Nokia Lumias im Geschäftseinsatz beim Hamburger SV

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In der Vergangenheit haben wir euch bereits des Öfteren darüber informiert, wenn sich namhafte Unternehmen für den Einsatz von Geräten mit Microsofts mobilen Betriebssystemen entschieden haben. Die Gruppe, zu der unter anderem s.Oliver, Miele und O2 Deutschland zählen, hat nun mit dem Hamburger SV prominenten Zuwachs erhalten.

Wir hören schon die Spötter: Endlich sei das zusammengewachsen, was zusammen gehört – zwei unbewegliche Dinosaurier, die gegen den Abstieg kämpfen. Wir hingegen werden im Folgenden die tatsächlichen Gründe des Mittelständlers genauer beleuchten.

In einem internen Testlauf konnte Android nicht überzeugen, da es technisch nicht affine Mitarbeiter überforderte. Der IT waren außerdem die Unsicherheit in Bezug auf Updates, die daraus resultierende Fragmentierung sowie die herstellerspezifischen Oberflächen ein Dorn im Auge. Demgegenüber wurde iOS positiv angenommen, werden die Nutzer von diesem doch ähnlich stark geführt, wie es unter Windows Phone 8 der Fall ist. Da die Anschaffung von iPhones allerdings preisintensiv gewesen wäre, fiel die Wahl auf Nokias Lumia-Reihe.

Bei Windows Phone bekommen wir für deutlich unter 200 Euro ein gutes Business Phone, das allen Anforderungen entspricht und sich vernünftig managen lässt. Carlo Dannies, Leiter ICT

Darüber hinaus verspricht man sich von deren Anschaffung Synergien, setzen die Hamburger mit Exchange Server, Lync, Office, SharePoint und Dynamics (ERP-System) doch auch bei der restlichen Infrastruktur durchgehend auf Microsoft. Einige Tablets mit Windows 8 stehen derzeit ebenfalls zur Verfügung.

Verwaltet werden die Geräte ausschließlich mit Bordmitteln, Lösungen aus dem Hause Citrix oder die der Konkurrenten finden keine Verwendung. Richtlinien werden mittels des Exchange Servers ausgerollt, ebenso wird die die BitLocker-Verschlüsselung über diesen aktiviert und bei Bedarf greift man auf Remote Wipe zurück. Nach dem Update auf Windows Phone 8.1 werden zudem VPN und DirektAccess zum Tragen kommen.

Die Sicherheitseinstellungen verwalten Sie nur mit Bordmitteln?

Ja, die Exchange-Funktionalitäten sind völlig ausreichend. Wir sind ja auch keine Bank – Aufwand und Nutzen müssen im Verhältnis stehen. Wir evaluieren intern aber gerade eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Carlo Dannies, Leiter ICT

Die dreizehn Greenkeeper der HSV erhielten Lumias 620, welche dank einer spritzwassergeschützten Outdoorhülle vor den Gefahren des Arbeitsalltags sicher sind. Wahrlich ein Fortschritt, teilten diese sich doch zuvor einen einzigen PC. An die Mitarbeiter und das mittlere Management wurden Lumia 720 ausgegeben und ab der Ebene der Abteilungsleiter darf man sich über das Lumia 925 freuen. Als Vielflieger lobten letztere, dass sich die Brieftasche seit neustem  auf Apples Passbook-Karten versteht.

Obwohl wir und einige unserer Leser in diesem Punkt nicht ohne Vorbehalt zustimmen können, mangele es auch keineswegs an Apps. Ganz im Gegenteil, mit Anwendungen wie Nokia Here  und dessen Offline-Funktionalität würde sich Windows Phone positiv von seinen Mitbewerbern absetzen.

Man vermisst nichts: WhatsApp, Facebook, Twitter, Runtastic, Sportschau, Mediatheken – alles vorhanden. Carlo Dannies, Leiter ICT

Von den eigenen Anhängern wird man sich jedoch die Frage gefallen lassen müssen, warum dann immer noch keine offizielle App des unabsteigbaren Traditionsclubs zur Verfügung steht. Der deutsche Rekordmeister ist beispielsweise schon auf beiden Redmonder Plattformen vertreten.


Quelle(n): Mobile Business | Bildquelle(n): Imtech Arena

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Consultant. Outdoor-Sportler. Serienjunkie. Braucht Kaffee. Mag Bourbon und Habanos. Liebt Champagne-Powder.

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