Weitere Informationen zu Microsofts ‚Spartan‘-Browser aufgetaucht

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Microsoft Spartan Halo

Erst kürzlich haben wir darüber berichtet, dass Microsoft an einem neuen Browser für Windows 10 arbeitet. Dabei soll es sich allerdings nicht um eine aktuellere Version des Internet Explorers handeln, sondern um einen Browser mit überarbeiteter Trident-Engine, der aktuell unter dem Codenamen „Spartan“ entwickelt werden soll. Spartan soll jene Internet Explorer-Version, sei es 11 oder 12, nicht ablösen, sondern damit koexistieren und Features bieten, die den Microsoft-Browser wieder auf Augenhöhe mit Firefox und Chrome bringen sollen. Der Internet Explorer soll aus Gründen der Abwärtskompatibilität aber weiterhin im Einsatz sein, Spartan soll hingegen der Standardbrowser in Windows 10 sein. Nun sind weitere Informationen zu Spartan aufgetaucht, die auch handfeste Anhaltspunkte bieten.

Einige Funktionen will nun The Verge aus Kreisen, die mit den Plänen des Unternehmens vertraut seien, enthüllt haben. Der neue Browser soll nämlich Unterstützung für „inking“ (Deutsch: einfärben) bieten. Dies ermöglich es, mit einem Stift auf einer Webseite zu malen, markieren oder zu kritzeln und diese Kopie der Seite an Freunde zu versenden. Den Dienst dafür wird Microsoft selbst zur Verfügung stellen und die Notizen werden über OneDrive geteilt, wo sie auf sämtlichen Plattformen angezeigt werden können.

Das zweite große Feature von Spartan sei die Integration von Cortana. Der digitale Assistent soll dazu genutzt werden, relevante Informationen für den Nutzer sofort ersichtlich zu machen. Nutzt man beispielsweise Cortana, um einen Flug zu verfolgen, so wird bei der Suche nach der Fluglinie in der Adressleiste die jeweilige Information vorgeschlagen.

internet-explorer-11-logo

Weitere Funktionen betreffen beispielsweise die Zusammenfassung mehrerer Tabs zwecks Übersichtlichkeit. Spartan soll es Nutzern erlauben, die Registerkarten selbst nach eigenen Kriterien anzuordnen und somit Tabs für die Arbeit von jenen für Zuhause zu trennen. Microsoft hatte außerdem die Unterstützung für eigene Gestaltungen für den Browser geplant, daran allerdings nicht für die finale Version von Windows 10 festgehalten. Stattdessen soll diese Funktion noch im Laufe der Zeit als Update ausgeliefert werden.

Im Bezug auf die Updates wird sich ebenfalls noch einiges ändern, denn der Microsoft-Browser soll auf Smartphones, Tablets und Desktop-PCs funktionieren. Daher werden die Updates zukünftig nicht mehr über das konventionelle Windows-Update ausgeliefert, sondern die App soll im Windows Store verfügbar sein und dort selbstverständlich auch die Aktualisierungen beziehen. Somit kann Microsoft die Update-Zeiten reduzieren und neue Funktionen schneller ausrollen. Der Spartan-Browser werde anfangs allerdings keine Universal App sein, sondern in Form einer Desktop-App und einer Modern-App für Smartphones und Tablets im Windows Store erhältlich sein.

Spartan Windows 10 1Spartan Windows 10

Microsoft werde das Design von Spartan auf Smartphones, als auch auf Tablets und dem Desktop sehr ähnlich halten. Wenngleich jüngst einige Bilder auftauchten, die den Browser angeblich zeigen, so sind diese nicht nur unscharf und verschwommen, sondern geben auch nur geringe Hinweise auf das Design. Während die Screenshots, die BGR verbreitete, nicht den neuen Browser zeigen, könnte auf den Bildern von Neowin tatsächlich Spartan zu sehen sein. Bis zur Vorstellung der finalen Version könnten sich jedoch einige Änderungen ergeben haben.

Da es sich bei Spartan um einen Codenamen handelt, ist bisher unklar, welchen finalen Namen der Browser in Windows 10 haben könnte. Dies soll spätestens auf der Pressekonferenz am 21. Januar geklärt werden, auf der Microsoft einige Neuerungen in Sachen Consumer-Features für Windows 10, auch für Smartphones und Tablets, präsentieren wird.


Quelle: The Verge, Neowin

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