Erneute Umstrukturierung mit Fokus auf „One Microsoft“-Strategie

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Microsoft hat vor wenigen Tagen eine erneute Umstrukturierung des Unternehmens angekündigt, welche ab dem 1. Februar dieses Jahres in Kraft treten wird. Nachdem im Juli 2016 Chief Operating Officer Kevin Turner das Unternehmen verlassen hatte, wurden seine Kompetenzen auf eine Reihe von Mitarbeitern aufgeteilt. Dabei übernahm Judson Althoff die Worldwide Commercial Business Group, welche die Enterprise and Partner Group (EPG), Public Sector, Small and Mid-Market Solutions & Partners sowie die Developer Experience and Services beinhaltet.

One Microsoft

Neu ist nun, dass zwei Abteilungen unter Althoff nun fusioniert werden und zwar EPG und SMS&P, was eigentlich durchaus unterschiedliche Geschäftsbereiche sind. EPG kümmert sich, wie der Name womöglich bereits verrät, um die ganz großen Unternehmenskunden von Microsoft, während im SMS&P-Bereich eher kleinere Unternehmen zusammengefasst sind. Die beiden Geschäftsbereiche werden zukünftig von einem Mann geleitet und zwar wird das Chris Weber sein, der bis Juli Corporate Vice President of Mobile Device Sales war, sprich die Verkäufe der Lumia-Geräte leitete.

Weiters hat Microsoft einen neuen Unternehmensbereich gegründet, den man als „One Commercial Partner“ bezeichnet. Geleitet wird diese Abteilung von Ron Huddleston, der dem Unternehmen erst seit Juni angehört. Zuvor war er bei Salesforce und dort in großer Verantwortung für den AppExchance-Marketplace, den Cloud-Channel, OEMs sowie das ISV Partner Programm. Laut Microsoft werden Huddleston zukünftig das ISV Team von Kim Akers, Victor Morales sowie das Enterprise Partner-Tea und Gavriella Schuster und das WPG-Team unterstehen.

Microsoft Digital

Microsoft hat im Zuge der Umstrukturierung auch eine neue Sparte gegründet, welche man Microsoft Digital getauft hat. Geleitet wird diese vom bisherigen Chef der Microsoft Services Anand Eswaran, der seine bisherige Rolle aber weiterhin auch ausführen wird. Microsoft Digital wird sich darum kümmern, mehr Kunden und Partner dazu zu bekommen, die unterschiedlichen Cloud-Produkte des Unternehmens zu verwenden. In dieser Sparte sollen Microsoft Mitarbeiter, Entwickler und „digital advisors and architects“ arbeiten, die auch gewissen Kunden zugewiesen werden können, falls das benötigt wird.

Außerdem wird Microsoft im Zuge der Neuorganisation zwei weitere Berieche kombinieren und zwar den Worldwide Public Sector und Industry Businesses. Die Leitung wird Toni Townes-Whitley übernehmen.

Wird es Entlassungen geben?

Auf diese Frage hieß es von einem Microsoft Sprecher:“Es sind keine Entlassungen geplant im Zuge der heutigen Ankündigungen. Wie alle Unternehmen, prüft Microsoft die eigenen Ressourcen und Investitionen regelmäßig.“

Die „One Microsoft“-Strategie soll die Zusammenarbeit gewisser Geschäftsbereiche innerhalb Microsofts verbessern und Synergien der Teams fördern. Sie wurde 2013 von Stele Ballmer eingeführt und die „One Commercial Partner“-Ankündigungen sind eine direkte Fortsetzung davon.


Quelle: ZDnet

Über den Autor

20 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de. You had me at "beta".

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6 Kommentare auf "Erneute Umstrukturierung mit Fokus auf „One Microsoft“-Strategie"

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elzo
Mitglied

Und wiedermal umstruktuieren, kam bis jetzt nie was gutes raus. Dient den Produkten oder dem Kunden , wird nur uns so verkauft. Es geht nur um Kosten senken und Gewinn Optimierung.

gast
Mitglied

Wenn es denn am Ende den Produkten dient…..

Aber genau da habe ich someine Zweifel.

Ricco
Mitglied

Und den Kunden

catistale
Mitglied

Aber wie das aussieht, nicht dem privaten Endkunden.Das geht eindeutig alles
in Richtung Businesskunde.Nadella will also im aller Kraft die Hobbybastler und
Windows-Nerds loswerden und nur noch Kohle bei den Businesskunden
machen. …wie IBM. Diesen Weg hat er ja auch mehrfach angekündigt, dass
private Endkunden für ihn eher nebensächlich sind.

gast
Mitglied

Den Kunden ist automatisch am meisten gedient, wenn die Produkte stimmen.

Je besser das Produkt, desto weniger nachgelagerter Support und Service ist notwendig. Das gilt im Besonderen für Privatwirtschaft und Öffentlichen Sektor als Kunde.

catistale
Mitglied

In Firmen (Businesskunden) liefert MS nur noch die Grundlage (OS und Office)
und wird immer austauschbarer.Denn das bieten andere auch.

Unverzichtbare Spezialanwendungen wie z.B. ERP-Systeme die eine Firma
am laufen halten kommen nicht von MS. Da hat MS auch keinen Einfluss
auf die Qualität(und den erforderlichen Support)…wenn solche Anwendungen
aber z.B. in die Cloud verlagert werden, kann MS (mit Azure) wieder im Spiel
sein.Und da liegt verdammt viel Geld auf der Straße.

Private Endnutzer die sich alle paar Jahre mal eine Windows-Version kaufen
oder das billigste Office-Abo haben, sind da völlig uninteressant.Das dürfte
für MS bestenfalls noch Beifang sein.

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