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Nokia Lumia 1020 im Test – Das Kamera Windows Phone

Als Nokia auf dem MWC 2012 (Mobile World Congress) das 808 PureView vorstellte, sah man in viele verdutzte Gesichter. Schließlich gab es schon die ersten Windows Phones des finnischen Herstellers, sodass sich die Frage stellte, wieso man noch auf Symbian setzte. Die Antwort lag auf der Hand, es war die Kamera. Mit einem deutlich größeren 41 MP-Sensor und der PureView-Technologie konnte das Gerät Kamera-technisch die Konkurrenz weit hinter sich lassen. Allerdings hat man für die Entwicklung des 808 PureView viel Zeit benötigt, sodass zu diesem Zeitpunkt noch Symbian und nicht Windows Phone das Betriebssystem der Wahl war.

Rund anderthalb Jahre später erblickte dann das Lumia 1020 das Licht der Welt und versprach, die Technik des 808 in ein schönes Gewand zu kleiden und dabei weitere Verbesserungen in Hinblick auf die Kamera zu verzeichnen. Wir werden in diesem Review insbesondere die Alltagstauglichkeit des Lumia 1020 testen, welches uns Nokia freundlicherweise vier Wochen lang zur Verfügung gestellt hat. Außerdem schauen wir uns den mitgelieferten Kameragriff an, der für rund 50€ zusätzlich erworben werden kann.

Design und Verarbeitung

Das Design des Nokia 808 PureView wurde oft als „klobig und schwer“ oder im besten Fall noch als „solide“ beschrieben. Beim Lumia 1020 haben die Finnen daran gearbeitet, die Dicke sowie das Gewicht zu verringern. Letzteres haben sie im Vergleich zum 808 um 11 Gramm auf 158 Gramm verringert (vgl. Lumia 920: 185g). Damit gehört das Gerät zwar nicht zu den leichtesten Smartphones, doch dies fiel im Test nicht negativ auf.

Die Dicke wiederum beträgt laut Nokia 10,4mm, was jedoch nicht die Kamera berücksichtigt, die ca. 2mm aus dem restlichen Gehäuse herausragt. Grundsätzlich war diese Höhe nicht störend, das Lumia 1020 lässt sich problemlos in der Hosentasche verstauen. Problematischer ist vielmehr die Wölbung, wodurch sich das Gerät nicht flach hinlegen lässt. Das Display ist dem Betrachter somit in der Regel zugewandt, doch bei der Bedienung auf einem Tisch o.ä. wackelt das Lumia. Bei leicht unebenen Untergründen wird der Effekt verstärkt. Da man Smartphones aber die meiste Zeit sowieso in der Hand hält, dürfte dieses Problem nur wenige Leute betreffen.

Während das 808 in den eher schlichten Farben Schwarz und Weiß daherkam, gibt es das Lumia 1020 auch in Gelb. Diese Farbvariante durften wir testen und können daher hinzufügen, dass es sich hierbei um eine matte Version handelt – das gelbe Lumia 920 ist bekanntlich glänzend. Dadurch liegt es relativ sicher in der Hand, doch auch hier kommt wieder die Kamera-„Beule“ in die Quere. Sie kann einerseits den Halt sogar verstärken, doch je nach dem wie man das Handy hält, kann diese auch stören. In diesem Fall scheiden sich die Geister, weshalb man das Gerät einfach mal vor dem Kauf in die Hand nehmen sollte.

Die Knöpfe unseres gelben Lumia 1020 sind in Schwarz gehalten, hinterließen jedoch einen gemischten Eindruck. Die Lautstärkeknöpfe sind sehr klein, sodass man zu Beginn häufig den falschen Button betätigt. Abgesehen davon sitzen sie sicher und haben einen guten Druckpunkt, was sich auch über die Kamerataste sagen lässt. Der Ein-/Aus-Knopf hingegen sitzt etwas locker und muss „tiefer“ gedrückt werden – vermutlich, um versehentliche Betätigungen zu verhinden.

Abgesehen von der Kamera und weniger auffälligen Änderungen wie die Verschiebung der Frontkamera, des Nokia-Logos sowie der Ohrmuschel sieht es dem Lumia 920 zum Verwechseln ähnlich. Allerdings besitzt es auf der Rückseite noch zwei Kontaktpunkte für ein optionales Cover zum kabellosen Laden. Zudem sitzt der Lautsprecher auf der rechten unteren Seite des Geräts und ist nicht mehr geteilt, was aber je nach Handposition dazu führen kann, dass man diesen verdeckt.

