Neues Microsoft-Patent zeigt faltbares Smartphone-Tablet

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Während Patente eines Unternehmens außerordentlich selten als „Beweise“ angesehen werden sollten für ein mögliches kommendes Produkt, so ist die Häufigkeit, in der in letzter Zeit Patente zu faltbaren Microsoft-Geräten zumindest ein Indiz zu sein.

Das neue Microsoft-Patent zeigt nun ein Gerät, das sich in der Mitte zusammenfalten lässt, sodass es von einem Tablet zum Smartphone wird, rein vom Formfaktor. Denn in dem Dokument von Microsoft geht es vorrangig über den Faltmechanismus und wie dieser sich auf das System auswirkt. Wenn das Gerät aufgeklappt ist, sollen die beiden Displays wie eines arbeiten, während das Gerät im Smartphone-Modus nur eine Displayeinheit, die an der Außenseite, nutzen wird. Während das Gerät im Tablet-Modus genutzt wird, sollen Magneten für Stabilität sorgen, sodass es an der Front eine scheinbar Flache Oberfläche gibt.

Als Erfinder wird Kabir Siddiqui angegeben, welcher auch beim Patent des Surface-Kickstands angegeben ist.

Was sagen uns Patente?

Bei solchen interessanten Erfindungen von Microsoft, die zweifellos als eine Rückkehr in den Smartphone-Markt gewertet werden könnten, stellt sich natürlich die Frage, ob es sich dabei tatsächlich um künftige Produkte des Unternehmens handelt.

Grundsätzlich muss man sagen, dass Patente häufig sehr wenig bis gar nichts über die Pläne eines Unternehmens aussagen, vor allem bei der Größe von Microsoft. Sie geben allerdings oftmals Aufschluss darüber, in welche Richtung das Unternehmen zum aktuellen oder einem früheren Zeitpunkt gearbeitet hat.

Im Falle des Surface Studio haben Patente allerdings bereits im Vorfeld das Gerät praktisch exakt genauso abgebildet, wie es am Ende dann auch auf den Markt kam. Während wir nicht damit rechnen würden, könnte es in diesem Fall natürlich ähnlich sein. Wir raten jedoch zur Skepsis und nicht jede Jubelmeldung zu glauben, die nun basierend darauf den Release eines „Surface Phone“ verspricht, vor allem, weil es wohl gar nicht so heißen dürfte.


via mspu

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26 Kommentare on "Neues Microsoft-Patent zeigt faltbares Smartphone-Tablet"

    • ratzl

      Mimimi….Apps,Apps,Apps…..
      Man kanns nicht mehr hören!
      Wenn Microsoft hinter dem eigenen mobilen System gestanden, sähe es jetzt gewiss anders aus. Es braucht nicht jeder hunderte von Apps, inzwischen gibt es meist sehr gute mobile Seiten.

      Aber da MS nicht viel von Marketing zu halten scheint, wird auch das Projekt eines Klappphones in die Hose gehen.

    • Albert Jelica

      Ich brauche keine Apps, wenn ich das Ding habe. PayPal. Soll ich diese nutzlose Mini-App nutzen, die auf meinem Xiaomi Mi6 nicht einmal funktioniert? Lässt mich nichtmal einloggen, weil die App richtigerweise ein neues Gerät erkennt. Was allerdings nicht funktioniert, ist die Zweifaktor-Authentifizierung, die scheinbar nötig wäre 😀

      Ne, ich klapp das Ding zum Tablet auf, öffne Paypal.com in Chroma und erledige das, was ich erledigen wollte mit der ansteckbaren Tastatur und einem gescheiten Surface-Touchpad. Boom.

      • Hirsch71

        Mit derlei Aussagen ist man immer gleich Fanboy eines sterbenden u. deshalb nicht mehr unterstützten Systems bezeichnet, der sich alles schönredet☺ … Sowas von Dir, Albert? So handhabe ich ja auch das 950 XL mit Continuum… Nur wenige Dinge lassen sich nicht substituieren, wie Payback-Pay… Aber Amazon Prime läuft via Continuum sogar in der Wrapper-App, jedoch nicht ohne Continuum…

        Grüße aus Cottbus via 950 XL

        • fredi_830

          Vor 10 Jahren kamen die Leute auch ohne Apps aus…

          Und außerdem, wieso brauche ich für jeden Mist eine App? Banking kann ich am Computer machen, ebenso wie zocken und die Steuererklärung. Wieso sollte ich sowas auf meinem 5 Zoll Smartphone machen, wenn ich es auch auf den beiden 23-Zoll-Monitoren oder bequem am Surface machen kann?
          Solange WhatsApp, OneDrive, Instagram und sowas wie WindowsArea.de drauf läuft, reicht mir das vollkommen aus.
          Wenn es einen Grund zum wechseln bei mir gäbe, ganz bestimmt nicht wegen den Apps.

