Sprout: HP stellt Desktop-PC mit neuartigem Bedienkonzept vor

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HP Sprout

Microsoft hat mit Windows 8 einen komplett neuen Weg eingeschlagen und es dauerte einige Zeit bis sich PC-Hersteller auf den neuen Fokus auf Bedienung mit Touch umgestellt haben. Die meisten seitdem verkauften Desktop-PCs haben sich allerdings wenig verändert oder haben in manchem Fällen lediglich einen Touchscreen bekommen. Windows 8 ist am 23. Oktober 2 Jahre alt geworden und seit dem Release haben die Redmonder einiges an ihrem Betriebssystem verändert, um es auch auf traditionellen PCs besser nutzbar zu machen. Viele Hersteller haben neben Tablets und Touch-Notebooks mit Windows auch im Desktop-Bereich neue Konzepte erprobt und „portable“ All-In-One-PCs mit 21-Zoll großen Touchdisplays und Akkus präsentiert. Weiter hat man es mit der Entwicklung in diesem Bereich allerdings nicht gewagt.

Erstmals hat HP einen Desktop-PC gezeigt, der endlich das Potenzial von Windows 8 ausschöpft. Der HP Sprout kommt ohne Maus und Tastatur zurecht und besitzt stattdessen eine 3D-Kamera und ein Touchpad in etwa in der Größe des Displays, worauf Inhalte projiziert werden. So kann das riesige Touchpad beim Schreiben eine Tastatur anzeigen, aber auch zum Bearbeiten von Dokumenten mittels Stift genutzt werden. Das auf das Touchpad projizierte Interface ändert sich im Abhängigkeit zum Verwendungszweck und hierin liegt wohl auch das größte Potenzial von HPs Sprout. Bei Spielen muss nicht das traditionelle Tastatur-Layout verwendet werden, sondern eines, das zum Spielen des jeweiligen Titels geeignet ist. Bei Foto- und Videobearbeitung können einzelne Ausschnitte quasi auf dem Schreibtisch betrachtet und mit höherer Präzision bearbeitet werden. Mit diesem Konzept schafft es HP, das auf den Desktop-PC umzusetzen, was man mit touchbasierten Smartphones schon von Anfang an vorhatte und wandelt dies sogar in eine produktive Lösung um. Die Eingabe mit Maus und Tastatur ist zwar angenehm und nicht gewöhnungsbedürftig, allerdings nicht variabel und für jede Anwendung gleich. Wer doch Tastatur und Maus benötigt, kann diese kurzerhand per USB anschließen.

Spezifikationen im Überblick:

    • Display: 23-Zoll LED-Backlit LCD Touchdisplay  mit FullHD-Auflösung (1920 x 1080)
    • Prozessor: Intel Core i7-4790S
    • Grafik: Nvidia Geforce GT745A mit 2GB GDDR3 Grafikspeicher
    • Arbeitsspeicher: 8GB PC3-12800 DDR3-1600 SDRAM (erweiterbar auf bis zu 16GB)
    • Speicher: 1TB SATA 6G SSD/HDD Hybrid mit 8GB Flash-Speicher
    • Touchpad: 20-Zoll Touchpad (Eingabe mit bis zu 20 Fingern) mit extrem widerstandsfähiger Oberfläche
    • Stylus: Adonit Jot Pro Stylus
    • Sound: DTS Sound
    • Konnektivität: Blluetooth 4.0, WLAN 802.11a/b/g/n Dual-Band
    • Anschlüsse: 2 x USB 2.0, 2 x USB 3.0, 3-in-1 Kartenleser
    • Tastatur und Maus: Wireless Chicklet-Keyboard, optische Maus
    • Preis & Verfügbarkeit: ab 9.11. zum Preis von 1988,99 Dollar

HP ist seit jeher als Hersteller vertreten und hatte vor allem in letzter Zeit einen eher schlechten Ruf: So wurde der Konzern aufgrund seiner Konzentration auf den Business-Sektor von jüngeren Konsumenten stets als altmodisch und spießig wahrgenommen. Mit seinem zunehmenden Engagement in günstige Windows-Geräte und in neuartige Konzepte dürfte HP dies relativ schnell wieder korrigiert haben. Andere Hersteller, die in den letzten beiden Jahren keine ähnlich innovativen Konzepte verfolgt haben, sollten spätestens jetzt damit angefangen haben. Selbstverständlich dürfte dieses Produkt erster Generation noch nicht gänzlich ausgereift sein, allerdings wird sich in Zukunft sicherlich ein Trend zu weiteren neuartigen Bedienkonzepten bemerkbar machen. Wenn man sich nun an die Aussage vieler Hersteller erinnert, Windows 8 sei an den schlechten Verkäufen von PCs schuld, fragt man sich, weshalb diese nicht von Beginn an solche Konzepte in die Tat umgesetzt haben.


via drwindows.de | Quelle: HP

Über den Autor

23 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de, Windows Insider MVP.

