Dell Inspiron 15 7000 Gaming mit GTX 1050 TI-Grafik im Test

9

Wer derzeit auf der Suche ist nach einem Gaming-Notebook, der hat vor allem dank Nvidias neuester Grafikkarten-Generation sehr viele Optionen. Eine solche Option ist das Dell Inspiron 15 7000 Gaming, das wir ausführlich für euch getestet haben.

Dell Inspiron 15 7000 Gaming Test: Hardware

Das Dell Inspiron 15 Gaming ist im unteren Preisbereich angesiedelt, was Gaming-Notebook betrifft, aber dennoch kein Schnäppchen. Ab 999 Euro geht es los mit einem aktuellen Core i5-7300HQ und einer Nvidia GTX 1050 mit vier Gigabyte dediziertem Grafikspeicher. Preislich geht es rauf bis auf 1479 Euro, wo es auch einen Intel Core i7-7700HQ, mit 16 Gigabyte den doppelten Arbeitsspeicher gibt sowie ein UHD IPS-Display statt des FullHD LCD-Panels.

Die unserer Meinung nach beste Konfiguration ist jedoch die Mittlere, welche auch wir getestet haben. Es ist die einzige Konfiguration, die richtig Sinn macht und zudem die zukunftssicherste. Im Laufe des Artikels klären wir noch, weshalb das so ist. Im Folgenden sind die Spezifikationen im Überblick:

  • Display: 15,6-Zoll, FullHD LCD
  • Prozessor: Intel Core i7-7700HQ, bis 3,8 GHz
  • Grafik: Nvidia Geforce GTX 1050 Ti, 4GB
  • Arbeitsspeicher: 16 Gigabyte DDR4-2400, 1 x 16GB
  • Speicher: 256 Gigabyte SSD, 1TB HDD 5400 rpm
  • Anschlüsse: HDMI 2.0, 3 x USB 3.0, SD-Kartenleser, 3,5mm Audio, Kensignton Lock
  • Konnektivität: WLAN ac, Bluetooth 4.0
  • Preis: 1199 Euro

Video-Review

Verarbeitung und Design

Das Gaming-Notebook von Dell ist in ein schlankes, vergleichsweise sehr dezentes Gehäuse gehüllt, welches die günstigere Inspiron Gaming-Reihe von den Alienware-Geräten unterscheiden soll. Das ist meiner Ansicht nach nicht zwingend schlecht, denn nicht alle Gamer stehen auf abgefahrene, eckige Gehäuse. Das Dell Inspiron 15 Gaming wirkt besonnen, die runden Seiten kann man nur als geschmeidig bezeichnen, aber es ist keineswegs ein langweiliger 15-Zoller.

Der rote Lüftergrillen beim Scharnier, das rote Dell-Logo sowie die rote Front lassen anklingen, dass sich darin ein kleines Biest verbirgt. Während ich basierend auf die Bilder erwartet hatte, dass es sich bei dem hinteren Teil des Notebooks um Metall handelt, war ich bei Erhalt kurz enttäuscht, dass dem nicht so ist. Die Pressebilder vermitteln leider hier einen falschen Eindruck.

Es besteht komplett aus Polykarbonat und solange es gut verarbeitet ist, tut das nichts zur Sache, ist zumindest meine Meinung. Es ist leichter als Metall und dadurch wesentlich portabler. Mit einem Gewicht von 2,64 Kilogramm ist das Inspiron 15 Gaming kein leichtes Notebook, aber immer noch portabel und durchaus leichter als so mancher Konkurrent. Es ist außerordentlich gut verarbeitet, knarzt an keiner Stelle und die Spaltmaße sind in Ordnung. Einzig das Display lässt sich etwas zu leicht biegen, aber mehr kann man daran nicht aussetzen.

Insgesamt ist es äußerlich also ein schönes 15-Zoll Notebook, das man ohne Probleme auch mitnehmen kann. Wer bereits einen handelsüblichen 15-Zoller gewohnt ist, der wird sich schnell an den Formfaktor gewöhnen. Es ist nämlich eher schlank für ein Gaming-Notebook, nicht zu schwer und mit 15-Zoll kein absoluter Riese.

Tastatur und Touchpad

Dell hat ordentlich davon profitiert, dass Microsoft den Präzisionstouchpad-Standard eingeführt hat. Das große Touchpad reagiert schnell und zuverlässig, unterstützt das Scrollen mit zwei Fingern fehlerfrei und selbst die Windows-Gesten mit mehreren Fingern bereiten keine Probleme. Es ist bei gewissen kleineren Elementen nicht das genaueste Eingabegerät und wer ein High-End Ultrabook gewohnt ist, der wird eine kurze Zeit zur Angewöhnung brauchen. Es ist aber erfreulicherweise ein gutes Touchpad, das für den Alltagsgebrauch bestens geeignet ist. Fürs Spielen ist es allerdings eher nicht brauchbar und um mit dem Touchpad beispielsweise einen FPS zu spielen, braucht man schon gewisse Fähigkeiten, die ich nicht besitze. Eine kleine Gaming-Maus mitzunehmen, ist mir da wesentlich lieber.

