Composable Shell skaliert Windows 10 automatisch für PC, Phone & Xbox

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Microsoft will den nächsten Schritt auf die Realisierung One Windows-Vision setzen und mit Composable Shell eine Technologie einführen, die das Interface von Windows 10 auf PCs, Smartphones und Xbox anpasst.

Aktuell ist es nämlich so, dass sämtliche Windows 10-basierte Systeme im Kern gleich sind, der Unterschied liegt Großteils in der Oberfläche. Die Windows Shell ist unter Windows 10 Mobile eine andere als auf dem PC und der Xbox One.

Composable Shell: Responsive Interface-Design auf Systemebene

Microsoft soll aber einem Bericht zufolge daran arbeiten, eine Adaptive Shell zu kreieren, welche sowohl auf dem PC, als auch auf Smartphones und Tablets funktionieren kann. Aktuell wird nämlich der Windows 10 Mobile-Startbildschirm, das Xbox Dashboard, das HoloLens-Interface sowie der Desktop separat entwickelt und aktualisiert. Das soll sich in Zukunft ändern mit der intern als Composable Shell bzw. CSHELL bezeichneten Windows Shell. So, wie derzeit zwischen dem Tablet- und Desktop-Modus in Windows 10 gewechselt werden kann, soll sich Windows 10 entsprechend an Smartphones und die Xbox anpassen.

Microsoft soll Composable Shell in den kommenden größeren Windows 10-Updates in das System implementieren, erst für Windows 10 Mobile und später auch den Desktop und die Xbox. Als Microsoft die eigene Vision von Continuum vorgezeigt hat, war das bereits ein erster Hinweis auf die Neuerungen für die Windows Shell.

Windows 10 ARM

Windows 10 Mobile ist tot? Vielleicht. Ein Gedankenspiel zu einem Smartphone-Modus in Windows 10

Wir hatten bereits vor einiger Zeit ein solches Konzept in unserem „Gedankenspiel“ beschrieben, in dem Windows 10 Mobile zugunsten eines Smartphone-Modus in Windows 10 „sterben“ wird. Genau das könnte Microsoft mit der Composable Shell auch umsetzen, denn offenbar plant man das Feature zuerst für die Mobilversion zu implementieren. So stünde Snapdragon 835-basierten mobilen Geräten mit Windows 10 nichts mehr im Weg. Weiter kann spekuliert werden, dass dadurch auch ein „Surface Phone“ mit biegsamen Display ermöglicht wird, das auch als Tablet genutzt werden kann. Spekuliert werden kann aber sehr viel und nichts ist bislang gesichert.

Logisch wäre dieser Schritt jedenfalls, denn auch Project Scorpio dürfte mit der Composable Shell ausgestattet sein. Womöglich könnte Microsoft so die Xbox-Plattform für andere Hersteller öffnen.


Quelle: WindowsCentral

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Über den Autor

23 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de, Windows Insider MVP.

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EffEll
4 Jahre her

Ja, Continuum 2.0. Denn Continuum beschreibt ja nicht nur die Möglichkeit, das Smartphone mit einem Monitor zu verbinden, sondern war im Grundgedanke ja eher die Wandlungsmöglichkeit und Kontinuität, das OS auf verschiedene Anwendungsgebiete, Displaydiagonalen und Geräte anzugleichen bzw anzupassen. Ich bin mal gespannt was da alles so kommen mag, denn bisher befindet man sich in einer Sackgasse.

MoPe
4 Jahre her

An sich eine coole Idee. In Summe sollte man sich bei der ganzen Vereinheitlichung und OneCore aber fragen ob das wirklich sinnhaft und möglich ist. Es wird immer Unterschiede zwischen den Plattformen geben müssen, die dann wieder jeweils programmatische Sonderlocken darstellen. Ich kenne das selbst aus einem Projekt. Hierbei haben wir letztlich dann doch nicht alles auf eine Codebasis gehoben, weil der Wartungs und vor allem Testaufwand viel höher gewesen wäre. Wenn man für eine Plattform ein Update bringt, und sei es nur in dem UI, muss man ja stets alle Plattformen testen, nicht dass hier durch die Änderung irgendwelche… Read more »

Basti
Editor
4 Jahre her

Danke Belfiore! Kaum ist er zurück, geht es scheinbar weiter mit Mobilgeräten.

