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Lenovo Tour: Unsere Eindrücke vom Yoga 3 Pro, ThinkPad Helix 2, Horizon 2e & U430P

Lenovo Tour

Vor wenigen Wochen hat Lenovo seine Kennenlern-Tour abgeschlossen. Ganze 5.000 Kilometer wurden von den Mitarbeitern in einem schwarzen VW-Bus zurückgelegt, um 22 Blogger aus ganz Deutschland zu besuchen, sich Feedback zu holen und ihnen aktuelle Geräte-Highlights zu präsentieren. Gesprochen wurde vom Yoga 3 Pro, dem neuen ThinkPad Helix, dem Horizon 2e All-in-One PC und mehr.

Natürlich war auch der Superfish-Skandal ein Thema und obwohl Informationen dazu noch nicht gegeben werden konnten, erlangten wir das Gefühl, dass Lenovo aus dieser Krise nur gestärkt herausgehen wird.

Yoga 3 Pro

Lenovo Yoga 3 Pro display seitlich
Das Highlight der Tour war für uns zweifellos das Consumer-Flaggschiff des chinesischen Herstellers, nämlich das Lenovo Yoga 3 Pro. Dabei handelt es sich um ein ultradünnes und wunderschönes 13,3-Zoll Convertible, das wir Lenovo in vieler Hinsicht nicht zugetraut hatten. Zweifellos ist Lenovo spätestens seit der ThinkPad-Modellpalette für günstige und gleichzeitig gut verarbeitete Geräte bekannt, denen es auch nicht an Leistung mangelt – Design war aber eher selten ein Alleinstellungmerkmal, zumindest im positiven Sinn.

Lenovo Yoga 3 Pro Scharnier Hinge
Daher hebt sich das Yoga 3 Pro auch weitgehend von früheren Geräten ab. Es ist mit einer Tiefe von lediglich 12,8 Millimetern unglaublich dünn und mit 1,2 Kilogramm für ein Convertible verhältnismäßig leicht. Seinen Namen hat es, weil es dank seines Scharniers vollständig um 360 Grad geklappt werden kann. Das Scharnier besteht laut Lenovo aus über 800 handmontierten Einzelteilen aus Stahl und Aluminium und erinnert vom Design an das Metallband einer Armbanduhr. Dies sieht nicht nur sehr edel aus, sondern fühlt sich auch genauso an. Beim Schütteln klappert es zwar genauso leise wie bei einer Metallarmbanduhr, aber ein Notebook schüttelt man üblicherweise deutlich seltener, daher dürfte es weder stören, noch im Alltag weiter auffallen.

Lenovo Yoga 3 Pro Display
Als Tablet kann man es dank dieses Scharniers und des eingebauten Touchscreens zwar ebenfalls verwenden, zwingend willl man das aber nicht tun. Mit 13,3-Zoll ist es zur Verwendung nur dann wirklich gut, wenn es im Schoß liegt. Die Nutzung wie ein übliches 8- bis 10-Zoll Tablet dürfte schon nach kurzer Zeit anstrengend werden. Der Zelt-Modus, bei dem man das Display um 270 Grad neigt und verkehrt aufstellt, ist das vermutlich einzig praktische Nutzungsszenario dieses Scharniers. Man kann das Convertible so abstellen, dass die Tastatur keinen Platz verbraucht und dadurch Fotos und Videos in aller Gemütlichkeit betrachten.

Hierzu ist auch das hochauflösende QHD-Display hervorragend geeignet, welches mit einer großartigen Farbdarstellung brilliert, von der man sich in Kombination mit der Schärfe kaum sattsehen kann. Einziger Nachteil dieses hochauflösenden Displays ist die relativ starke Spiegelung, welche die Verwendung in hellerer Umgebung durchaus schwierig macht.
Der erste Eindruck von diesem Gerät ist insgesamt sehr positiv, vor allem aufgrund der soliden Verarbeitung und des schönen Designs. Die Performance des verwendeten Intel Core M-Prozessors dürfte für alltägliche Arbeiten ausreichen. Über die Akkulaufzeit kann vor einem ausführlichen Test allerdings noch nichts gesagt werden.

Lenovo Horizon 2e, ThinkPad Helix und U430p

Lenovo Horizon 2E
Außerdem durften wir uns einen ersten Eindruck vom Lenovo Horizon 2e machen, der 21,5-Zoll All-in-One PC ist vor allem für Multimediawiedergabe in Privathaushalten gedacht. Der Unterschied zu typischen All-in-One PCs ist jener, dass der Horizon einen integrierten Akku sowie einen Kickstand besitzt. Dadurch kann das Gerät einerseits als gewöhnlicher Desktop-PC verwendet werden mit Maus und Tastatur, andererseits liegend. Dafür hat Lenovo auch eine App mit einem weiteren Interface entwickelt, das von mehreren Nutzern gleichzeitig verwendet werden kann. Damit lassen sich Spiele spielen, wozu man auch Joysticks anbietet, oder Medien betrachten. Zur Demonstration spielten wir eine Runde Air Hockey darauf, was zwar funktioniert, aber nicht immer ganz zuverlässig.

Lenovo ThinkPad Helix 2 (2)
Mit dem ThinkPad Helix der ersten Generation hat Lenovo im Convertible-Markt ordentlich vorgelegt und bot ein beeindruckendes Paket aus Hardware und Mobilität, das Design spielte dabei aber eher eine untergeordnete Rolle. Die zweite Generation des Helix ist mit einem stromsparenden und lüfterlosen Intel Core M-Prozessor ausgestattet, womit man Gewicht und Tiefe reduzieren konnte. Dementsprechend hat sich auch das Design verändert, das nun genauso funktional, aber etwas schlichter und unkomplizierter aussieht.

Trotzdem ist es aufgrund einer Größe und des Gewichts nicht zwingend als Tablet im mittlerweile traditionellen Sinn verwendbar. Als Notebook-Ersatz ist es durchaus vorstellbar, solange man lediglich einfache Arbeiten damit erledigen will. Das 11,6-Zoll große Display löst weiterhin mit FullHD auf und besitzt ein gute Farbreproduktion sowie Blickwinkelstabilität, kann allerdings von den Kontrasten her nicht mit preislich ähnlich positionierten Geräten konkurrieren. Zudem reflektiert es sehr stark, was die Bedienung im Sonnenlicht schwierig bereiten dürfte.

Lenovo U430P

Mit dem U430p hat Lenovo einen Nachfolger zum erfolgreichen U330p vorgestellt, das im unteren Preisbereich des Ultrabook-Markts positioniert war. Der Nachfolger ist mit einer Diagonale von 14-Zoll etwas größer und mit einem Preis von 699 Euro etwas teurer geworden. Mit einer dedizierten Grafikkarte, mehr Arbeitsspeicher und eingebauter SSD ist es allerdings auch etwas besser ausgestattet, zumindest was die Spezfifikationen betrifft.
Weiterhin ist ein HD Display verbaut, das erfreulicherweise nicht spiegelt, dafür aber weder mit einer soliden Blickwinkelstabilität, noch mit einer guten Farbdarstellung aufwarten kann. Es wirkt daher etwas günstiger als das grundsolide IPS-Display des Vorgängers, weswegen das mittlerweile günstigere U330P durchaus als Alternative dazu in Betracht gezogen werden kann.

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"Entdeckung besteht darin, den gleichen Gegenstand wie alle anderen zu betrachten, sich aber etwas anderes dabei zu denken."
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