Die Tastatur ist großartig zum Schreiben längerer Texte und auch nachts dank zweistufig einstellbarer Hintergrundbeleuchtung nutzbar. Sämtliche Tasten lassen sich leicht drücken und reagieren sofort auf Eingaben, was einerseits beim Spielen, andererseits aber auch beim Schreiben sehr praktisch ist. Ebenfalls erfreulich ist, dass sich der Gehäusebereich bei der Tastatur nicht eindrücken lässt, sodass man als Resultat ein gutes Schreibgefühl hat. Die Shift- und Strg-Tasten links sind durchaus groß und jedenfalls gut erreichbar.

Bemängeln kann man hierbei allerdings, dass die Tastatur nicht wirklich für Gaming ausgelegt ist. Programmierbare Sondertasten fehlen gänzlich, eine individuelle (farbliche) Beleuchtung gibt es ebenfalls nicht. Grundsätzlich sind die Eingabegeräte aber okay und für den Preis kann man zwar mehr wünschen, aber nicht wirklich erwarten.

Display

Der größte Kompromiss, den man beim Dell Inspiron 15 Gaming eingehen muss, ist leider das Display. Beim mittleren Modell gibt es maximal ein FullHD-LED-Display, während das teuerste Variante mit einem UHD-IPS-Display daherkommt. Unserer Meinung nach zahlt sich letztere Konfiguration allerdings nicht aus, denn mit einem Preis von knapp 1500 Euro ist sie erheblich teurer und in 4K könnt ihr die meisten Triple A-Games mit einer GTX 1050 TI ohnehin nicht spielen. (siehe Abschnitt Performance) Für 1300 Euro bekommt ihr beispielsweise schon einen ASUS ROG GL502VM mit Nvidia GTX 1060 6GB GPU.

Wer das Inspiron 15 7000 Gaming kaufen will, sollte sich also die mittlere Konfiguration holen und der wird sich mit dem schwachen Display anfreunden müssen. Die Reaktionszeit ist zwar sehr gut, die Helligkeit ebenfalls in Ordnung, die Oberfläche spiegelt auch nicht, allerdings sind die Blickwinkel dem TN-Panel entsprechend schwach. Wenn ihr nicht gerade direkt davor sitzt, wird der Inhalt entweder heller oder dunkler, sodass es bei steileren Betrachtungswinkeln schwer wird, etwas darauf zu erkennen.

Kann man mehr für 1200 Euro erwarten? Fast. Für 1199 Euro bekommt ihr zum Beispiel den Lenovo Legion Y520 mit Intel Core i7-7700HQ, 16 Gigabyte RAM und GTX 1050 mit vier Gigabyte Grafikspeicher, welcher auch ein FullHD IPS-Display besitzt. Dafür bekommt ihr hier eine schwächere Grafikkarte und nicht 256 Gigabyte, sondern 128 Gigabyte an SSD-Speicher. Ihr müsst also in dem Preisbereich zwischen Displayqualität und Performance entscheiden. Wir würden in dem Fall Letztere vorziehen.

Performance & Software

Dass die neueste Generation an Nvidia-Grafikkarten einen ordentlichen Sprung nach vorne gemacht hat, zeigt sich vor allem beim günstigsten Modell. Zwischen der 950M, welche in vielen günstigeren „Gaming“-Notebooks steckte und der 1050 TI liegen Welten.

Der verbaute Intel Core i7-7700HQ in Kombination mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und der Nvidia Geforce GTX 1050 TI mit 4 Gigabyte GDDR5-Grafikspeicher sind völlig ausreichend, um heutige Triple A-Titel mit hohen Einstellungen in FullHD-Auflösung zu spielen. GTA V läuft auf sehr hohen Einstellungen mit 16-fachen Antialiasing flüssig mit 45 bis 50 Bildern pro Sekunde. Battlefield 1 ist ein echtes grafisches Highlight und bei hohen Standardeinstellungen problemlos bei über 45 fps flüssig spielbar. Rocket League, League of Legends und Minecraft laufen flüssig mit konstanten 60 Bildern pro Sekunde. Sämtliche zuvor genannten Ergebnisse wurden bei FullHD-Auflösung bei verbundenem Ladegerät erzielt. Im Akkumodus werden nämlich sämtliche Games auf 30fps gedrosselt.

Möchte man auf einem externen Monitor spielen, der eine höhere Auflösung erzielt, wird man Kompromisse bei der Qualität oder der Framerate hinnehmen müssen. GTA V läuft bei hohen Einstellungen und Ausgabe auf FullHD sowie 1440p-Monitor gerade noch flüssig, bei Battlefield 1 muss man dafür die Anzeige am Laptop selbst abdrehen. Bei niedrigsten Einstellungen wären bei einigen Top-Games auch 4K-Auslösungen drin, aber man macht hier den schlechten Tausch von Auflösung gegen grafische Qualität. Aus dem Grund erachten wir es für nicht zielführend, das teuerste 4K-Modell zu kaufen.