Zuletzt darf man auch nicht die Halterung für eine Schlaufe an der unteren Seite vergessen, welche bei Smartphones mittlerweile eine Seltenheit ist.
Insgesamt ist die Verarbeitung absolut einwandfrei und nichts knarzt.

Display

Der 4,5″ große Bildschirm besitzt eine WXGA-Auflösung (1280×768), die aktuell die höchst mögliche bei Windows Phones darstellt, was sich jedoch mit GDR 3 ändern wird. Außerdem setzt Nokia auf ein AMOLED-Display und implementiert Super Sensitive Touch, wodurch man das Smartphone auch mit dicken Handschuhen noch bedienen kann. Durch die Verwendung eines AMOLED-Bildschirms erreicht dieser einen hohen Kontrast und sehr gute Schwarzwerte. Dies zeigt sich am besten im Glance-Screen (dt.: Blick), wo z.B. das Lumia 920 eher enttäuscht.

Wem die Farbwiedergabe nicht gefallen sollte, der kann die Farbtemperatur sowie die -sättigung unter Einstellungen->Anzeige->Lumia-Farbprofil anpassen. Außerdem lässt sich hier eine Option aktivieren, wodurch die Lesbarkeit bei Sonnenlicht verbessert werden soll. Ebenso kann man die Bildschirmhelligkeit automatisch verringern lassen, sobald der Stromsparmodus aktiviert wird.

Insgesamt konnte das Display eigentlich überzeugen, doch bei genauerem Hinsehen fiel uns ein „Stutter-Effekt“ im oberen Teil der Screenshots im Multitasking-Menü auf. Dieser trat nur sporadisch auf, konnte damit aber den eigentlich guten Eindruck des Displays trüben. Diese Informationen haben wir bereits an das Produktmanagement bei Nokia weitergegeben und werden euch informieren, sobald neue Informationen dazu vorliegen.

Performance

Wenn es um Windows Phones geht, ist die Performance nie ein Problem und auch das Lumia 1020 lief in unserer Testphase durchweg flüssig. Apps starteten zügig und Animationen liefen ohne Verzögerung (abgesehen von dem zuvor beschriebenen Darstellungsfehler). Das Gerät besitzt im Vergleich zu den ersten High-End Windows Phone 8 Smartphones doppelt soviel Arbeitsspeicher (2 GB), doch dies hat keinen spürbaren Einfluss auf die Performance. Auch bei aufwendigen Spielen konnten wir keine wirklichen Unterschiede zum HTC 8X bemerken. Somit scheinen die 2 GB RAM lediglich für die Verarbeitung der 34/38 MP Fotos nötig zu sein.

Kamera

Dies bringt uns auch schon zum nächsten Punkt unseres Tests, welcher beim Lumia 1020 von besonderer Relevanz ist. Schließlich wird das Gerät überwiegend durch die 41 MP Kamera beworben. Dabei wird aber oft vergessen, dass High-End Smartphones zwei Kameras besitzen. Deshalb fangen wir einmal mit der oft vergessenen Frontkamera an. Diese besitzt eine Auflösung von 1,2 MP mit einer 2.4 Blende. Außerdem spricht Nokia in diesem Zusammenhang von einem Weitwinkelobjektiv.

Im Vergleich zur Frontkamera des HTC 8X ist die des Lumia 1020 eine herbe Enttäuschung. Durch das „Ultraweitwinkelobjektiv“ des 8X kann man ohne große Schwierigkeiten drei Personen auf ein Selbstportrait bekommen, während es mit der Frontkamera des 1020 schwierig ist, ein Foto von zwei Leuten zu schießen. Auch die Farbwiedergabe kann sich nicht sehen lassen, die Farben werden blass und leicht gelbstichig dargestellt.

