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Instagram Stories stehlen Snapchat die Nutzer

Facebook attackiert momentan das Geschäftskonzept von Snapchat, indem man die Funktionen kopiert und für die Nutzer zugänglicher macht. Die Strategie zeigt bereits erste Erfolge, berichtet TechCrunch unter Berufung auf eine Reihe von Social Media Analysten, -Managern und -Berühmtheiten.

Seit Instagram am 2. August 2016 das Stories-Feature ausgerollt hat, würde dieselbe Funktion auf Snapchat zwischen 15 und 40 Prozent weniger verwendet werden. Gleichzeitig berichten die meisten Insider aus diesen Kreisen, dass die Verwendung von Instagram erheblich angestiegen ist. „Jeder postet wesentlich weniger. Einige posten sogar gar nichts mehr“, berichtet der CEO eines Social Media Produktionsstudios über Snapchat. Namen werden in dem Bericht nicht genannt, denn die Unternehmen fürchten Konsequenzen von Snapchat, sollten sie solche Details an Medien weitergeben. Der Chef dieses Social Media Marketing-Unternehmens berichtet, dass Snapchat Stories im Durchschnitt zwischen 20 und 30 Prozent weniger häufig gesehen werden.

Instagram Stories dagegen haben in den 25 Wochen seit Launch ein rasantes Wachstum erlebt und werden bereits von 150 Millionen Nutzern täglich verwendet. Der Höchstwert von Snapchat, den man Berichten zufolge im Juni 2016 erreicht hatte, lag bei 110 Millionen Nutzern.

Schlechte Nachrichten für Snapchat

Diese Entwicklung wird den Verantwortlichen bei Snapchat sicherlich Kopfzerbrechen bereiten, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass man für März dieses Jahres einen Börsengang plant. Dass eine Kern-Funktion des Dienstes aktuell im Vergleich zur Konkurrenz ordentlich absackt, wird potenzielle Aktionäre unsicher werden lassen, vor allem, da die Aussicht auf langfristigen Erfolg derzeit eher schmal ist. In den Monaten seit Instagram Stories auf dem Markt sind, hat Snapchat noch kaum auf den Druck durch Facebook reagiert.

Gute Nachrichten für Windows Phone-Nutzer

„Was des einen Leid, ist des anderen Freud“, passt in diesem Zusammenhang außerordentlich gut. Snapchat weigert sich seit Jahren, eine App für Windows Phone-Nutzer bereitzustellen, während sich Facebook seit 2016 außerordentlich gut um die gesamte Windows 10-Plattform kümmert. Instagram bietet eine solide App für Windows 10 und Windows 10 Mobile an, WhatsApp läuft nativ und wird regelmäßig aktualisiert und selbst Facebook sowie der Messenger sind verfügbar, könnten allerdings einen Feinschliff benötigen.

Der Kampf zwischen Facebook und Snapchat hat zwar prinzipiell mit Microsoft nichts zu tun, denn diesen würde das größte soziale Netzwerk der Welt ohnehin austragen. Man will schließlich die eigene Position nicht an ein Startup verlieren und da die Übernahme nicht geklappt hat, versucht man es aus dem Markt zu drängen. Man wird diese Entwicklung mit einiger Spannung beobachten und sollte Snapchat keine Lösung finden, dann wird das Fehlen deren App unter Windows Phone das kleinste Problem sein.

Facebook schießt aus allen Kanonen

Interessant ist, dass Facebook mit sämtlichen Diensten, also nicht nur Instagram, den Konkurrenten anvisiert. Snapchat-ähnliche Funktionen finden sich nämlich nicht nur darin, sondern auch in WhatsApp und Facebook Messenger. Zudem hat das Unternehmen angekündigt, das Stories-Feature künftig auch auf Facebook selbst zu bringen. Sämtliche Dienste haben grundsätzlich gemein, dass sie eine Art von Direktnachrichten bieten. WhatsApp und der Facebook Messenger könnten funktionsmäßig Konkurrenten sein, während Instagram nur grundlegende Nachrichtenfunktionen bietet und nur den Versand von Instagram-Inhalten sowie Texten und Bildern erlaubt. Instagram hat ein Stories-Feature sowie Live Streams, welche eins zu eins von Snapchat übernommen wurden, und WhatsApp bekommt bald ein „Mein Status“-Feature, womit personalisierte und zeitlich begrenzte Status-Meldungen für gewisse Kontakte angezeigt werden können, ebenfalls ein Direktangriff auf Snapchat.

Facebook schießt also aus allen Kanonen und wendet sehr große Ressourcen auf, um Snapchat aus dem Markt zu kicken. Deren Plan, alle Dienste gleichzeitig auf den Konkurrenten anzusetzen, scheint bislang jedenfalls sehr erfolgreich zu funktionieren.


Quelle: TechCrunch

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"Entdeckung besteht darin, den gleichen Gegenstand wie alle anderen zu betrachten, sich aber etwas anderes dabei zu denken."
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