Todoist: Nach der Übernahme von TaskCrunch eine Alternative zu Wunderlist?

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Zweifelsohne ist OneNote nicht nur das am meisten unterschätzte, sondern auch das vielseitigste Programm aus Microsofts Office-Paket. Zur plattformübergreifenden Aufgabenverwaltung eignet es sich dennoch nur bedingt. Viele unserer Leser greifen deshalb zu Wunderlist. Mangels (offizieller) Alternativen ist dies gleichfalls unsere Wahl. Da die App jedoch funktionell hinter den Versionen für iOS und Android zurückbleibt, sind wir jederzeit offen für andere Lösungen:

Todoist hat vor wenigen Tagen den inoffiziellen Client TaskCrunch für Windows Phone 8.1 übernommen. Dessen Entwickler, Jan Kratochvil, verstärkt zudem ab sofort das Entwicklungsteam. Es ist daher an der Zeit, euer Augenmerk auf den Konkurrenten von Wunderlist zu lenken.

Wunderlist versus Todoist – wo liegen die Unterschiede?

Im Gegensatz zu Wunderlist ist Todoist auf nahezu jeder Plattform vertreten. Lediglich Windows Phone und Windows 8/RT werden nicht unterstützt. Dafür existiert ein Programm für den Desktop (Windows). Zudem stehen unter anderem Add-ons für Outlook, Firefox und Chrome bereit.

Optisch unterscheiden sich die beiden Kontrahenten ebenfalls deutlich. Dem teils verspielten Design von Wunderlist setzt Todoist eine helle, minimalistische Oberfläche entgegen. Uns gefällt dies. Schließlich sollen To-do-Listen nicht ihrer Schönheit wegen zum Betrachten einladen, sondern bei der Selbstorganisation helfen. Auf unnötiges Beiwerk kann dabei verzichtet werden.

In puncto Funktionsumfang hat Wunderlist dafür stark aufgeholt. Unterschiede sind kaum noch auszumachen, sofern man die Universal-App für unsere mobilen Betriebssysteme beim Vergleich außen vor lässt. Bleibt nur zu bemerken, dass Todoist die Vorreiterrolle zukommt. Während Wunderlist erst vor Kurzem Ordner und „Quick Add“ eingeführt hat, standen vergleichbare Funktionen den Nutzern des Wettbewerbers schon seit längerem zur Verfügung.

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TaskCrunch

Nur selten können Apps von Drittanbietern den offiziellen das Wasser reichen. TaskCrunch macht da keine Ausnahme. Beispielsweise wandelt es das „geschriebene Wort“ nicht in Aufgaben um. Ebenso ist das Design auf den mobilen Geräten aus dem Hause Apple gefälliger. Schlecht ist die Anwendung dennoch nicht. Die wichtigsten Funktionen sind an Bord, die Synchronisation funktioniert reibungslos und das Live Tile dient als Ersatz für das Widget unter iOS.

Trotz der Übernahme durch Todoist sollte allerdings nicht darauf spekuliert werden, dass aus TaskCrunch in Kürze eine offizielle App erwächst. Den Weg des Telegram Messengers (Ngram) wird man wohl nicht gehen, zumal Kratochvil sich vornehmlich der Pflege des Desktop-Programmes sowie des Add-ons für Outlook widmen soll. Dies bedeutet aber keineswegs, dass Nutzer von TaskCrunch zukünftig auf neue Funktionen und kontinuierliche Pflege verzichten werden müssen. Da der Entwickler nun an der „Quelle“ sitzt, ist eher das Gegenteil zu erwarten.

Preis

Wunderlist lässt sich weitestgehend kostenlos nutzen. Nur wer mit den Beschränkungen in Bezug auf Teilnehmerzahl und Dateigröße nicht leben kann, wird zur Kasse gebeten. Todoist hingegen macht nur als Premium-Variante Sinn. Andernfalls muss man sogar auf Push-Mitteilungen verzichten, die zuletzt noch nicht einmal zuverlässig funktionierten. Pro Tag werden läppische sechs Cent fällig, was sich im Jahr auf 23,00 Euro summiert.

Hinweis: Kunden der Telekom können Wunderlist Pro 12 Monate gratis nutzen.

TaskCrunch (1,99€, kostenlos testen) – ab Windows Phone 8.1

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Todoist (kostenlos) – Windows (Desktop), Outlook Add-on & weitere Plattformen

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(Bild-)Quelle(n): Todoist, Todoist via Windows Central

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Consultant. Outdoor-Sportler. Serienjunkie. Braucht Kaffee. Mag Bourbon und Habanos. Liebt Champagne-Powder.

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