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Gomorrha
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Gomorrha

ich will so ein ding und wenn es dann noch mit wp zusätzlich steuerbar/erweiterbar ist, aber dann na hallo

Dauerburner
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Dauerburner

Sehr interessantes Konzept 🙂

CopyConstructor
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CopyConstructor

„Eingabe mit bis zu 20 Fingern“

Für Aliens und Split-Screen am runden Tisch..

Spass beiseite: Tastatur ohne definierten Anschlags Punkt: Für Spiele oder zum schnell Schreiben mit 10 Fingern? Ich glaube nicht das das Sinn macht.

Tichondreus
Mitglied
Tichondreus

Jeder kennt das Problem des Fortschritts… Ohne Maus und Tastatur wird es niemals gehen… Jaja schwachsinn, oder haben heutige Smartphones noch eine feste Alpha numerische Tastatur ??? Ich finde es cool und es erinnert mich sehr stark an minority report.
Bin mal gespannt was daraus wird.
Um es mit dem Worten von Barney Stinsen zu sagen „neu ist immer besser“…

snowboarderx
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snowboarderx

Vor 2 Jahren konnte ich noch auf meinem alten N73 blind Texte schreiben. Und so oft vertippt wie jetzt hab ich mich damals auch nicht.

Nur weil der „Fortschritt“ etwas verdrängt hat, ist es nicht gleich besser. Hat alles vor und Nachteile.

jorime
Mitglied
jorime

Absolut! Hab das N73 und N97 benutzt. Geht nix über haptisches Feedback beim Tippen. Beim Handy hab ich leider keine Wahl, mein Asus Transformer Book nutz ich aber 90% der Zeit mit Tastatur, weils auch auf 10 Zoll einfach nur n Krampf ist aufm Display zu schreiben; zumindest mit den aktuellen Lösungen.

Tichondreus
Mitglied
Tichondreus

Also dadurch das ich über zwei Meter groß und 140kg bin und wiege, habe ich sehr große Finger, jedoch stört mich das kleine Display kaum beim tippen

jorime
Mitglied
jorime

Geht nicht um die Größe der Tasten, sondern dass du sie nicht fühlen kannst. Du kannst nicht blind schreiben. Musst immer konzentriert auf die onscreen Tastatur starren, damit du weißt, wo du mit den Fingern bist. Dabei ist der geschriebene Text aber aus dem Fokus. Man merkt so oft erst am Ende des Satzes, dass man mittendrin irgendwas völlig anderes getippt hat als man wollte oder beim wischen des Textes mal wieder „Viehzucht“ statt „vielleicht“ geschrieben wurde. Finds einfach nur müßig im Vergleich zu echten Tasten.

MasterHoop
Mitglied
MasterHoop

Wenn es nicht von HP wäre, wäre es interessant. Aber was sie mit Compaq und Palm gemacht haben ging gar nicht. Wer meine Lieblingsprodukte killt, hat bei mir verloren, sry. mH

ASOnline
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ASOnline

Ja seit der Palm Geschichte mache ich auch einen großen Bogen um hp. Wie die WebOS in den Sand gesetzt haben war echt schlimm.

KCH78
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KCH78

Ja, WebOS war zu der Zeit das beste OS und Android weit voraus

marian
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marian

Hier noch ein ausführlicheres Video , mit weiteren Anwendungsbeispielen: http://bcove.me/irpz45aa

Le-alpha
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Le-alpha

Nichts auf der Welt kann knöpfe/tasten kompl. ablösen. Das ist einfach total absurd. Ich finde der Anfang ist zwar gemacht aber es wird ne lange Zeit brauchen, sich da hinzufinden.

DrHasenbein
Mitglied
DrHasenbein

Aber wenn HP das gut umsetzt, sodass man vernünftig damit arbeiten kann, warum nicht. Ich würde mir gerne selbst mal ein Bild davon machen. Vielleicht vermisst man die fehlenden Tasten ja gar nicht so arg.

KCH78
Mitglied
KCH78

+1

Susanne
Mitglied
Susanne

Haben wir nicht neulich einen Film gesehen, wo die Microsoft Tüftler ein einer Oberfläche arbeiten, die je nach Anforderungen einen Druckpunkt auf dem Display erzeugen können? Das kombiniert mit diesem riesen Touchpad wär doch auch denkbar. Dann hätte man die Knöpfe immer da, wo und dann, wenn sie gebraucht werden. Klingt genial 😉

winwin
Mitglied
winwin

Ausgerechnet der PC soll analoge Artefakte über die Zeit retten?

KCH78
Mitglied
KCH78

Klasse Konzept, wer weiß, was sich daraus entwickelt

Manfredk1
Mitglied
Manfredk1

Cooles Teil! Der Preis ist auch sehr attraktiv,könnte meinen alten Hp ablösen!

Armin Osaj
Editor

Hört sich interessant an, aber ich denke es wird sich eh nicht durchsetzen! 😉