Microsoft und Foursquare bündeln ihre Kräfte

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Microsoft wird seine standortbezogenen Dienste künftig mit Material von Foursquare füttern. Foursquare ist ein ortsbezogenes soziales Netzwerk, das es ermöglicht an bestimmten Orten einzuchecken, diese zu bewerten und seinen Standort mit Freunden zu teilen. Der IT-Gigant aus Redmond und das 2009 gegründete soziale Netzwerk aus New York gaben nun ihre Zusammenarbeit bekannt. Microsoft zahlt 15 Mio. US-Dollar und darf im Gegenzug die Daten nutzen, die Foursquare über Restaurants, Kinos, Bars, Kneipen und öffentliche Plätze überall auf der Welt gesammelt hat. Es geht um insgesamt 60 Millionen „Orte“, die bei Foursquare gespeichert sind – eine ungeheure Menge. Diese strategische Partnerschaft soll mindestens 4 Jahre dauern. Für Foursquare bedeutet das, abgesehen von dem warmen Geldregen, dass Microsoft ab sofort der wichtigste und größte Kunde ist und man eines der Schwergewichte der Branche als Partner hat. Aber auch der Konzern von Neu-CEO Satya Nadella profitiert.

Denn Microsoft hatte bislang kein Pendant zu der Partnerschaft zwischen Apple und Yelp, die sich besonders auf den Kartendienst des Unternehmens aus Cupertino auswirkt. Nun hat man sich in Redmond entschieden, in Zukunft mit der Nummer 1 auf diesem Gebiet zusammenzuarbeiten. Wie genau diese Zusammenarbeit in der Praxis aussehen wird, ist noch teilweise unklar. Während Foursquare bisher keine weitergehenden Informationen kommuniziert, teilte Zig Serafin, Vizechef bei Microsofts Abteilung für die Bing-Suche, mit Bloomberg, dass Microsoft durch die Kooperation in größerem Umfang Daten erhalten werde – das heißt mehr als sonstigen Partnern oder der Öffentlichkeit bereitgestellt wird. Des Weiteren zitiert Bloomberg Serafin folgendermaßen:

Wir erstellen kontextbezogene Erfahrungen, um einige kommende Produkte in Windows Phone anzutreiben. […]

Das gilt für alle Bing-Dienste. / Zig Serafin

Diese Äußerungen und weitere Informationen, die Bloomberg vorliegen sollen, deuten auf eine Verknüpfung der Foursquare-Daten mit zum Beispiel Microsofts Cortana hin. Ein ziemlicher Geniestreich von Microsoft und dem neuen CEO Satya Nadella, oder? Was denkt Ihr?


Quellen: WSJ, Foursquare, Bloomberg
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Über den Autor

Student, Frankreichliebhaber, lebe zwischen Rhein und Seine, Rhône und Dreisam, bin begeistert von Software, experimentierfreudig, interessiert an allem was mit Consumer IT zu tun hat, meiner erster Computer war ein Macintosh (1998), dann kam Windows XP, Windows 7, Kubuntu, Ubuntu, heute Nutzer von Windows 8 und Windows Phone 8 auf einem Dell XPS 12 und Nokia Lumia 920, neuer Autor bei WParea.

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