Microsoft lobt kommende Windows Version als „großartiges Weltklasse-Betriebssystem“

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Nachdem Windows 8 seit Oktober 2012 auf dem Markt ist und trotz Updates nur langsam Verbreitung findet, dürfte es wohl niemanden verwundern, dass Microsoft bereits an der nächsten Windows-Version arbeitet und die Redmonder darum auch kein großes Geheimnis machen. Während man betonte, noch nichts ankündigen zu wollen, versprach man auf der Wordwide Partners Conference 2014 (WPC) nichts weniger als „wegweisende Funktionen“ und ein „großartiges Weltklasse-Betriebssystem“ für Business-Kunden.

Welche Neuerungen dies genau sein werden, wollte Microsoft-COO, Kevin Turner, selbstverständlich nicht verraten. Bisherige Spekulationen deuteten allerdings auf eine Anpassung des Betriebssystems an die Hardware, auf der es verwendet wird. Nutzer von Desktop-PCs oder Hybriden mit angesteckter Tastatur sollen das auf der BUILD-Konferenz offiziell angekündigte Mini-Startmenü erhalten. Die Modern-UI-Startansicht soll dagegen bei Touchgeräten standardmäßig verwendet werden. Details hierzu fehlen allerdings noch, so ist beispielsweise nicht bekannt, ob das Desktop-Startmenü und die Startansicht des Modern-UI parallel bestehen werden oder nicht.

Der Blog Neowin will aus eigenen Quellen erneut einige Details zu „Threshold“ erfahren haben, bei dem es sich um ein großes Plattformupdate für Microsofts gesamtes Ökosystem handelt. Demnach soll sich die Benutzerumgebung bedeutend verändern, sodass man es auch als weniger erfahrener Nutzer leicht von den beiden vorherigen Windows-Versionen unterscheiden könne. Die grafische Benutzeroberfläche (GUI) sei deutlich moderner und besitze ein flacheres Design. Auch die Taskleiste werde in Windows 9, der vermeintlich nächsten Windows-Version, verbessert und neue Funktionen erhalten. Laut Quellen des Blogs werden die Icons auf der Taskleiste relevante Informationen aus der App anzeigen und wie (Mini-)Live-Tiles funktionieren.

In Threshold soll der Desktop, zumindest für Nutzer klassischer Eingabegeräte, eine größere Rolle spielen. Schon ab Windows 8.1 Update 1 lassen sich Metro-Apps auf die Taskleiste pinnen und bedienen. Mit der automatisch ausblendenden Titelleiste wurde auch das Schließen und Minimieren solcher Apps für Nutzer von Maus und Tastatur deutlich erleichtert. Unter Windows 9 sollen Modern-Apps nun gänzlich in den altbekannten Fenstern ausgeführt werden können.

Auch Cortana soll in die nächste Windows-Version Einzug halten und in aktuellen Builds sogar direkt auf der Taskleiste zu finden sein. Von da aus könne der digitale Assistent jederzeit gestartet werden, allerdings ist nicht auszuschließen, dass sich der endgültige Ort in der Zwischenzeit ändert. Dass Microsoft seinen digitalen Assistenten auch für größere Windows-Geräte bringen will, scheint in Anbetracht der Beliebtheit Cortanas unter Windows Phone Nutzern und der engeren Verknüpfung der Betriebssysteme – vor allem jener von Windows RT und Windows Phone – ein logischer Schritt zu sein.

Beweise dafür werden allerdings nicht geliefert und bedenkt man, dass bisher mit einer Verfügbarkeit im Frühling 2015 gerechnet wird, scheint sich die Entwicklung von Threshold noch in einer äußerst frühen Phase zu befinden, wo sich noch drastische Änderungen vollziehen können. Daher sollte man die Informationen, die derzeit im Internet kursieren, nicht zu ernst nehmen und warten, bis Microsoft bereit ist, tatsächlich etwas anzukündigen.


Quellen: Microsoft | Neowin
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