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Xbox One – Vorbestellung bereits möglich, Kinect für Windows erscheint 2014

Microsoft lüftete am 21.Mai das Geheimnis um die nächste Xbox Konsolengeneration und kurz darauf hat der Wettlauf um die Gunst der Vorbesteller begonnen. Das ist an sich legitim, allerdings sorgen die betreffenden Online-Händler seitdem durch auseinandergehende Preisangaben für Verwirrung unter den Kunden. Deshalb sei eine Information vorweggenommen: Sowohl der Preis als auch ein konkretes Datum zur Verfügbarkeit sind zurzeit nicht bekannt – alle inoffiziellen Angaben hierzu haben lediglich Schätzungen zur Grundlage.

Bei Amazon und Microsoft vormerken

Zu den Vorreitern dieser Praxis zählt Amazon, denn hier wurde die Xbox One ursprünglich zum Preis von 999€ gelistet, inzwischen hat sich der Händler aber für realistischere 599€ entschieden. Hinzu kommt das Zubehör in Form von 13 „Blockbuster-Spielen“ sowie dem Xbox Wireless Controller, welche jeweils zum Preis von 99,99€ zur Vorbestellung angeboten werden. Nun stellt sich selbstverständlich die Frage, weshalb man die Gefahr einer plötzlichen Senkung des Preises eingehen soll. Dieses Risiko schließt Amazon durch die Preisgarantie aus, demzufolge Vorbesteller keine Nachteile fürchten müssen, wenn der Preis bis zur Veröffentlichung des Artikels weiter sinkt:

Bitte beachten Sie, dass es derzeit noch keine offiziellen Preise für Xbox One-Produkte gibt. Bei dem angegebenen Preis handelt es sich nur um einen Platzhalter. Sie profitieren in jedem Fall von unserer Vorbesteller-Preisgarantie: Sie erhalten den günstigsten Preis zwischen dem Zeitpunkt Ihrer Bestellung und der Veröffentlichung des Artikels.

Somit wird nicht nur die ungünstige Situation des unerwartet niedrigen Preises ausgeschlossen, vielmehr verspricht Amazon am Preis festzuhalten, wenn er bis zum Release weiter  steigen sollte. Ähnlich, aber nicht identisch lautet der Wortlaut von Preisgarantie: „Der Preis steht zurzeit noch nicht fest, wir werden diesen Ihrer Bestellung anpassen, sobald dieser vorliegt. Sie zahlen also nur den Preis, der am Erscheinungstag vorliegt“. Microsoft reiht sich ebenfalls in die Liste der frühen Xbox-Händler, doch im ist bisher nur ein Eingabefeld vorzufinden, das der Benachrichtigung über die Möglichkeit der Vorbestellung dient.

Kinect für Windows Sensor kommt 2014

Im Übrigen hat Microsoft nicht nur das Erscheinungsbild der Xbox verändert, sondern auch die Hülle von Xbox Spielen optisch aufgefrischt. Dabei setzt das Unternehmen offenkundig auf weniger Farben und Effekte, was sich in diesem Fall positiv bemerkbar macht. Interessanter als die Hüllen bleibt gleichwohl der Inhalt, so dass künftige Eindrücke in dieser Hinsicht abzuwarten sind.

Im Zusammenhang mit dem Spielerlebnis wird sicher auch der neue Kinect Sensor eine tragende Rolle spielen. Dieser wird, wie bereits bekannt, gemeinsam mit der Xbox One erscheinen und voraussichtlich vielzählige Möglichkeiten eröffnen. Kürzlich gab Bob Heddle von Microsoft bekannt, dass der neue Kinect Sensor und damit einhergehend ein neues SDK (Software Development Kit) im nächsten Jahr ebenfalls für Windows (PCs) erscheinen wird. Zur Zielgruppe zählen laut eigenen Angaben an erster Stelle Unternehmen, die für den Eigengebrauch oder für Kunden Touch-freie Anwendungen entwickeln. Von dem daraus resultierenden neuen Computererlebnis sollten schließlich auch die Konsumenten profitieren. Im Folgenden eine Übersicht über die wichtigsten Fertigkeiten des neuen Kinect Sensors:

  • Höhere Genauigkeit – Der Kinect Sensor verfügt über eine 1080p-Farbkamera sowie über mehrere Mikrofone, die das Filtern von Umgebungsgeräuschen zugunsten des Gesprochenen ermöglichen. In Verbindung mit der Time-of-Flight Technologie verspricht sich Microsoft eine präzisere Erkennung von Bewegungen und Details. „Time-of-Flight“ ist die Bezeichnung für ein Verfahren, mittels dessen Kameras die Zeit berechnen, die das (ausgestrahlte) Licht bis zum Objekt und wieder zurück benötigt. Als Beispiele werden leichte Drehungen des Handgelenks, die Körperhaltung und Falten in der Kleidung angeführt.
  • Erweitertes Sichtfeld– Das Sichtfeld des neuen Kinect Sensors soll eine „Vielzahl von unterschiedlich große Zimmern“ erfassen, was in Verbindung mit der gesteigerten Präzision „ungebundene, natürliche Computererfahrungen“ ermögliche.
  • Verbessertes Skelett Tracking – Mit dem neuen Sensor werden weit mehr Punkte des menschlichen Körpers verfolgt als bisher. Darüber hinaus besitzt der neue Sensor die Fähigkeit, bis zu sechs Personen auf einmal zu verfolgen. Auch hiervon verspricht sich das Unternehmen erweiterte Möglichkeiten in unterschiedlichen Branchen, die vom Einzelhandel über medizinische Einrichtungen bis zu öffentliche Räumen reichen.
  • IR-aktiv –  Mit dem neuen IR-aktiv Sensor stellt Microsoft den Entwicklern ab Werk eine praktische Hilfestellung zur Seite. Dank diesem sollen sie sich im besten Fall nur noch bedingt mit Fragestellungen bezüglich unterschiedlicher Lichtverhältnisse auseinandersetzen müssen.

Aus dem Mund bzw. den Fingern eines Microsoft Mitarbeiters lesen sich diese Punkte durchaus Erfolg versprechend und lassen die Ungeduld auf die Einführung der Xbox One wie auch des neuen Kinect Sensors steigen. Es kommen auch Anwendungsbeispiele für den Beruf und das Zuhause in Betracht, diese müssten sich aber noch als zuverlässig erweisen. Welche Möglichkeiten sich in dieser Hinsicht bieten, macht Leap Motion vor (siehe Video). Ob Microsofts neueste Kinect Technik im Ergebnis ein vergleichbar natürliches Erlebnis ermöglicht, werden wir während der im Juni tagenden BUILD 2013 Konferenz erfahren.


Quellen: blogs.microsoft.com, Major Nelson
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