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Microsoft Surface

Microsoft Whiteboard-App enthält Hinweise auf Courier-ähnliches „Surface Phone“

Das Microsoft Courier wurde vor einigen Jahren in Redmond entwickelt und hierbei sollte es sich um ein digitales Notizbuch handeln. Es war ein Tablet mit zwei Displays, welche wie bei einem Notizbuch aufgeklappt werden können.

Microsoft hatte mit dem Courier-Tablet eine klare Vision eines digitalen Notizbuchs und das Unternehmen verfolgt diese Idee schon seit Jahren, hat fast schon eine Obsession damit, das Moleskine unter den Tablets zu bauen.

Das mystische Surface Phone soll angeblich nicht als Smartphone, sondern eben als faltbares Tablet realisiert werden. Darauf gibt es bereits unzählige Hinweise, darunter Aussagen von Microsoft-Managern und Nadella persönlich, Patenten und Hinweisen in Windows-Komponenten.

Linke Seite, rechte Seite

Die vor wenigen Tagen veröffentlichte Microsoft Whiteboard-App enthält ebenfalls solche Hinweise, die nochmals konkreter sind als die Systemkomponenten, welche Andromeda bislang erwähnt haben. In der neuen Whiteboard-App finden sich nämlich Hinweise auf eine „Journal“-App, als Tagebuch bzw. Notizbuch zu übersetzen, wo in der App von einer linken Seite und einer rechten Seite gesprochen wird. Als Beschreibung dieses Journals schreibt Microsoft folgendes:

„Das ist der Arbeitstitel für die Journal-Anwendung, welche aus einer linken und einer rechten Seite für die Erstellung von Inhalten besteht.“

Die Journal-App soll eine zentrale Anwendung des „Surface Phone“ sein, womit Microsoft die Idee des vollständig digitalen Notizbuchs endlich in die Realität umsetzen will. Die Journal-App hat für Microsoft enorme Wichtigkeit, wenn sie auch in der Öffentlichkeit in der Diskussion rund um den Begriff „Surface Phone“ immer wieder untergegangen ist.

Microsofts Notizbuch-Obsession

Es gibt kaum eine Sache, die Produktivität besser symbolisiert als das Notizbuch. Seit Jahren jagt Microsoft dieser Idee hinterher, das Notizbuch zu digitalisieren in Form eines Tablets mit Stiftunterstützung. Surface Pro ist nur die Weiterentwicklung einer bestehenden Gerätekategorie und nur ein kleiner Schritt in diese Richtung.

Microsoft möchte seit Jahren ein Gerät bauen, das ein Notizbuch komplett ersetzen kann. Diesen Gedanken verfolgte man zwischen 2008 und 2010 sehr, sehr aktiv mit dem Microsoft Courier. Es war ein in der Mitte faltbares Tablet mit Stiftunterstützung, allerdings war die Technologie nicht sehr ausgereift und man entwickelte stattdessen die Surface-Reihe weiter. Im Zuge dieser Bemühungen hätte ein ähnliches Gerät bereits 2014 starten können, allerdings wurde das fertige Surface Mini, ein 8-Zoll Tablet mit Stift, nur wenige Tage vor dem Präsentationstermin eingestellt.

Microsoft verfolgt die Idee des digitalen Notizbuchs schon länger als Smartphones, sogar länger als MP3-Player und Tablets mit Stift mit Windows gab es sogar vor der Xbox. Das Windows-Betriebssystem unterstützte Stift-Eingabe zum ersten Mal im Jahr 1991 mit den Microsoft Pen Extensions in Windows 3.1.

Man scheint nun einen geeigneten Zeitpunkt für die Realisierung dieser Vision gefunden zu haben, da es nun auch die Technologie erlaubt. Microsoft arbeitet bereits daran, Windows 10 an den neuen Formfaktor mit zwei Displays anzupassen dank Windows Core OS und CShell.


via mspu

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"Entdeckung besteht darin, den gleichen Gegenstand wie alle anderen zu betrachten, sich aber etwas anderes dabei zu denken."
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