
Micrsoft wird im Zuge der internen Umstrukturierung nach der Übernahme von Nokias Geräte & Dienste-Sparte, wo 32.000 neue Mitarbeiter dem Konzern beigetreten sind, bis Mitte 2015 insgesamt 18.000 Arbeitskräfte entlassen. Nach der ersten großen Entlassungswelle im Juli, als 13.000 Posten geräumt werden mussten, leerte Microsoft im September erneut 2.100 Stellen.
Berichten zufolge steht nun die nächste Welle bevor, von der rund 3.000 Mitarbeiter betroffen sind. In einem Statement bestätigte Microsoft, dass man einen weiteren Schritt unternommen habe, um den angekündigten Abbau von 18.000 Stellen abzuschließen. Diese betreffe mehrere unterschiedliche Länder und Geschäftsbereiche.
We’ve taken another step that will complete almost all the 18,000 reductions announced in July. The reductions happening today are spread across many different business units, and many different countries.
Wie ZDnet aus eigenen Quellen erfahren haben will, werden in dieser Runde hauptsächlich Stellen im Bereich des Human Resource-, Finanz-, Marketing- und IT-Bereichs gekürzt. Damit hat Microsoft sein Ziel, etwa 18.000 Stellen abzubauen erfüllt, eine vergleichsweise kleine Welle soll dennoch im Frühjahr 2015 folgen. Microsoft zählte nach der Übernahme von Nokias Geräte & Dienste-Sparte ungefähr 130.000 Mitarbeiter, während sich darunter 25.000 ehemalige Nokia-Mitarbeiter befanden.


Und? Erinnert sich überhaupt noch jemand and die Aktion die Nokia vor paar Jahren abgezogen hat? Mit ganz viel EU-Fördermittel und auch vom Bund schön Subventionen mitgenommen, zum Bau eines neuen Hauptstandortes in Deutschland, schnell nach Ablauf der Bindung alles aufgelöst und ab nach Rumänien, die nächsten EU-Gelder mitnehmen. Was für mich damals der Grund war kein Nokia mehr zu haben, was sich jedoch nach MS Übernahme geändert hat. So gesehen, sitzt MS nun auf nem Riesenpaket Altlasten, schlimm im Einzelfall, aber leider unumgänglich.
Dann hoffen wir das die Übernahme und die Entlassungen Früchte tragen! Ich hab die Befürchtung das die „Fanbasenähe“ und der direkte Support von NOKIA nicht bei MS weitergeführt wird. Aber ich lasse mich gerne positiv überraschen.
Shareholdervalue ist ganz wichtig! Rendite, Rendite, Rendite, … Die Vorstandsmitglieder sind auch nur Getriebene. Stets den Aufsichtsrat und die Aktionärsversammlung im Nacken und die Tantiemevereinbarung und due Vertragsverlängerung vor Augen.
Selbst aus nicht marktwirtschaftlicher Sicht: Doppelt besetzte Stellen bringen weder dem Unternehmen noch den Mitarbeitern Vorteile. Für beide Seiten entstehen ausschliesslich Nachteile. MS hat doppelt so hohe Lohnkosten und die Mitarbeiter wenig zu tun. Doppelte Personalkosten und Langeweile im Job bringen erst recht Unruhe ins Unternehmen.
Und da ist es auch egal, welchen „marktwirtschaftlichen Idealen“ ein Unternehmen folgt.
Wie so oft sind bei solchen Zusammenführungen von Unternehmen Entlassungen unvermeidlich und werden daher den Betroffenen schmackhaft gemacht. Ich habe nicht wirklich Ahnung, obs auch im Ausland oder eben bei MS solche Entlassungen sozialverträglich sind, aber in Deutschland ist sowas nicht einfach durchzuführen.
Solche Themen sollte man NICHT aus rein emotionaler Sicht behandeln. Das führt zu nichts. Definitiv.
Genauso sehe ich das auch. Man muss die Sache immer von 2 Seiten sehen.
Bei den ganze Übernahmen von Google läuft’s doch genauso, zum Teil noch krasser, da bleiben manchmal nur die Patente übrig.
Aber da wird in der Presse dann gesagt, das war lange benötigter Innovationsdruck. Lachhaft!
Fuck it…. Find es schon krass was die in Redmond liefern ist doch jede Kündigung ein Schicksal…. Und das alles trotz Gewinnsteigerung….
Kann ich nur zustimmen – seit der Internationalisierung der Wirtschaft und der Volkswirtschaft ist der Begriff der „sozialen Verantwortlichkeit“ von Unternehmen ersatzlos gestrichen, in D seit Schröder. Sinkende Reallöhne, der Trend (Zwang) zum Zweitjob, es gilt möglichst viele und billige Arbeitskräfte der Wirtschaft zur Verfügung zu stellen. Deshalb haben wir Ganztagskrippen (unmenschlich), Ganztagskindergärten und Ganztagsschulen, deshalb haben wir verkürzte Studiengänge (Bachelor).
Aktuelle Meldung von heute (Deutschland): Lanxess streicht 1200 Arbeitsplätze in Köln – wir sind einfach nur seit vielen Jahren derartige Meldungen gewohnt.
Warum seit der Industrialisierung? Und mal ganz ehrlich, es ist ja nicht der Markt der uns regiert.
Es tut mir leid, ich möchte dich hier nicht persönlich angreifen!, aber solche Aussagen ärgern mich maßlos.
Denn:
1) Steuern wir den Markt. Wir wollten billig, dann bekommen wir es auch! Ich kenne nur noch wenige die bewusst ihre regionale Wirtschaft unterstützen, und dafür auch in kauf nehmen tiefer in die Tasche zu greifen. Und Nein, mein Freundeskreis nagt nicht am Hungertuch. Natürlich gibt es Menschen die es sich nicht leisten können, Aber der Rest kauft doch auch billig. Hauptsache mit nem AMG zu Aldi fahren.
