Erster Eindruck vom Microsoft Surface Laptop

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Der Microsoft Surface Laptop ist endlich da. Im Zuge eines Microsoft-Events in Wien durften wir uns das Gerät bereits vor dem offiziellen Marktstart ansehen und konnten uns im Zuge dessen sehr lange mit dem Gerät beschäftigen. Wie ist das Gerät? Wie fühlt es sich an? All diese Fragen möchten wir in unserem Artikel klären.

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Design

Der Surface Laptop (oder ist es das?) unterscheidet sich grundsätzlich von der Designsprache der anderen Surface-Geräte. Die Farbe bleibt zwar gleich, aber die Art der Fertigung wirkt anders. Microsoft hat für dieses Gerät eine etwas andere Herangehensweise gewählt und das wird beim Betrachten des Notebooks aus nächster Nähe offensichtlich.

Einerseits weicht es durch seinen Formfaktor von anderen Surface-Geräten ab, denn Microsofts Notebook ist in Wahrheit nichts Neues. Notebooks gab es schon vorher und der Surface Laptop ändert auch grundsätzlich nichts daran, wie Notebooks in Zukunft gebaut werden. Die Surface Pro-Reihe hat das gemacht. Sie hat verändert, was Menschen von Tablets erwarten. Tablets waren bis zum Surface Pro nur größere Smartphones, aber heute sind sie Produktivgeräte für unterwegs und Fashion-Statements. Laptops waren aber schon vor dem Surface Laptop hochwertig und schön und leistungsfähig und werden es auch nachher sein. Was ist daran so besonders?

Nun, das Design ist besonders. Es ist atemberaubend. Die weiche Alcantara-Oberfläche ist ein echtes Highlight und man streichelt die Handablage bei der Tastatur ebenso gern wie eine schnurrende Langhaar-Katze, wie das Lederlenkrad eines neues Autos. Man legt seine Hände gerne neben dem Touchpad ab und schreibt darauf und es gibt kein Notebook, das diesen Effekt nur annähernd replizieren könnte, keine schwitzige Plastiktastatur, keine kalte Metalloberfläche.

Dieses Gefühl hält beim übrigen Gehäuse des Notebooks an. Nirgends sind Schrauben zu sehen und es wirkt beinahe fehlerlos. Beinahe. An den Seiten hat der Surface Laptop nämlich eine kleine Plastik-Auslassung für die Antennen, welche dieses sonst großartige und perfekte Design ein wenig stört. Es ist ein hellgrauer Fleck auf beiden Seiten, den Microsoft scheinbar nicht verhindern konnte.

Verarbeitung

Der Surface Laptop ist purer Luxus. Es ist entbehrlich, etwas, das man nicht braucht, aber unbedingt haben will. Wie ein Lamborghini. Ein Ford Focus bringt einen ebenfalls von A nach B, meistens sogar etwa in der gleichen Zeit, aber ein Super-Sportwagen wäre trotzdem toll.

Die Alcantara-Oberfläche ist perfekt mit der Tastaturablage verbunden und das übrige Notebook wirkt, als sei es aus einem Guss gefertigt. Das Scharnier lässt sich mühelos öffnen mit einem Finger und bleibt in Position gebracht genau dort, wo man es haben will. Beim Berühren mit dem Finger wackelt es nur leicht, droht allerdings nie umzukippen.

Die Verarbeitung und das Design sind, abgesehen von diesen beiden Antennen an den Seiten, absolut perfekt. Jede Seite des Notebooks wirkt absolut hochwertig und hat man es in der Hand, bekommt man dieses Premium-Feeling noch besser mit als auf den großartigen Presse-Fotos von Microsoft.

Tastatur

Die Tastatur selbst beim Surface Laptop fühlt sich sehr ähnlich wie das Type Cover beim Surface Pro 4 an, wenn nicht sogar exakt gleich. Natürlich biegt sich die Tastatur nicht so leicht nach innen, wie beim Cover, allerdings fühlen sich die Tasten beim Tippen genauso an. Die Tasten lassen sich sehr leicht drücken, das Feedback ist gut und die Tastatur des Surface Laptop ist wirklich ideal zum Tippen längerer Texte. Wem die Tastatur des Surface Pro gefällt, hat hier eine leicht verbesserte Version davon. Wer diese allerdings nicht mochte, wird dadurch wohl nicht überzeugt. Grundsätzlich hat der Surface Laptop aber eine sehr gute Tastatur.

