
Einem aktuellen Bericht der Seattle Times zufolge soll eine Unternehmerin einen Schadenersatz in Höhe von 10.000 US-Dollar nach Beilegung eines Rechtsstreits mit Microsoft erhalten haben.
Die Dame aus Sausalite, Kalifornien, hat eigenen Angaben zufolge noch nie von Windows 10 gehört und festgestellt, dass ihr PC das kostenlose Upgrade ohne ihrer Erlaubnis heruntergeladen hatte. Der PC sei nach dem Upgrade oft abgestürzt und war lange Zeit nicht benutzbar, was ihr in ihrem Unternehmen Probleme bereitet hätte. Sie habe daraufhin den Microsoft-Support kontaktiert, der das Problem nicht lösen konnte. Die Rollback-Frist auf Windows 7 hatte, welche 30 Tage lang gegeben ist, hatte die Dame verstreichen lassen. Also zog Teri Goldstein vor Gericht und verlangte Schadenersatz für verlorene Einnahmen und die Kosten für einen neuen Computer. Microsoft und die Unternehmerin einigten sich schließlich auf 10.000 US-Dollar, jedoch ist sich Microsoft keiner Schuld bewusst. Ein Unternehmenssprecher habe verlauten lassen, dass man nicht berufen hätte, um weitere Kosten der Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden.
In den USA ist es üblich, dass Unternehmen sich mit den Klägern auf Schadenersatz einigen, um einen Gerichtsprozess und die damit verbundenen Kosten zu vermeiden. In diesem Fall wäre aber sogar ein Grundsatzurteil möglich gewesen, das Microsoft unter Umständen mehr schaden könnte als die Zahlung von 10.000 US-Dollar.
Interessant ist in diesem Fall, dass die Anschaffung eines neuen Computers zuerst angedacht wurde, als das System neu aufzusetzen. Womöglich hat man aus dem Fall gelernt und aus diesem Grund das Windows 10 Refresh Tool veröffentlicht. Auf jeden Fall wirkt diese Einigung wie ein Schuldeingeständnis seitens Microsoft, wenn diese auch gängige Praxis sind.
via WindowsCentral / Quelle: Seattle Times


„In den USA ist es üblich, dass Unternehmen sich mit den Klägern auf Schadenersatz einigen, um einen Gerichtsprozess und die damit verbundenen Kosten zu vermeiden…“
Dies gilt nicht nur für USA, speziell dann, wenn ein „Grundsatzurteil“ zu erwarten ist. Hätte MS seine EULA im B to B Bereich gezogen (die Klägerin ist ja Unternehmerin und keine Privatperson…) dann hätte der böse Goliath sicherlich ein Shitstorm getroffen, so besteht Hoffnung auf „Vergessen des Vorfalls“ und Update des EULA, bevor die Trittbrettfahrer kommen.
Die vielleicht vorgetäuscht unerfahrene Dame hat vielleicht sogar diese Situation bewusst herbeigeführt, einerseits aus Neugier, was da passiert, und andererseits, um einen Präzedenzfall zu statuieren und im Bunde mit einem evtl. Microsoft feindlich gesinnten Rechtsanwalt abzukassieren… was in den USA auch relativ leicht geht. …Vielleicht steckt da sogar ein Schrems-Pendant dahinter…
Wird Zeit das MS mal einen kleinen Dämpfer für diese selbstlose automatische, kostenlose Updatepolitik bekommt.
Man sollte es doch jedem User selber überlassen auf W10 upzudaten.
Und es wurde ja schon häufiger berichtet das diverse PC’s plötzlich über Nacht ein Update auf W10 gemacht haben ohne das die User wissentlich eindeutig zugestimmt haben.
Das wurde bisher gerade auch im Nachbarunviversum Dr.Windows immer vehement bestritten und mit fragwürdigen Selbsttest als Falschmeldungen dargestellt.
Aber ein solches Urteil wird auch in den USA nicht gefällt wenn die Sachlage eindeutig für MS sprechen würde.
Und eines sollten Windows Fans nicht aus den Augen verlieren, der größte Teil aller Windows Nutzer ist froh wenn sie den Rechner problemlos Ein- und Ausschalten können. Vorauszusetzen das alle soviel „Fach-„Wissen besitzen wie die Fans hier, zeugt leider nicht gerade von intelligentem Weitblick.
Mensch. Manchmal bereue ich es nicht in den USA zu leben. Wer da nicht mindestens einmal im Leben ein Multi Milliarden Dollar Unternehmen verklagt hat, muss als blöd bezeichnet werden.
Steht auf Eis eigentlich drauf, dass man Kopfschmerzen bekommt wenn man es zu schnell ist? Wäre doch ein Grund zum klagen (Vergleich McDonald’s heißer Kaffee).
