Microsoft veröffentlicht Bilanz für das zweite Quartal 2014

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Microsoft hat am 22. Juli dieses Jahres den Finanzbericht für das zweite Quartal 2014 veröffentlicht, welches Microsofts viertem Geschäftsquartal entspricht. Das Unternehmen verzeichnete in diesem Zeitraum einen Umsatz von 23,38 Milliarden Dollar; dies kommt einer Zunahme in Höhe von 18% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gleich. Zwischen April und Juni des Jahres erreichte Microsoft einen Nettogewinn von 4,612 Milliarden Dollar. Der erzielte Gewinn entspricht übrigens einem Erlös von 0,55 Dollar pro Aktie.

Wie sich der insgesamte Umsatz auf die jeweiligen Geschäftsbereiche verteilt, ergibt sich aus der folgenden Darstellung:

Endbenutzer

  • Geräte und Endbenutzer-Lizenzierung: 4,694 Milliarden Dollar
  • Computing und Gaming-Hardware: 1,441 Milliarden Dollar
  • Handy-Hardware: 1,985 Milliarden Dollar
  • Geräte und Endbenutzer, andere: 1,880 Milliarden Dollar
Unternehmenskunden
  • Kommerzielle Lizenzierung: 11,222 Milliarden Dollar
  • Kommerziell, andere: 2,262 Milliarden Dollar
  • Unternehmen und andere: – 102 Millionen Dollar

Microsoft verkaufte 5,8 Millionen Lumia Smartphones im letzten Quartal

Nachdem man Ende April die Geräte & Dienste-Sparte von Nokia übernommen hat, fließen auch diese Zahlen in die Bilanz von Microsoft ein. Hier ist die Beeinträchtigung deutlich zu spüren. So sind die Gesamtkosten um 1,99 Milliarden Dollar gestiegen, wovon 1,93 Milliarden der Eingliederung der Geräte & Dienste-Sparte von Nokia geschuldet sind. Allerdings stehen diesem Betrag 1,99 Milliarden Dollar entgegen, die mit der Handy-Sparte generiert wurden. Die Kosten für Forschung und Entwicklung sind um 340 Millionen Dollar gestiegen, allein Nokia trug 275 Millionen Dollar dazu bei. Dass Microsoft in dem Zeitraum zwei Marketingabteilungen besaß, hat die Kosten um 454 Millionen Dollar erhöht, wovon 394 Millionen Dollar auf Nokia entfallen.

Erstmals gibt Microsoft auch die Zahlen der verkauften Lumia-Geräte an: Im letzten Quartal bzw. seit Abschluss der Übernahme wurden 5,8 Millionen Lumia-Smartphones verkauft. Davon seien die meisten Geräte aus dem Low-End Segment. Die anderen Nokia-Handys und Smartphones wurden dagegen 30,3 Millionen mal verkauft. Insgesamt machte die Abteilung einen (operativen) Verlust von 692 Millionen Dollar.

Umsatz durch Office 365, Azure und Bing nimmt zu

Der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte dennoch steigen. Dies liegt unter anderem daran, dass der Umsatz bei Geräten und Endbenutzer-Produkten um 42% auf 10 Milliarden Dollar stieg. Die Anzahl der Office 365 Home and Personal Abonnenten macht nun 5,6 Millionen aus, wovon etwas mehr als 1 Million im letzten Quartal hinzugekommen sind. Auch Bing ist deutlich stärker geworden und zwar hauptsächlich in den USA. Der Marktanteil der Suchmaschine beträgt nun 19,2 Prozent, sodass der Umsatz mit Werbeeinnahmen um 40 Prozent gestiegen ist.

Auch der Umsatz des an Unternehmenskunden orientierte Bereich von Microsoft konnte im letzten Quartal einen Anstieg von 11 Prozent auf 13,48 Milliarden Dollar verzeichnen. Dazu beigetragen hat eine elfprozentige Steigerung der Einnahmen durch Windows Volumenslizenzen, der um 147 Prozent gestiegene Umsatz mit kommerziellen Cloud-Lösungen und der steigende Umsatz mit Serverprodukten – wie Azure – um 16 Prozent. Hinzu kommt ein zweistelliges Wachstum bei SQL Server und System Center.

Surface Mini existierte tatsächlich

Das Microsoft Surface Pro 3 wurde als einziges Tablet auf Microsofts letzter Präsentation in New York vorgestellt, ganz entgegen den Erwartungen der anwesenden Journalisten. Danach tauchte das Surface Mini in der offiziellen Bedienungsanleitung auf, allerdings hätte es sich dabei auch um einen Fehler handeln können. Nun ist allerdings klar, dass Microsoft tatsächlich das Tablet nicht veröffentlicht hat. In der Presseaussendung erklärt Microsoft nämlich einen der Gründe für den Anstieg der Kosten. So seien Ausgaben für Bestandskorrekturen beim Surface RT und der Umstieg auf eine neue Generation ursächlich gewesen. Außerdem habe es eine Entscheidung gegen das Veröffentlichen eines neuen Formfaktors gegeben, was sich ebenfalls negativ auf das Ergebnis der Hardware-Sparte auswirkte.


Quelle: Microsoft
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