Windows 10 ARM-Akkulaufzeit: 29 Stunden durchgehendes Netflix-Streaming

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Microsoft und Qualcomm haben erst gestern die erstaunliche Akkulaufzeit der Windows 10 ARM-Geräte beworben, ohne allerdings konkrete Zahlen und Fakten zu nennen. Microsoft-Manager Pete Bernard erzählte nur eine Anekdote, wonach die Tester geglaubt hätten, die Akkustandsanzeige sei defekt, da sie immer vollen Akku anzeigte.

Es klang alles etwas unglaubwürdig, schließlich kommt heute kaum ein Notebook über 15 Stunden Laufzeit bei Internetverbindung. In Labortests schaffen die Hersteller zwar alles, jedoch mit minimaler Helligkeit, im Flugzeugmodus und selbstverständlich mit der leistungsschwächsten Konfiguration im Stromsparmodus.

Qualcomm liefert Zahlen

Qualcomm hat nun allerdings echte Zahlen nachgereicht und sofern diese nur ansatzweise stimmen, wäre das für Notebooks und Tablets jedenfalls sensationell. Laut Cristiano Amon, Executive Vice President bei Qualcomm, schafft ein typisches Modell bis zu 29 Stunden Netflix-Streaming im WLAN, während mit LTE etwas mehr als 20 Stunden realistisch sind. Heutige High-End Notebooks kommen bei realistischen Bedingungen auf knapp 10 Stunden Videowiedergabe, allerdings nicht beim Streaming. 29 Stunden durchgehendes Netflix-Steaming sind heute mit keinem einzigen Notebook möglich, bei vielen Modell nicht einmal dann, wenn das Gerät nach dem Verbrauch der ersten Ladung komplett aufgeladen wird.

Die Always Connected PCs, wie Qualcomm die neue Geräteklasse nennt, setzen  somit neue Maßstäbe in Sachen Akkulaufzeit. Bei normaler Nutzung sollte es daher tatsächlich möglich sein, die Geräte nur alle paar Tage zu laden. Windows 10 ARM-Geräte laufen mit dem vollen Windows 10 und sind auch in der Lage, traditionelle x86-Desktop-Programme auszuführen dank einer Emulationstechnologie von Microsoft.

Bis Ende dieses Jahres sollten die ersten Geräte von unterschiedlichen Herstellern auf den Markt kommen, doch aufgrund der Klagsdrohung seitens Intel, scheint man bislang eher zögerlich. Sollten die Geräte aber tatsächlich solche Akkulaufzeiten bieten können, müssten die Hersteller im Namen der Innovation über mögliche rechtliche Konsequenzen hinwegsehen können.


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