          • Gorbowski

            Vor 10 Jahren nannte man das „Programme“ und die Smartphones konnten Programme ausführen. Es gab auch schon bei Providern und Phoneherstellern Shops dafür. Nur Apple hat den Leuten dann mal so richtig das Hirn gewaschen.

          • Hirsch71

            Bin bei Dir im Geiste…
            Ich hab ja genau das aufgegriffen, dass es nicht überall Apps braucht, Edge oder gar reguläre Programme via W10 on ARM, das wäre dann mein Favorit… wie auch am PC mit W10… Würde dann den überwiegenden Teil meiner bisherigen privaten PC-Arbeiten incl. programmbasiertem Banking auf das mobile Gerät verlagern, mit dem ich ohnehin Mails, FB & Co., Surfen usw. erledige… Ganz einfach, weil ich nach minimal 5-6 Stunden Bildschirmarbeit in der Firma wochentags null Bock auf PC daheim hab u. ein faltbares Display die Augen hinreichend schont…

            Soviel zur Klarstellung mit besten Grüßen…

            • fredi_830

              … aus Cottbus bestimmt 😀

              Klingt sinnvoll, als Schüler kann ich das leider nicht beurteilen, da ich den Computer erst Nachmittags an habe. Aber jetzt mal im Ernst, was habt ihr den alle mit diesem Mobile Banking? Ich muss doch nicht 24/7 über mein Konto auf den Cent genau bescheid wissen.

              Grüße aus dem echten Norden

            • Ricco

              Du und ich sind einfach noch nicht so weir das wir es wissen müssen, glaub ich. Später mit eigener Wohnung, Arbeit, Rechnungen muss man den überblick behalten und wieviel man sich nich leisten kann. Eins hab ich schon gelernt. Das Leben ist teuer…

              Grüße aus dem tiefsten Schwarzwald

    • fuchur

      Darf ich mal ne frage stellen? Wenn du gute ideen/devices wie diese hier sowieso mit nem Totschlagargument, an dem niemand auf die schnelle was ändern kann, abtust, warum bist du dann überhaupt hier? Apps sind ein henne/ei-problem. Ohne gute hardware keine nutzer, ohne nutzer keine apps. Ohne apps keine nutzer, also keine gute hardware. Im endeffekt ist es dann aber auch egal von wo man ansetzt. An einer stelle durchbricht man den teufelskreis und macht es besser… Oder man heult den ganzen tag wie schlecht die welt ist und dann bleibt sie es auch.

      Ms hat hier nen guten ansatz am laufen mit einem guten faden an dem sie ziehen können: Weg vom telefon, das auch pc kann hin zum pc der auch Telefon kann. Also das was ms wirklich kann und wo sie ihr steckenpferd und alle trümpfe haben. Jetzt sollte man ihnen auch erstmal die Möglichkeit geben es zu versuchen und gut zu machen bevor man es kaputt redet. Wenn es klappt, gibt es nutzer dann auch developer. Wenn nicht eben nicht. Aber mimimi bringt niemandem was.

  1. Mamagotchi

    @Albert: Deine Anleitung ist im letzten Teilsatz falsch.

    Ich bin dem Konzept sehr offen gegenüber. Allerdings sehe ich schon wie kleine Probleme gros aufgebauscht werden. „Wieso funktioniert nur eine Displayhälfte?“ oder „Wie schütze ich dann das Display?“ (klassische Displayfolien würden hier keine ideale Lösung darstellen) oder oder oder… Bin gespannt was una da erwarten wird. Aber hoffentlich kommt es diesmal nicht verfrüht und unausgereift. Microsoft soll erstmal mit der CShell vorankommen und dann schauen wir weiter.

  2. pakebuschr

    Wanders schon etwas länger durch die News, so ein Gerät wäre der absolute Oberhammer. Smartphone und Tablet in einem, dann am besten gleich auch mit Tastatur Dock – vom 2in1 zum 3in1.

        • fuchur

          Ne, continuum ist mehr als eine bildschirm-spiegelung… Smartphone wird zum bedienelement, kann unabhängig genutzt werden usw. Continuum ist displayerweiterung (!= spiegelung) plus X.

            • fuchur

              Nein nochmal: Das smartphone wird zum touchpad und du kannst deine Präsentation laufe lassen ohne dabei das was du auf dem smartphone anzeigst auch auf dem display zu zeigen. Das sind völlig autarke anzeigen. Das ist wie gesagt für präsentationen Gold wert… Du kannst zB nicht aus versehen deine notizen auf den falschen Bildschirm schieben, etc.
              Ne bildschirmerweiterung mit freigabesystem praktisch. Und ruft dich wer an oder musst du was nachgucken sehen deine zuhörer weiterhin nur die Präsentation, nicht das, was auf dem smartphone abgeht (nicht mal fokusverluste, herumwandernde mäuse oder ähnliches).

              Man kann auch ohne continuum und ich wäre gewillt es für anderes aufzugeben, aber geil ist es trotzdem. Eben bildachirmerweiterunf + x.

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