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Trekstor WinPhone 5.0 Test – Das letzte Windows Phone

Das Trekstor WinPhone 5.0 haben wir im Zuge der IFA 2017 versehentlich enthüllt, als wir den Stand des Herstellers besuchten und das Gerät eher zufällig dort entdeckten. Uns wurde mitgeteilt, dass das Trekstor WinPhone 5.0 für unter 300 Euro auf den Markt kommen würde.

Das wurde daraufhin dementiert und nach dem Feedback vieler Windows Phone-Fans hat sich Trekstor am Ende doch dazu entschieden, das Gerät auf den Markt zu bringen. Das Trekstor WinPhone 5.0 kann ab dem 1. November per Kickstarter unterstützt werden und wenn sich genügend Unterstützer finden, kommt das Windows 10 Mobile-Gerät auf den Markt.

In den vergangenen Tagen durften wir das Trekstor WinPhone 5.0 sehr ausführlich testen und haben unsere Eindrücke im folgenden Artikel für euch zusammengefasst. Wir beantworten darin auch die Frage, ob das TrekStor WinPhone 5.0 eure Unterstützung verdient hat oder nicht.

Trekstor WinPhone 5.0 Test – Design

Das Design des Trekstor WinPhone 5.0 lässt es teurer wirken als es tatsächlich ist. Das Smartphone ist in ein durchaus hochwertiges Gehäuse aus Aluminium und Glas gehüllt. Umrahmt wird es von Seiten aus Aluminium, welche an den Ecken abgerundet und an den Kanten abgeschliffen sind. Die Front sowie die Rückseite bestehen aus Glas, wodurch sich recht schnell Fingerabdrücke sammeln.

Auf der Rückseite ist das einzige Trekstor-Logo zu finden, darunter das Windows-Logo sowie eine Reihe von Hinweisen zur Trekstor GmbH. Vorne ist eine reine Glasfläche und auch die Windows Phone-Tasten sind im Display. Die Ränder rund um das Display sind für heutige Verhältnisse etwas groß, wobei das in manchen Fällen auch durchaus angenehm ist, denn dadurch kann man das Gerät etwas besser halten.

Der Ein-Aus-Knopf befindet sich rechts, während die Lautstärkewippen links zu finden sind. Als Lumia-Nutzer muss man sich an dieses Layout etwas gewöhnen.

Trekstor WinPhone 5.0 Test – Verarbeitung

Die Buttons selbst sind allerdings nicht wirklich gut verarbeitet im Gegensatz zum restlichen Gerät. Sie bestehen aus Plastik, sind nicht wirklich fest verbaut und wackeln hörbar, wenn man das Gerät schüttelt. Sie sitzen einfach nicht gut auf ihren Plätzen, bieten aber dennoch ein gutes Feedback beim Drücken.

Am restlichen Design des Trekstor WinPhone 5.0 ist allerdings nichts auszusetzen. Metallrahmen und Glasfront ist bei einem Windows 10 Mobile-Smartphone eine erfreuliche Abwechslung. Es fühlt sich in der Hand gut an, hat ein angenehmes Gewicht und wirkt abgesehen von den Buttons sehr solide.

Trekstor WinPhone 5.0 Test – Display

An der Front hat das Trekstor WinPhone 5.0 ein 5-Zoll großes IPS-Display mit einer Auflösung von 1280 x 720 Pixeln, was bei der Größe im Jahr 2017 noch als ausreichend bezeichnet werden kann. Geräte in diesem Preisbereich haben gelegentlich auch ein FullHD-Panel verbaut.

Das Display selbst ist aber im Grunde recht ordentlich. Die Farbdarstellung ist etwas kühl und nur mittelmäßig, die Helligkeit vollkommen ausreichend und die Blickwinkelstabilität perfekt.

Die Schärfe reicht im Alltag problemlos aus und in Wahrheit stört man sich nur aufgrund des Datenblatts an der Auflösung. Unter Windows 10 Mobile spielt diese allerdings aufgrund der verfügbaren Skalierungsoptionen in dne Einstellungen eine eher untergeordnete Rolle.

Das einzige Manko beim Display des Trekstor WinPhone 5.0 ist der Touchscreen, welcher nicht derart leicht reagiert, wie man es von den Lumia-Geräten kennt. Vor allem beim Tippen ist das häufig ein Problem und es kommt zumindest bei mir häufiger vor, dass ich einen Buchstaben auslasse. Das Display scheint einfach nicht so reaktiv zu sein, wie man es von heutigen Smartphones oder den Lumia-Geräten gewöhnt ist.

Trekstor WinPhone 5.0 Test – Kamera

Die Kamera des Trekstor WinPhone 5.0 ist – mit einem Wort – unbrauchbar. Es ist für mich der einzige Teil dieses Smartphones, der es trotz mickriger Erwartungen geschafft hat, mich zu enttäuschen.