Doch seien wir mal ehrlich: Wer nutzt bei dieser Hauptkamera noch die Frontkamera? Von daher wollen wir uns diese einmal genauer ansehen. Damit ihr euch ein möglichst wertungsfreies Bild machen könnt, haben wir einige Fotos auf Flickr (in voller Auflösung) hochgeladen. Auch ein kurzes Video haben wir für euch bei YouTube bereitgestellt.
Dabei haben wir bei quasi jedem Foto die automatischen Einstellungen der Pro Camera genutzt und maximal den Blitz oder das Fokuslicht (de-)aktiviert, um zu zeigen, welche Ergebnisse ein Laie erhalten würde.

Schon beim Start des Smartphones begrüßte uns ein kurzes Tutorial der Pro Camera, die vorinstalliert war und die wir als Standard-Kamera-App genutzt haben. Allerdings eignet sich diese nicht unbedingt für Schnappschüsse, denn sie benötigt für den Start etwas länger als die Windows Phone Kamera-App. Ist eine der Apps aber schon gestartet, so gelingen auch mit dem Lumia 1020 Schnappschüsse. Jedoch benötigt das Gerät für das Speichern der Fotos aufgrund der hohen Auflösung in Höhe von 34 bzw. 38 MP deutlich länger als herkömmliche Smartphones. Bis man also das nächste Foto aufnehmen kann, vergehen einige Sekunden.

Auch wenn die Pro Cam für den ersten Start etwas länger benötigt als die normale Kamera-App, so raten wir definitiv zur Benutzung dieser, denn die Einstellungen sind hier umfangreicher und leichter zu erreichen. Selbst wenn man ein Kamera-Laie ist, zeigt sich direkt, welchen Effekt bestimmte Einstellungen mit sich bringen. Es lässt sich hier auch festlegen, ob nur das 5 MP Foto, das per Oversampling aus dem Originalbild entstanden und dadurch quasi rauschfrei ist, oder ob zusätzlich auch das originale Foto gespeichert werden soll. Außerdem funktioniert das Zoomen hier besonders leicht, denn man muss nur mit einem Finger nach oben bzw. unten scrollen. Dieser Vorgang läuft allerdings mitunter nicht flüssig ab und es kommt zu leichten Verzögerungen. Die grundlegende Idee des 1-Finger-Zooms gefällt uns aber sehr gut.

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Kommen wir nun zur Hardware: Das Lumia 1020 bietet eine 41 MP Kamera mit LED und Xenon-Blitz, die je nach Seitenverhältnis 34 oder 38 MP Fotos schießen und 1080p-Videos mit 30 Bildern/Sekunde aufnehmen kann. Es hat sechs Linsen, eine Sensorgröße von 1/1,5 Zoll, eine 2.2 Blende und eine Brennweite von 26mm. Außerdem ist eine optische Bildstabilisierung eingebaut, die im Vergleich zum Lumia 920 noch einmal deutlich verbessert wurde und beim Schütteln auch hörbar ist. Dadurch gelingen selbst beim Gehen oder aber Fahren in einer S-Bahn gute Fotos. Zusätzlich können sich auch einhändig aufgenommene Bilder sehen lassen. Die weiteren technischen Details lassen sich auf Nokias Produktseite nachlesen.

Ohne einen direkten und ausführlichen Vergleich mit den High-End-Smartphones anderer Hersteller gemacht haben zu können, möchte ich nicht behaupten, dass das Lumia 1020 die beste Smartphone-Kamera besitzt, doch es würde mich schon sehr verwundern, wenn dies nicht der Fall ist. Die Farben werden originalgetreu wiedergegeben und die 5 MP-Fotos sind so gut wie rauschfrei. Auch der Xenon-Blitz erwies sich als praktisch, wenn man in der Dunkelheit Bilder aufnehmen möchte – zumindest wenn das Motiv nur wenige Meter entfernt ist.

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Bei etwas besseren Lichtverhältnissen zeigt sich aber eine weitere Stärke, die Nokia bereits auf der ersten Vorstellung betonte – der digitale Zoom. Dieser hat einen schlechten Ruf, doch bei einer Auflösung von 34 MP lassen sich die Bilder mehrfach vergrößern, ohne dass Details verloren gehen oder das Rauschen Überhand nimmt. Natürlich hat auch diese Kamera ihre Grenzen, doch für ein Smartphone ist das schon eine ausgezeichnete Leistung. Ihr könnt euch natürlich selbst ein Bild davon machen, wenn ihr einen Blick in unser zuvor schon erwähntes Flickr-Album riskiert.

