Google plant nicht Windows Phone und Windows 8 mit Apps zu versorgen

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Wir berichteten erst gestern darüber, dass Facebook seine Web-App weiterentwickelt hat und somit den Nutzen selbiger für Windows Phone Nutzer erhöht. Sicher besteht seitens Facebook auf unterschiedlichen Ebenen weiterhin Handlungsbedarf. So könnte die Windows Phone App noch das eine oder andere Update vertragen, darüber hinaus wünschen sich viele Nutzer eine Facebook-App für Windows 8. Nun muss man Facebook zugute halten, dass sie sich immerhin mit dem OS beschäftigen – über das Ergebnis lässt sich natürlich streiten. Dass es noch „liebloser“ geht, beweist hingegen Google. Denn der Internetriese hat Berichten zufolge die Entwicklung von weiteren Apps für Windows 8 und Windows Phone ausgeschlossen.

Es handelt sich insbesondere um die Apps aus dem Business-Sektor, nämlich GMail und Google Drive.

Der Direktor für Produkt Management bei Google Apps, Clay Bavor, begründet diese Entscheidung im Interview mit V3 mit dem Mangel an Interesse der Kunden für Windows 8 bzw. Windows Phone 8.

Wir haben keine Pläne Windows Apps zu entwickeln. Wir sind sehr vorsichtig damit, in was wir investieren und werden dorthin gehen, wo die Nutzer sind, aber sie sind nicht bei Windows Phone oder Windows 8.

Falls sich dies ändert, würden wir natürlich auch hier investieren.

Bisher unternahm Google mit der App für Windows 8 und Windows Phone auch nur das Minimum des Möglichen. Obwohl die meisten Nutzer von Google selbst Windows Nutzer sind, zeigt Bavor diesen gegenüber wenig Beachtung.

Stattdessen soll Goolge derzeit damit beschäftigt sein, die Apps für iOS und Android zu aktualisieren und zu verbessern. Es ist zwar aus Googles Perspektive teilweise nachvollziehbar, dass sie die Konkurrenz nicht indirekt unterstützen möchten, indem sie ihre Dienste auch auf anderen Plattformen anbieten. Andererseits ist beispielsweise SkyDrive auf allen drei Plattformen verfügbar, während Google Drive lediglich zwei Plattformen unterstützt. Aus Nutzer-Perspektive spricht schon allein deshalb mehr für Microsofts Cloud-Speicher-Dienst und weniger für das Google Gegenstück.

VIA
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