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BlackBerry Messenger könnte für Windows (Phone) 8 erscheinen

Vor einigen Wochen kündigte der kanadische Smartphonepionier BlackBerry an, seinen mobilen Chatclient – für den man jahrelang beneidet wurde – auch für Android und iOS zu bringen. Dieses Versprechen hat der Hersteller vor rund einer Woche gehalten und konnte binnen dieser Zeit bereits 20 Millionen neue Nutzer verzeichnen. Microsofts Windows Phone, zu dieser Zeit noch direkter Konkurrent von BlackBerry 10 im Kampf um Platz drei im Smartphonemarkt, wollte man die App nicht zur Verfügung stellen. Mittlerweile konnte sich Windows Phone aber deutlich von BlackBerry absetzen, womit auch kein Grund mehr dafür besteht, den BlackBerry Messenger nicht für Microsofts Plattform zu veröffentlichen.

Wie der bekannte Twitter-Account BlackBerry Leaks kürzlich verkündete, arbeite man in Waterloo derzeit auch an einer App für Windows 8, Windows Phone 8 und an einer Web-Version des ehemals sehr beliebten Messengers. Außerdem werde ein Desktop-Client für Windows/Mac erscheinen. Dieser könnte nun einen zweiten Frühling erleben, denn die App zählt im Google PlayStore derzeit 10 bis 50 Millionen Downloads. Einigen Gerüchten zufolge lässt sich die genaue Zahl an Downloads bisher auf 40 Millionen schätzen. Damit hat es BlackBerry innerhalb von knapp einer Woche geschafft, dem derzeit beliebtesten Messenger-Client WhatsApp direkte Konkurrenz zu machen und der Erfolgskurs von BBM scheint derzeit unaufhaltsam.

Seit einiger Zeit sucht BlackBerry nach einem Käufer für Teile bzw. das gesamte Unternehmen. Zuletzt im Gespräch seien angeblich Facebook, Google, Cisco, SAP und Microsoft gewesen, jedoch soll es vom kanadischen Versicherungsunternehmen Fairfax bereits ein konkretes Kaufangebot gegeben haben. Bisher scheint kein Bieterstreit um den problembelasteten Hersteller entbrannt zu sein, der seit 2009 keine Gewinne mehr erzielen konnte. Der Wert des Unternehmens, das aus früheren Erfolgszeiten noch etwa 3.1 Milliarden Dollar an Barreserven habe, wird derzeit auf etwa 5 Milliarden Dollar geschätzt. Besonders interessant für andere Hersteller und Softwareentwickler ist BlackBerry wegen seines enormen Patentportfolios, dem allein schon etwa ein Wert von 1.5 bis 3 Milliarden Dollar zugeschrieben wird.

BlackBerry hat den letztmöglichen Zeitpunkt für einen Verkauf gewählt, denn Analysten gehen derzeit davon aus, dass 2 Milliarden Dollar an Barreserven in den nächsten eineinhalb Jahren verbraucht werden.

Mit dem BlackBerry Messenger stellt das kanadische Unternehmen eine seiner ehemaligen stärksten Waffen, neben dem Push von E-Mails, das mittlerweile jedes Low-End Smartphone unterstützt, für die konkurrierenden Plattformen zur Verfügung. Dadurch wollen die Kanadier vermutlich verhindern, dass der Name BlackBerry in wenigen Monaten vollkommen zur Zeitgeschichte des Smartphonemarkts gehört.


Quelle: Twitter
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"Entdeckung besteht darin, den gleichen Gegenstand wie alle anderen zu betrachten, sich aber etwas anderes dabei zu denken."
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