Um die Dame etwas (aber auch nur sehr verhalten) in Schutz zu nehmen: wenn man der MS-Hotline ein Problem meldet, das nicht auf den ersten Blick erkannt und gelöst werden kann, kann es durchaus sein, dass man Wochen auf eine Lösung wartet, weil man von Spezialist zu Spezialist weitergereicht wird. Wenn sich diejenigen dann auf die Auswertung der Dumps konzentrieren und nicht auf das zurückrollen der lauffähigen Version, sind die 30 Tage schnell verflossen.
Und natürlich hat die Dame noch nie etwas von einem automatischen Update auf Windows 10 gehört. Das ist ja alles technischer Kram, den einen nicht interessiert.
Jetzt bekommt man mittlerweile Geld dafür, dass man dumm ist? Ernsthaft? ?
Also 1. weiss ich nicht, warum sich alle aufregen, da sie seit Jahren mal Windows kostenlos als Upgrade bekommen (es wurde immer gemeckert, dass es so teuer ist)
2. kann ich nicht nachvollziehen, warum man als Unternehmerin die Roll-Back-Frist verstreichen lässt, also Tagelang akzeptiert, dass nichts funktioniert, bevor man dann Geld wittert …
Das ist wieder mal typisch Amerika ?
Denk an den Jungen mit den XBOX Käufen, dem hat MS ja auch die Schulden erlassen. Obwohl auch der klar zu doof war!
Ich glaub die Frau hat dies mit absicht gemacht. Da der Pc anscheinend nicht benutzt wurde, da die Frist verstrichen war (30Tage). Die wollte nur Msft abzocken, konnte sich dann aber den Prozeß nicht leisten und hat die 10.000$ genommen um überhaupt was zu haben zum neuen Pc dazu (bestimmt ein Surface)
Die 10.000 Tacken bezahlt MS doch aus der Portokasse 😉
Θ_Θ
Ist aber jetzt sicher ein Präzedenz Fall für viel abzocker.
Ich denke da wird sich Microsoft jetzt schnell etwas einfallen lassen müssen.
Eben nicht! Ein Urteil wäre die katastrophe gewesen! Und teurer. Ist ja schliesslich in Amerika!
Da kannste dir nen heissen kaffee ins gesicht ballern und hast anschliessend ausgesorgt!
Die Amis sind einfach von Grund auf dumm, muss man doch automatisch bei solchen Storys denken…..aber wenigstens was zum schmunzeln zum Feierabend 😉
Das finde ich unangemessen von dir!
Angemessen wäre brunshohl
Aber hey, Ami-Bashing gehört doch zum Guten Ton im Internet.
Weiß doch jeder, dass wir Deutschen die Allerschlausten sind!
Lasst das bloss meine Frau nicht lesen! Habe heimlich auf ihrem Tablet das W10 Upgrade gemacht und behauptet das läuft automatisch. Sie mag keine Äbderungen bei technischen Sachen! Am Ende muss ich noch 10K€ zahlen!?
Haha, extra jetzt. ?
Genau, wie schieben ihr das unter das er es gemacht hat, oder er zahlt uns jeweils 4500, macht er immer noch „gewinn“?
Gute Idee. #kleinkriminell ?
Das war ein klarer fall von Anstiftung ?
There goes the neighborhood! #WAexit ?
Na gut, wir lassen es, damit du bleiben kannst ?
Das ist gelebte Solidarität, das ist meine W10(m) Gemeinschaft!??
Die Unternehmerin war bestimmt in Geldnot 😉
Ich würde gerne wissen ob auch nur ein Richter diese Aussagen dieser „Unternehmerin“ geglaubt hätte. Ich jedenfalls kann es nicht.
Ich denke, das war am Ende die klügste Entscheidung. Sie müssen nämlich im Regelfall zwei absoluten DAUs klarmachen, dass Microsoft eigentlich weder gehen ein Gesetz verstößt, noch gegen die AGB. Sie können Windows 10 ja ganz einfach als Update pushen.
Kommt dann noch ein Sachverständiger hinzu, in der Regel ein gescheiterter Informatiker, der in seiner Paranoia eine Linux-Distro nutzt, und heise sowie chip.de liest, hätte MSFT noch mehr verloren als 10k €.
? +1
Heise geht eigentlich noch… Aber Chip ist wirklich die Katastrophe!
+830
Meines Erachtens ist sie selber schuld, wenn sie die Rollback Frist verstreichen lässt… Kann nur mit dem Kopf schütteln
Wer schuld hat….. Interessiert in den USA niemanden
Der PC war, durch Windows 10, wahrscheinlich so sehr „verbuggt“ das sie garnicht erkennen konnte das sie unfreiwillig und aufgezwungener weise Windows 10 nutzen musste.
Erst 30 Tage nachdem sie angefangen hat das system zu nutzen konnte sie ,durch die ganzen fehler hindurch, das Betriebssystem erkennen.