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Cloud aus Deutschland: IBM bedient sich Microsofts Idee

Im Rennen um europäische Kundschaft hat Microsoft als US-Konzern ordentlich vorgelegt, als man vor einigen Monaten damit begann, die Cloud aus Deutschland als Premium-Dienst anzubieten. Die Cloud aus Deutschland soll vor allem Unternehmen die Möglichkeit bieten, auf Microsoft-Dienste zuzugreifen, die beim Datenschutz sehr strenge Richtlinien und Gesetze befolgen müssen. Hierzu zählen beispielsweise Versicherungen und Banken.

Microsoft will damit das Vertrauen der Kunden außerhalb der USA gewinnen, wo nämlich momentan keine Rechtssicherheit bezüglich des Datenschutzes besteht, wenn es um die Daten von nicht-amerikanischen Staatsbürgern geht, deren Informationen nicht auf Servern in den USA gespeichert sind. Die Redmonder kämpfen bereits seit Jahren vor Gericht gegen die US-Regierung dagegen an und das Höchstgericht wird sich des Falls annehmen.

Die Konkurrenz schläft nicht und investiert momentan ebenfalls große Summen, um vor allem bei Kunden mit hohen Anforderungen an den Datenschutz zu punkten. Das IBM-Rechenzentrum in Frankfurt am Main wird um neue Funktionen erweitert, die Sicherheit wird verbessert und die Support-Kapazität erhöht.

Einige Unterschiede zum Konzept von Microsoft gibt es allerdings: Während Microsoft auf die T-Systems der Telekom für die Datentreuhand setzt, sprich ein deutsches Unternehmen, das den Zugriff durch Microsoft-Mitarbeiter auf die Daten kontrolliert, überwacht und regelt, übernehmen bei IBM die Mitarbeiter aus der EU diese Rolle. Zugang zu Kundendaten haben im Bedarfsfall erst einmal nur IBM-Mitarbeiter aus der EU und wenn Mitarbeiter aus dem Ausland zugezogen werden müssen, wird der Kunde vorher kontaktiert. Bei der Deutschland Cloud von Microsoft haben die Redmonder selbst weder physischen noch logischen Zugang zu den eigenen Rechenzentren in Deutschland. Ab 2018 wird IBM allerdings die Möglichkeit bieten, die Daten in der Cloud zu verschlüsseln. Dabei werden die Master Keys beim Kunden liegen, sodass weder der Cloud-Dienst noch potenzielle Angreifer darauf zugreifen können.

Das Angebot der IBM Cloud in Deutschland wird direkt mit der Deutschland Cloud von Microsoft konkurrieren. In diesem Segment bekommt Microsoft nun erstmals auch von einem großen Player aus den USA Konkurrenz, was zeigt, dass die Nachfrage nach einer sicheren Cloud-Infrastruktur kein Nischenprodukt ist.


Quelle: ITPro

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