2) Wir lassen uns doch die Arbeitsbedingungen gefallen. Ich habe mehrfach meinen Job gewechselt weil mir die Bedingungen gestunken haben. Perfekt ist mein Arbeitsplatz noch immer nicht, aber immer ein bisschen besser. Meine schlechte Hälfte hat dafür 15 Jahre gebraucht, ist jetzt aber umso zufriedener.
Wenn gestreikt wird verstehen die Leute doch nur noch die Augen!
Wir tun immer so als ob wir nur Opfer wären. Dabei sind wir genauso die Täter. Darüber spricht nur meiner. Was soll ich als einzelne Person denn auch schon bewirken…
„Meine schlechte Hälfte […]“
Da ist wer schon länger verheiratet! 😀
Wie ‚User‘ schon zum ersten Kommentar angemerkt hat:
Warum nochmal meinst du sollte ein Unternehmen Stellen doppelt besetzen?
Ist ja jetzt nich so das die meisten die arbeiten wollen und referenzen von Nokia mitbringen oder eben Microsoft nich wieder was finden ja ist doof wenn stellen wegfallen aber was willst du lieber 18k stellen oder das gesamte unternehmen was Insolvenz anmeldet weil die personalkosten überlaufen? Habs selbst erlebt und wer Arbeit will und gute Arbeit abliefert findet in der Regel immer was so meine erfahrungen
Selbst aus nicht marktwirtschaftlicher Sicht: Doppelt besetzte Stellen bringen weder dem Unternehmen noch den Mitarbeitern Vorteile. Für beide Seiten entstehen ausschliesslich Nachteile. MS hat doppelt so hohe Lohnkosten und die Mitarbeiter wenig zu tun. Doppelte Personalkosten und Langeweile im Job bringen erst recht Unruhe ins Unternehmen.
Und da ist es auch egal, welchen „marktwirtschaftlichen Idealen“ ein Unternehmen folgt.
Wie so oft sind bei solchen Zusammenführungen von Unternehmen Entlassungen unvermeidlich und werden daher den Betroffenen schmackhaft gemacht. Ich habe nicht wirklich Ahnung, obs auch im Ausland oder eben bei MS solche Entlassungen sozialverträglich sind, aber in Deutschland ist sowas nicht einfach durchzuführen.
Solche Themen sollte man NICHT aus rein emotionaler Sicht behandeln. Das führt zu nichts. Definitiv.
Erstaunlich…der Beitrag zu Whatsapp hat bis dato 174 Kommentare…dieser Beitrag gerade mal 7
Naja es ist ja auch nichts neues. Die 18.000 sind als Ziel gesteckt und jeden Monat arbeitet man sich halt näher an das Ziel ran.
Und alles nur der Rendite wegen… 🙁
Hi Nein. Die Stellen die weggefallen, sind die die nun doppelt besetzt sind. Vor allem in der Verwaltung z.B.
Kein Unternehmen der Welt benötigt doppelt so viele Mitarbeiter wie notwendig.
Zudem werden die Mitarbeiter nicht einfach so entlassen. Viele gehen in Altersteilzeit oder eben ganz in Rente und nehmen sogar noch eine Abfindung mit.
Auch wenn Microsoft wie jedes andere Wirtschaftsunternehmen in der kapitalistischen Welt „sparen“ muss, wird von den Entlassenen niemand mit leeren Händen dastehen.
Jede weitere Schwarzmalerei ist spekulativ und entbehrt jeglicher Diskussionsgrundlage.
Dank BWL kann man sich alles so hinrechnen, wie man will
@Paddel, User hat mit seiner Ausführung vollkommen recht, aber Du beweist mit deinem Kommentar, dass Du keine Ahnung von Betriebswirtschaft und der Realität hast.
+1
Nur weil User das Vorgehen Microsofts aus marktwirtschaftlicher Sticht korrekt beschrieben hat bedeutet nicht, das Paddel mit seinen Kommentar unrecht hat.
Meine Aussage beschränkt sich auch noch auf Microsoft.
Im Prinzip muss ich den Marktwirtschaftlichen Aspekt recht geben, aber, was ist Marktwirtschaft? Unterschiedliche Teilnehmer am Wirtschaftskreislauf haben auch unterschiedliche Ansichten.
Selbst aus nicht marktwirtschaftlicher Sicht: Doppelt besetzte Stellen bringen weder dem Unternehmen noch den Mitarbeitern Vorteile. Für beide Seiten entstehen ausschliesslich Nachteile. MS hat doppelt so hohe Lohnkosten und die Mitarbeiter wenig zu tun. Doppelte Personalkosten und Langeweile im Job bringen erst recht Unruhe ins Unternehmen.
Und da ist es auch egal, welchen „marktwirtschaftlichen Idealen“ ein Unternehmen folgt.
Wie so oft sind bei solchen Zusammenführungen von Unternehmen Entlassungen unvermeidlich und werden daher den Betroffenen schmackhaft gemacht. Ich habe nicht wirklich Ahnung, obs auch im Ausland oder eben bei MS solche Entlassungen sozialverträglich sind, aber in Deutschland ist sowas nicht einfach durchzuführen.
Solche Themen sollte man NICHT aus rein emotionaler Sicht behandeln. Das führt zu nichts. Definitiv.
Dito
Solch ein Spruch führt zu einer Diskussion, die nur emotional und ohne jedweden Bezug zur marktwirtschaftlichen Realität geführt werden wird. In meinen Augen ist solch ein Spruch Hetze gegen Microsoft, so wie damals gegen Nokia.