Alles in allem ist das Lumia 1020 definitiv das Windows Phone mit der derzeit besten Hauptkamera, enttäuscht aber etwas durch die mittelmäßige Frontkamera.

Akkulaufzeit

Der Akku ist bei Smartphones immer ein leidiges Thema, denn nur die allerwenigsten Geräte überleben mehr als einen Tag ohne Strom – dies gilt auch für das Lumia 1020. Natürlich schwanken die Werte hier je nach Nutzung und bei einem solchen Test fällt die Laufzeit von daher kürzer aus, als es im Alltag der Fall wäre. In den vier Wochen lag die Akkulaufzeit durchschnittlich zwischen 8 und 14 Stunden.

Es kam aber zu noch stärkeren Schwankungen, was mit der intensiven Nutzung der Kamera zusammenhängt. Schließlich möchte man diese beim Lumia 1020 häufiger verwenden als bei „normalen“ Smartphones. Ist dies der Fall, so erhitzt die Rückseite sehr schnell und es kommt zu einem hohen Akkuverbrauch. Ich kann nur schätzen, doch nach spätestens drei Stunden dürfte die Meldung „Bis bald“ erscheinen, wenn man konstant Fotos schießt. Wer also plant, den ganzen Tag lang Fotos zu schießen, sollte einen mobilen Akku einpacken oder aber das folgende Zubehör kaufen.

Kameragriff

Neben dem Smartphone hat Nokia uns freundlicherweise auch direkt den Kameragriff in der Farbe Schwarz mitgeschickt. Dieser kostet derzeit rund 50€ und ist insbesondere für intensive Nutzer der Kamera empfehlenswert. Der Camera Grip PD-95G verwandelt das Lumia 1020 durch die hervorstehende Halterung und einen hochwertig verarbeiteten Auslöseknopf in eine Digitalkamera.

Zusätzlich bietet er einen integrierten 1020 mAh Akku, der das Gerät unter moderater Nutzung um ca. 30% auflädt. Der aktuelle Akkustand des Kameragriffs wird an der unteren Seite durch vier LEDs dargestellt. Möchte man wissen, ob das Gerät noch aufgeladen ist, muss man einfach auf den daneben befindlichen Knopf in Form einer Batterie drücken und schon leuchten die entsprechenden LEDs auf.
Ein oft vergessenes Feature des Kameragriffs ist für einige bestimmt das wichtigste, denn im unteren Bereich der linken Seite bietet das Accessoire ein Stativgewinde. Dadurch lassen sich dann auch sehr leicht Videos drehen oder Familienfotos ohne Fotograf schießen.

So nützlich der Kameragriff auch ist: Er vergrößert das Lumia 1020 so stark, dass es nicht mehr in jede Hosentasche passt. Deshalb ist es fraglich, ob man diesen konstant mit dem Gerät verbinden will. Ist das aber kein Problem, so braucht man ihn wirklich nie abzunehmen, denn er lässt sich zusammen mit dem Smartphone über den Micro-USB Anschluss aufladen. Auch die Verbindung mit einem PC funktioniert einwandfrei, ohne das Smartphone aus dem Griff zu nehmen. Zudem hat man nicht nur beim Fotografieren, sondern auch bei jeglichen Apps, die sich im Querformat bedienen lassen, einen besseren Halt. Überraschenderweise lassen sich dadurch manche Spiele auch leichter steuern.
Darüberhinaus eignet sich das 1020 so auch als Standuhr oder digitaler Bilderrahmen, wobei diese Verwendung angesichts des Anschaffungspreis doch eher albern wirkt.

Zuletzt ist im Kameragriff auch eine Kunstlederschlaufe enthalten, die sich am zuvor erwähnten Halterung befestigen lässt. Diese verhindert, dass das Gerät auf den Boden fällt, sollte man es los lassen. Besonders beim Fotografieren erwies sich das als durchaus sinnvoll.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass dieses Accessoire absolut praktisch und für einen Preis von 50€ empfehlenswert ist. Zumindest für Leute, die die Kamera intensiv nutzen, ist es fast unverzichtbar. Wer nur einen zusätzlichen Akku benötigt, sollte sich hingegen anderweitig umsehen, denn für diesen Preis erhält man deutlich stärkere mobile Akkus, die sich zudem auch mit zukünftigen Smartphones benutzen lassen.