Touchpad

Dasselbe gilt für das Touchpad, welches allerdings nur qualitative Ähnlichkeiten hat mit dem des Type Cover. Es ist wesentlich größer und daher sind die Gesten für Windows 10 auch einfacher durchführbar. Es ist ein sehr gutes Touchpad, wie man es bei einem Ultrabook im Jahr 2017 auch erwarten kann.

Vorläufiges Fazit

Der Surface Laptop ist, wie bereits an anderer Stelle erwähnt, ein Luxus-Produkt mit einer beeindruckenden Verarbeitung, einem schönen Design und einer gewissen Redundanz. So wundervoll das Gerät äußerlich sein mag, so wenig innovativ ist es für die Ansprüche der Surface-Reihe. Heute ist der Surface Laptop ein großartiges Arbeitsgerät für unterwegs, ein echtes Schmuckstück und das schönste Objekt, das man im Rucksack mitführt. Es bleibt aber ein normaler Laptop und Laptops gibt es viele und Laptops gibt es bessere.

Sollte man den Surface Laptop kaufen?

Grundsätzlich können wir bereits nach dem ersten Eindruck eine klare Empfehlung geben, aber unter bestimmten Voraussetzungen. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass man hier ein Luxus-Produkt kauft, das preislich über normalen Premium-Ultrabooks positioniert ist. Gleichzeitig muss man auf den USB Typ-C Anschluss verzichten, vollständig. Über USB-Dongles wird keine Ausgabe auf einen Monitor funktionieren, genauso wenig wie eine externe Grafikkarte. Wer sicher ist, dass Typ-C über die Laufzeit des Geräts nicht gebraucht wird, für den wird der Surface Laptop ein zuverlässiger, hochwertiger Wegbegleiter für den Alltag sein, an dessen Anblick man sich jeden Tag aufs Neue erfreuen kann.

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Über den Autor

21 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de. You had me at "beta".

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6 Kommentare auf "Erster Eindruck vom Microsoft Surface Laptop"

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zGas
Mitglied

Danke für’s Video, Albert! 👍🏻

cabV12
Mitglied
„Wer sicher ist, dass Typ-C über die Laufzeit des Geräts nicht gebraucht wird […]“ Genau da liegt doch der Hase im Pfeffer wie es so schön heißt: Mein Thinkpad nutze ich seit bald 7 Jahren. Seitdem RAM Upgrade und Umstellung auf SSD. Wäre das Teil nicht brutal schwer (damals dachte man ja noch, man k9nne keinesfalls auf ein DVD Laufwerk und 15,4 Zoll Bildschirm verzichten) und hätte es USB-C, stünde der weiteren Nutzung nichts im Wege. Aktuelle Notebooks scheinen Lebenszyklen von max. 2 Jahren zu haben. Leider ist da auch Lenovo mit abnehmender Aufrüst- und Wartbarkeit kaum eine Ausnahme mehr.… Read more »
EffEll
Mitglied

Ja, das ist es 😉

M. Polle
Mitglied
Sehr gut zusammengefasst. Der Surface Laptop ist wunderschön verarbeitet und sollte die Akkulaufzeit wirklich ungefähr so lange anhalten, wie angegeben, ist das auch ein ordentliches Plus. Was mich aber zunehmend an der Surface Reihe stört, ist die nahezu unmögliche Reparierbarkeit. Der Lüfter meines Surface Pro 3 macht mittlerweile ziemlich nervtötende Geräusche, gerade wenn man in leiseren Arbeitsumgebungen ist. Bei anderen Geräten wäre das ein kleiner zweistelliger Betrag für das Ersatzteil und vielleicht zwei Stunden Arbeitsaufwand. Beim Surface ist das aber nicht zu reparieren, ohne das gesamte Gerät für >450€ einzuschicken, oder den Displaybruch bei der eigenständigen Reparatur zu riskieren. Für… Read more »
Basti
Mitglied

Stimmt. Das ist ein echt großer Nachteil.

michiproep
Mitglied

„Über USB-Dongles wird keine Ausgabe auf einen Monitor funktionieren…“
Naja, nicht ganz! DisplayLink und Pluggable machen’s möglich. Aber dennoch: Für ein Premium-Produkt, das man nicht jedes Jahr austauscht… too much!

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