Armin Osaj
Editor
Reply to  Basti
4 Jahre her

Nope. Belfiore hat damit sicher nicht viel zu tun.
Vor allem weil er nur Chef des Designer-Teams ist. Er hat keinen großen Einfluss auf Mobile, nur auf das optische.

Armin Osaj
Editor
Reply to  Albert Jelica
4 Jahre her

Ist ja im Endeffekt das Design-Team, oder nicht?

apprio
Reply to  Armin Osaj
4 Jahre her

Nein, es ist das Team, dass die Oberfläche macht. Also auch Implementierung. Und das fällt genau in seinen Bereich rein.

Basti
Editor
Reply to  Albert Jelica
4 Jahre her

Daran musste ich direkt denken 😀

nikolawolf
Reply to  Basti
4 Jahre her

Wo geht’s weiter? Für mich liest sich das wie das Ende von W10m.

Ricco
Reply to  Albert Jelica
4 Jahre her

Es ist ein Ende wie gesagt hat, aber es stimmt auch was du sagtest. Es ist ein Anfang. Ich glaub so langsam wird die alte Vorgehensweise ersetzt. Mitte 2017 ist man wieder auf einer klaren Linie was die Smartphone Sparte Microsofts betrifft. Belfiore bringt wieder Schwung mit rein.

nikolawolf
Reply to  Albert Jelica
4 Jahre her

Wenn W10m in W10 integriert oder durch W10 ersetzt wird, bleiben zwei Fragen offen: Was ist mit Nicht-UWP-Apps (also gefühlt 99% aller Apps) und was ist mit dem Sicherheitsaspekt? Fällt auch Letzteres der Zusammenlegung zum Opfer kann man wirklich gleich zum Droiden greifen, sobald ein Hersteller die Kamera des 950 überbieten kann.
Nach drei Jahren WP empfehle ich zum ersten Mal auch nicht WP weiter bei der zweifelhaften Zukunft.

stefiro
Reply to  nikolawolf
4 Jahre her

Ich sage zu allen, dass sie selber entscheiden müssen, welches Gerät sie nutzen wollen. Allerdings gebe ich keine Empfehlungen mehr. W10 Geräte kann man momentan mangels Apps für „Otto-Normal-User“ den Meisten nicht empfehlen, Android ist eine Krankheit, und iPhone empfehle ich allerhöchstens, wenn ich weiß, dass Geld keine „Rolex“ spielt…

fuchur
Reply to  nikolawolf
4 Jahre her

Eine zusammenlegung würd ich nicht als ende ansehen. Wenn sie es gut machen ist das eine evolution.

ratzl
Reply to  fuchur
4 Jahre her

Doch, auf jeden Fall Ende der mobilen Sparte, da die neuen Funktionen ja nur unter dem 835er laufen. Also können wir unsere womöglich erst kürzlich gekauften Devices ruhigen Gewissens in die Tonne drücken. Und der Preis der „Neuen“ mit dem 835-Prozessor dürfte das Budget des 0815-Users deutlich übersteigen.
Bravo!!! ?

EffEll
Reply to  ratzl
4 Jahre her

Nirgendwo wird mehr Geld für Smartphones ausgegeben als in Deutschland. Im Schnitt gibt man hier 380€ für ein Smartphone aus und wenn man die ganzen billigen Android-Geräte bedenkt, die hier gekauft werden, hat ein hochpreisiges Gerät hier in Deutschland beste Chancen.

Basti
Editor
Reply to  fuchur
4 Jahre her

Genau

stefiro
Reply to  Basti
4 Jahre her

Nun ja, zunächst einmal geht es mit irgendeinem OS weiter, das auf mobilen Geräten laufen soll. Bisher gibt es noch keine wirklichen Anzeichen, dass es auch mit mobilen Geräten weiter geht, geschweige denn, dass M$ welche bringt…?