Spiel Einstellungen Framerate
GTA V Hoch, 1920 x 1080 50
Battlefield 1 Hoch, 1920 x 1080 45
Rocket League Höchste, 1920 x 1080 60
Project Cars Hoch, 1920 x 1080 40
Dirt Rally Sehr hoch, 1920 x 1080 60

Akkulaufzeit & Hitzeentwicklung

Ein Gaming-Notebook ist im seltensten Fall auch dafür bestimmt, eine Akkulaufzeit für einen ganzen Tag zu bieten und das Inspiron 15 7000 Gaming ist davon nicht ausgenommen. Knappe vier Stunden kann man im Browser sowie mit einfacheren Programmen bei mittlerer Helligkeit damit arbeiten, beim Gaming hält der Akku bei höchster Helligkeit etwas mehr als eine Stunde durch. Das sind Normalwerte für ein Gaming-Notebook, sodass es für mobiles Arbeiten nicht wirklich hervorragend geeignet ist.

Während die Lüfter natürlich sofort nach Einschalten eines Games hochdrehen und dabei auch sehr laut sind, wird das Notebook erfreulicherweise nicht sehr warm. Selbst am Teppich abgelegt oder im Schoß wurde es nicht unangenehm heiß, da die Luft nach hinten abgeströmt wird.

Fazit

Ich bin, ganz ehrlich, nicht wirklich ein Fan von Gaming-Notebooks, aber das Dell Inspiron 15 7000 Gaming hat es mir durchaus angetan. Es ist hochwertig verarbeitet, sieht dezent aber dennoch elegant aus und deckt von der Performance mindestens die Grundbedürfnisse eines Gamers ab. Aktuelle Titel sind bei guten Einstellungen in FullHD spielbar und allzu viel dürfte sich daran mittelfristig nicht ändern. Tastatur und Touchpad sind für den Alltagsgebrauch ausreichend, aber das TN-Display ist doch etwas enttäuschend.

Es ist meiner Meinung nach ein sehr gutes Gaming-Notebook und meiner Ansicht nach eines der wenigen mobilen Gaming-Geräte, die selbst für den normalen Endkunden etwas Sinn machen. Denn wer häufig spielt, aber das vor allem zuhause und gelegentlich unterwegs ein Notebook braucht, dem sei eher die Kombination auf Ultrabook und Gaming-PC zu empfehlen. Das Display des Dell-Notebooks ist wirklich der einzige große Kompromiss und ob man diesen eingeht, muss man sich aber sehr gut überlegen. Immerhin muss man über die gesamte Lebensdauer des Geräts damit arbeiten. Hätte Dell sich für ein IPS-Display entschieden, wäre es gar keine Frage gewesen, ob das Inspiron 15 7000 Gaming empfehlenswert ist.

WindowsArea.de Wertung
Design & Verarbeitung 89%
Tastatur & Touchpad 85%
Display 63%
Audio 80%
Software & Performance 87%
Akkulaufzeit 62%
77% beinahe sehr gut
Readers Rating 0%
0 Bewertungen

Das Dell Inspiron 15 7000 Gaming ist ein sehr gutes Gaming-Notebook im eher günstigen Preisbereich. Es ist solide verarbeitet, bietet ein schön schlichtes Design und eine Performance, die heutige Games bei hohen Einstellungen spielen kann.

Dell Inspiron 15 7000 Gaming

kaufen

Über den Autor

21 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de. You had me at "beta".

Hinterlasse einen Kommentar

9 Kommentare auf "Dell Inspiron 15 7000 Gaming mit GTX 1050 TI-Grafik im Test"

Benachrichtige mich zu:
Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
fredi_830
Mitglied

Ich persönlich finde Gaming-Notebooks nach wie vor total uninteressant. Sie sind meistens nicht richtig mobil, sind sehr teuer und haben ein kleines Display. Ein selbstgebauter Gaming-PC wäre da deutlich günstige und besser.

Kommando
Mitglied

Musst du auch nicht. Ich brauche keinen Desktop. Schon mal mit nem Desktop auf der Couch geflezt und gezockt? 😉

Beim Monitor bitte auch nicht den Abstand zum Display vergessen. So ein 15″ Display auf dem Schoß ist schnell „größer“ als 50″ an der Wand.

EffEll
Mitglied

Und vollkommen immobil…

Juice
Mitglied

Gaming Laptops empfehlen sich halt auch, wenn man leistungsfähige Hardware für daheim unterwegs, und an anderen Orten braucht, aber nur ein Gerät besitzen will.
Klar kann man sowas auch mit einem Dell XPS 15 mit den höchsten specs oder ähnlichen lösen, aber da bist du schnell ein paar hunderter mehr los.

Knight
Mitglied

Grundsätzlich geb ich dir recht, vor allem wegen dem Display, aber man könnte ja nen vernünftigen Monitor bei ner LAN oder so anschließen…

k1ck4ss
Mitglied

wegen „des“ Displays

Knight
Mitglied

Wenn du keine anderen sorgen hast… 😙

Wilmo
Mitglied

Zumal beides geht. Einfach mal vorher informieren, bevor man andere korrigiert.

Ricco
Mitglied

Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod;)

wpDiscuz