Google arbeitet an Echo Show-Konkurrenten und blockiert deshalb YouTube auf Amazons Geräten

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Wir haben erst vor einigen Wochen darüber berichtet, dass Google den altbekannten „Windows Phone-Trick“ bei Amazon angewendet hat. Nun dürfte klar sein, weshalb Google den Geräten des Konkurrenten auf diese Art und Weise schaden will.

Der „Windows Phone-Trick“

Zuallererst seien die Hintergründe erklärt: Google hatte im Jahr 2013 eine YouTube-App für Windows Phone blockiert. Die Begründung war, dass die App keine Werbung anzeigen konnte. Gleichzeitig weigerte sich Google, die Werbung per Schnittstelle anzeigen zu lassen. Durch dieses Faktum verstieß die YouTube-App von Microsoft gegen die Nutzungsbedingungen und musste gelöscht werden, denn sie zeigte keine Werbung an. Ein Teufelskreis, den Google ganz gerne nutzt, um unliebsame Konkurrenten auszuschalten.

Exakt dieselbe Methode hat Google nun bei Amazons Echo Show genutzt, einem smarten Heimlautsprecher mit Display, welcher von Amazons Alexa betrieben wird. Nutzer haben darauf momentan keine Möglichkeit, YouTube-Videos anzusehen, weil die YouTube-Implementierung von Amazon gegen die Nutzungsbedingungen verstößt. Google hat YouTube auf dem Amazon Echo Show von einem Tag auf den anderen blockiert ohne Vorwarnung für die Nutzer.

Google arbeitet an eigenem Lautsprecher mit Display

Nun dürften die wahren Gründe hinter der Blockade der YouTube-App ans Licht kommen: In der Google-App für Android wurden Hinweise gesichtet, die auf einen smarten Heimlautsprecher mit Touchscreen deuten. Dieser soll in der Lage sein, Benachrichtigungen anzuzeigen, Wettervorhersagen darzustellen, einen einfachen Browser bieten, Google Maps aufzurufen und Fotogalerien darzustellen. Es ist im Prinzip genau das, was Amazon bereits vor Monaten mit dem Amazon Echo Show präsentiert hat. Mit einer Ausnahme: Googles Touchscreen-Lautsprecher wird in der Lage sein, YouTube-Videos abzuspielen. Das wäre ein klarerer Wettbewerbsvorteil für den Suchmaschinengiganten, dem offenbar jedes Mittel recht ist, um das Rennen um Ambient Computing zu gewinnen und ins Wohnzimmer der Nutzer zu kommen.

Google wurde erst kürzlich eine Strafe in Höhe von 2,4 Milliarden Euro aufgebrummt, weil man Google Shopping-Ergebnisse vor anderen Suchergebnissen eingereiht hatte. Wegen Android steht dem Konzern ebenfalls eine sehr hohe Strafe ins Haus, da die Bündelung von Software von der EU grundsätzlich als wettbewerbswidrig angesehen wird. Schließlich war dies beim Windows Media Player und Internet Explorer ebenfalls der Fall.

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via mspu / Enthält Partnerlinks.

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