Voyo V1 Mini PC Test: Mac Mini-Klon mit Pentium-Prozessor

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Während immer mehr durchschnittliche Nutzer ihren PC durch das Smartphone ersetzen, was dank Apps mittlerweile ohne Weiteres möglich ist, ist für gewisse Aufgaben weiterhin ein PC notwendig. Sei es wegen der Arbeit, Spielen oder Schule, der Windows-PC ist weiterhin nicht von der Bildfläche verschwunden und wird weiterhin in vielen Situationen des Alltagslebens benötigt.

Der Formfaktor hat sich allerdings weitgehend geändert. Waren Anfang dieses Millieniums die meisten PCs noch große Desktops, haben sich Laptops und in den letzten Jahren auch Tablets in Form von Convertibles und Detachables durchgesetzt und sind momentan gefragt. Der traditionelle Tower wird in dieser Form nur von Gamern, Designern und generell Profis benötigt, für den Endverbraucher ist der große Desktop PC nicht mehr notwendig. Ausreichend Leistung für den Alltag bieten einerseits die mobilen Geräte, andererseits für den Schreibtisch auch All-in-Ones sowie auch Mini-PCs. Für den Nutzer von Vorteil ist beim Mini-PC, dass auch ein eigenes bzw. bislang verwendetes Display eingesetzt werden kann. Zudem eignen sich die Geräte auch durchaus als Media-Center für den Fernseher oder als Cloud-Server für zuhause.

Ein solches Gerät ist auch der Voyo V1 Mini PC welchen wir für euch in den letzten Wochen ausführlich getestet haben. Hierbei handelt es sich um einen Mini-PC, der nicht im deutschen Handel erhältlich ist, sondern über den chinesischen Onlinehändler Gearbest importiert werden kann. Für den Preis von etwa 200 Euro bekommt ihr aus China sehr solide Hardware, wofür in Deutschland häufig gerne mehr verlangt wird.

Spezifikationen im Überblick:

  • Prozessor: Intel Pentium N4200 Apollo Lake
  • Speicher: 32 GB eMMC, 120 GB SSD
  • Arbeitsspeicher: 4 Gigabyte DDR3L
  • Anschlusse: Ethernet, 3 x USB 3.0, Mini HDMI
  • Gewicht: 400 Gramm
  • Maße: 120 x 120 x 27 mm
  • Windows 10 64-bit

Design & Verarbeitung

VOYO V1 Mini PC Intel Pentium N4200 Quad Core CPU Windows 10.1 with 32GB eMMC + 120GB SSD

Der Voyo V1 ist in ein leichtes und sehr kleines Gehäuse aus Metall gehüllt, das etwa so groß ist wie die Handfläche eines US-Präsidenten, somit also recht kompakt. Das geringe Gewicht von nur 400 Gramm lässt es insgesamt etwas billig wirken, allerdings ist die Verarbeitung durchaus auf hohem Niveau. Der Ein-/Aus-Knopf gibt beim Drücken einen lauten „metallischen“ Ton von sich, aber dennoch würde ich sagen, hat man mit dem Voyo V1 ein wertiges Gerät am Schreibtisch oder neben dem Fernseher stehen.

Die Anschlussmöglichkeiten befinden sich auf der Rückseite, womit sie zumindest im Alltag das schnelle Ein- und Abstecken eines USB-Sticks etwas Fummeln erfordert bis man das Speichermedium korrekt eingesteckt hat. Ein USB-Port an der Vorderseite wäre daher jedenfalls praktisch gewesen. Einer dieser Anschlüsse ist von Anfang an durch einen sehr billigen kleinen WLAN-Stick belegt, da das Gerät WLAN (und Bluetooth) nicht standardmäßig verbaut hat. Wer darauf allerdings eine stabile und schnelle Internetverbindung genießen und das eine oder andere Bluetooth-Gerät verbinden will, sollte über das Upgrade auf einen WLAN / Bluetooth 2-in-1 Stick nachdenken.

Performance und Software

Die Performance des Voyo V1 ist dank eines kleinen Lüfters etwas besser als bei Geräten, welche üblicherweise mit einem Pentium N2400-Prozessor ausgestattet sind. Für den Alltag reicht die Performance jedenfalls aus, solange sich die Aufgaben auf das Surfen im Internet und einfachere Apps sowie Desktop-Programme, wie Telegram oder Skype, beschränken. Wird es anspruchsvoller, so kommt man schnell an die Grenzen des günstigen Intel-Prozessors. Einfachere Aufgaben in Photoshop lassen sich gut erledigen, wenn auch etwas  Geduld erforderlich ist. Ältere Games sowie einfachere Titel aus dem Windows Store laufen flüssig, darunter auch die Minecraft: Windows 10 Edition, League Of Legends oder GTA: San Andreas.

Das Gerät kann dabei selbst an einem 4K-Monitor bzw. Fernseher verwendet werden und selbst 4K YouTube-Videos können in Edge problemlos abgespielt werden. Dank der vergleichsweise schnellen SSD und dem Arbeitsspeicher von vier Gigabyte, sind die Ladezeiten beim Übertragen von Dateien sowie beim Multitasking recht kurz und die Bedienung erfolgt recht flott. Für den Alltagsbetrieb reicht die Performance also sehr gut aus.

Fazit

Für Nutzer, die ihren alten XP-Rechner langsam durch neue Hardware ersetzen wollen, ist der Voyo V1 Mini-PC ideal, aber auch als Wohnzimmer-PC ist das kleine Gerät wirklich perfekt. Schließt man noch eine externe Festplatte an, kann man den Mini-PC auch als Medienserver und Abspielgerät verwenden, solange man allerdings bei der Konnektivität nachrüstet. WLAN und Bluetooth sind nicht verbaut, was der Hersteller aber durchaus selbst hätte tun können.

> Voyo Mini PC kaufen

Über den Autor

20 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de. You had me at "beta". Aktuelles Projekt: http://selbstständig-machen.at/

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8 Kommentare auf "Voyo V1 Mini PC Test: Mac Mini-Klon mit Pentium-Prozessor"

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Basti
Mitglied

In blau ein echt schickes Ding. 👍🏽

Max_256
Mitglied

Der größenvergleich 👌

fredi_830
Mitglied

+630

harp
Mitglied

Kann man die SSD austauschen?

Ekuahc
Mitglied

+650 für die akkurate Beschreibung der Ausmaße😄

Cotylaeus
Mitglied

Lieber Albert fehlt da nicht was? Oder bin ich es der nicht lesen kann.
„Während immer mehr durchschnittliche Nutzer ihren PC durch das Smartphone ersetzen, was dank Apps mittlerweile ohne Weiteres, ist für gewisse Aufgaben weiterhin ein PC notwendig“ 😉

Ricco
Mitglied

Er hats verbessert, des passts

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