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[Update: Snapchats CEO meldet sich zu Wort] Rudy Huyn veröffentlicht 6discover…und bekommt Ärger

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In einem früheren Artikel haben wir Rudy Huyn einmal als „Feuerwehrmann von Windows Phone“ bezeichnet. Nach diesem würde immer dann gerufen, wenn ein Startup Microsofts mobiles Betriebssystem nicht berücksichtige. Bekanntlich gibt es hiervon mehr als genug.

Der populäre Entwickler scheint auf jeden Fall weiterhin gewillt zu sein, die „App-Brände“ zu löschen. Gestern Abend kündigte er auf Twitter an, dass in Kürze eine sechste Anwendung die 6App-Kollektion ergänzen werde:

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Somit ist bereits jetzt eines sicher: Es wird sich um einen alternativen Client für ein/en soziales Netzwerk/Messenger handeln.

Wird Snapchat aka 6Snap etwa zurückkehren? Nein, diese Hoffnung solltet ihr begraben. Unserer Ansicht nach dürfte der Zug hierfür endgültig abgefahren sein. Vielmehr tippen wir auf eine Periscope-App. Ist der Dienst doch zusammen mit Meerkat zurzeit in aller Munde. Eine Periscope/Meerkat-App kommt ebenfalls nicht in Betracht:

Uns und euch bleibt daher nur abzuwarten. Bald sind wir schlauer. Oder habt ihr eine Idee?

Update 16.04.2015: Die App steht nun zum Download bereit und trägt den Namen 6discover. Und tatsächlich, sie hat doch etwas mit Snapchat zu tun. Allerdings nicht so, wie die meisten von euch es sich wünschen würden. Unter der Bezeichnung „Snapchat Discover“ verbreitet der Messenger redaktionelle Inhalte von CNN, National Geographic, ESPN, Comedy Central und anderen Anbietern (keine deutschsprachigen). Dank Rudy Huyns neuster Schöpfung müssen Nutzer von Windows Phone 8.1 zumindest auf diese Funktion nicht mehr verzichten.

Update: 17.04.2015: Wenn man eines Snapchat nicht vorwerfen kann, dann dass sie nicht wüssten, was außerhalb von iOS und  Android vorginge. Die Anwälte des Unternehmens werfen Rudy Huyn Verstöße nach US-amerkianischen Staats- und Bundesrecht vor, aufgrund nicht genhemigter Vervielfältigung der Inhalte.

6discoveranwalt

Im Klartext: Es geht um Geld. 6discover nutzt dieselben Inhalte wie die originalen Versionen für iOS und Android, ohne dass Snapchat oder die Anbieter der Inhalte hierzu je ihr Einverständnis erklärt hätten. Zudem erhebt die App bewusst keine Nutzungsdaten. Auf Basis dieser handelt das Unternehmen jedoch die Vergütung mit seinen Geschäftspartnern aus.

Gut möglich daher, dass auch diese App in Kürze aus dem Windows Phone Store verschwinden wird – zurecht! Zwar hat Huyn angeboten, die notwendigen Funktionen zur Auswertung des Nutzungsverhalten nachzureichen, allerdings ist nicht davon auszugehen, dass Snapchat hierauf eingehen wird. Zumal CEO Evan Spiegel grundsätzlich nicht viel von Windows Phone hält. Schon mehrmals hat er sich in der Vergangenheit abfällig über Microsofts mobiles Betriebssystem geäußert.

Update 18.04.2016: Normalerweise hält es Evan Spiegel gar nicht für notwendig, auf Anfragen von Kachelfans zu antworten. Auf  Twitter hat er nun aber immerhin zur Causa „6discover“ Stellung bezogen. Das Einschalten seiner Rechtsanwälte erklärt er damit, dass Snapchat das geistige Eigentum seiner Partner schützen müsse:

https://twitter.com/evanspiegel/status/589198655199969280

Nach dieser Aussage stellt sich uns jedoch folgende Frage: Wenn es unter Windows Phone genug Nutzer gibt, um einen Rechtsstreit heraufzubeschwören, ist deren Zahl dann nicht auch im Umkehrschluss ausreichend, um die Entwicklung einer offiziellen App betriebswirtschaftlich zu rechtfertigen? Trotz der vorhanden Antipathie? Oder schießt man hier gerade lediglich mit Kanonen auf Spatzen?

Herunterladen (kostenlos) – ab Windows Phone 8.1

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(Bild-)Quelle(n): Windows Central

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Consultant. Outdoor-Sportler. Serienjunkie. Braucht Kaffee. Mag Bourbon und Habanos. Liebt Champagne-Powder.
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