Das hat eine Reihe von Gründen: Der Dynamikbereich ist praktisch nicht vorhanden, sodass man selbst bei leichtem Gegenlicht entweder ein sehr helles oder sehr dunkles Resultat erhält. Nur im HDR-Modus waren wir in der Lage, durchaus gute Bilder mit dem Smartphone aufzunehmen. Bei guten Lichtverhältnissen können sich diese Fotos auch durchaus sehen lassen.

Problematisch ist allerdings der Fokus, sehr problematisch sogar. Wenn man auf das Display zum Fokussieren tippt, kann man gut 30 Sekunden warten, in denen das Trekstor WinPhone 5.0 versucht, auf das Motiv scharf zu stellen. Das klappt unserer Erfahrung nach in 30 Prozent der Fälle und sonst erhält man in der Regel ein unscharfes Foto. Der Trick beim Trekstor WinPhone 5.0 besteht darin, einfach mit der Kamera-Taste abzudrücken und bestenfalls mehrfach. Wenn man ein Porträt aufnimmt, muss man sich beim Trekstor WinPhone 5.0 darüber im Klaren sein, dass man für ein gutes Foto mindestens 30 Sekunden dastehen wird und weiß gleichzeitig, dass jedes andere Gerät in diesem Preisbereich in dieser Hinsicht einen besseren Job macht.

Die meisten guten Resultate erzielt man mit dem HDR-Modus, aber auch diese Bilder sind blass und viel zu kalt. Die Kamera reicht vermutlich für Beweisfotos nach einem Auffahrunfall, solange man genug Zeit hat, um auf der Straße zu stehen und fokussieren zu lassen. Wer dafür im Urlaub allerdings die Kamera zuhause lässt, sollte wohl keine Urlaubsfotos herzeigen.

Software und Performance

Wie ist ein Windows Phone im Jahr 2017? Im letzten Jahr ist das App-Angebot noch schmäler geworden, doch die meisten Dienste, die man im Smartphone-Zeitalter zum Überleben braucht, sind vorhanden. WhatsApp pflegt die eigene Anwendung sehr ordentlich, Telegram ist ebenso vorhanden sowie die wichtigsten Social Media-Apps, von denen allerdings nur die Universal App von Twitter als halbwegs qualitativ bezeichnet werden kann.

Obwohl viele meiner verwendeten Einstellungen eingestellt sind, hat mir das Trekstor WinPhone 5.0 im Alltag weniger Probleme gemacht als andere Geräte. Die Spotify-App startete vergleichsweise flott, stürzte in meiner Verwendung bislang noch nicht ab und funktioniert flüssig. Auf meinem Lumia 950 XL oder HP Elite x3 war das bislang stets undenkbar und Letzteres benötigte häufig einen Neustart, um die App überhaupt starten zu können. Windows 10 Mobile läuft am Trekstor WinPhone 5.0 überraschend gut.

Die Performance im Alltag ist somit einfach ausreichend. Störend war bei Windows 10 Mobile schon immer die Fehleranfälligkeit des Systems, welche beim Trekstor WinPhone 5.0 aus irgendeinem Grund kein Thema ist. Das HP Elite x3 war so fehlerhaft, dass es selbst HP-Mitarbeiter vor einigen Monaten frustriert gegen ihre alten Lumia-Geräte ausgetauscht haben. Das Trekstor WinPhone 5.0 läuft einfach reibungslos.

Trekstor WinPhone 5.0 Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit des Trekstor WinPhone 5.0 ist durchschnittlich und hält somit zumindest für mich einen ganzen Tag durch bei doch recht intensiver Nutzung. Grundsätzlich kam ich mit einer Ladung am Morgen über den Tag inklusive Musikhören, RSS-Feed lesen, Schreiben von Telegram-Nachrichten und regelmäßiger Benutzung der WindowsArea.de-App. All dies bei automatischer Helligkeitseinstellung im Modus „Am dunkelsten“, der zu dieser Jahreszeit auch draußen problemlos ausreicht.

Trekstor WinPhone 5.0 Test – Fazit

Das Trekstor WinPhone 5.0 ist insgesamt ein würdiger Abschied von der mobilen Windows-Plattform. Es ist zweifellos nicht das beste Smartphone, das man unter 250 Euro erwerben kann, aber es ist dennoch eine solide Wahl, besonders dann, wenn man noch ein Windows 10 Mobile-Gerät will.

Es bietet eine solide Verarbeitung, ein wundervolles Design und eine ausreichende Performance im Alltag. Dank seines vergleichsweise günstigen Preises ist es insgesamt ein gutes Gerät, wenn auch die Kamera auch in Sachen Software noch verbessert werden darf.

Im Großen und Ganzen muss man aber sagen, dass das Trekstor WinPhone 5.0 durchaus verdient hat, unterstützt zu werden und es ein würdiges letztes Windows 10 Mobile-Smartphone ist.

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"Entdeckung besteht darin, den gleichen Gegenstand wie alle anderen zu betrachten, sich aber etwas anderes dabei zu denken."
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