftig Minecraft-Marketing machen will, muss an Microsoft zahlen. Das steckt in Wahrheit dahinter.

https://www.youtube.com/watch?v=IdlZRhKmWJY

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