Sonstiges

Während der vierwöchigen Testzeit sind mir noch einige kleine Details aufgefallen, die ich in dieser Sektion noch kurz los werden möchte. Wen solche Kleinigkeiten nicht interessieren, kann natürlich auch schon direkt zum Fazit scrollen.

Eine Frage, die uns oft gestellt wurde, ist, wie groß denn die 34 MP Fotos sind. Dieser Wert schwankt natürlich stark, sodass einige Bilder nur 5 MB groß sind, während manche 15 MB belegen. Durchschnittlich lag dieser Wert aber bei ziemlich genau 10 MB.
Viele werden sich beim ersten Gebrauch bestimmt auch fragen, wie man an diese hochauflösenden Originale gelangt. Über die Windows 8 App ist dies nicht möglich, sondern über den Windows-Explorer. Hier sind die Originale am Ende des Dateinamens mit „highres“ gekennzeichnet und zeigen kein Vorschaubild an.

Wer seine Fotos aber nur auf sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter teilen will, der sollte lieber auf die 5 MP Version zurückgreifen, da das Original sowieso herunterskaliert werden würde. So kann man Datenvolumen sparen und der Upload geht schneller vonstatten. Ein Qualitätsunterschied lässt sich auch nicht erkennen, da die 5 MP Bilder durch die Kombinierung von je 7 Pixeln aus dem Original zu einem einzigen in der kleineren Version entstehen. Diesen Prozess nennt Nokia Oversampling und er eignet sich immer dann, wenn man keine starke Vergrößerung für das kleinste Detail benötigt.

Eine Kleinigkeit, die mir beim Lumia 1020 gefehlt hat, war die automatische Nutzung des Bereichs der Touch-Tasten als Erweiterung des Touchscreens. Beim HTC 8X kann man nämlich beim Scrollen in einer langen Liste den Finger bis zu den kapazitiven Tasten bewegen, wo das Gerät auch noch berührungsempfindlich ist. Es wird automatisch erkannt, dass man weiter scrollen und nicht die Tasten betätigen möchte, was beim Lumia 1020 leider nicht reibungslos funktioniert.
Etwas merkwürdig war, dass die Such- und Windows-Taste sich gelegentlich von selbst betätigt haben. Ich habe zunächst vermutet, dass ich doch irgendwie die Buttons berührt habe, doch nachdem dies mehrmals auftrat und mir ein anderer Tester dieses Problem bestätigte, gehe ich mittlerweile von einem weit verbreiteten Fehler aus.

Fazit

Das Nokia Lumia 1020 ist ganz klar das Kamera Windows Phone. Wer einen großen Wert auf diese legt, der kommt um dieses Smartphone einfach nicht herum. Der große hochauflösende 41 MP Sensor, der Xenon-Blitz und die optische Bildstabilisierung harmonieren perfekt miteinander und sorgen für großartige Fotos. Auch im Alltag schlägt sich das Gerät gut – einzig der Kamera-Hubbel stört gelegentlich.
Wer hingegen „nur“ ein High-End Windows Phone benötigt, sollte sich die Alternativen ansehen, denn abgesehen von der Kamera bietet das Lumia 1020 nur wenige einzigartige Vorzüge.

Welches Windows Phone es dann wird, entscheidet mit Sicherheit vor allem das Budget, doch wir können vom Samsung ATIV S über das HTC 8X bis zu den beiden Nokia High-End Smartphones Lumia 920 und 925 alle empfehlen. Am günstigsten gelingt der Einstieg mit dem ATIV S, doch auch das HTC 8X und das Lumia 920 sind mittlerweile günstiger zu haben und das Lumia 925 ist ebenfalls schon deutlich preiswerter als zur Veröffentlichung. Zudem erwarten wir in den nächsten Monaten mitunter das Lumia 1520 mit einem sechs Zoll großen Full-HD-Display und einem Quad-Core-Prozessor.

Das Lumia 1020 kostet derzeit ca. 600€ bei Amazon – der Kameragriff lässt sich für 50€ erstehen.

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Windows Phone begeisterter Student, Redakteur bei WindowsArea.de und Entwickler.
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