Microsoft-Patent zeigt weitere Kamera-Innovationen für das Surface Phone

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Bereits vor einigen Wochen war ein sehr detailliertes Patent aufgetaucht, worin genau beschrieben wurde, wie Microsoft das Problem mit der Kamera bei einem faltbaren Gerät mit zwei dünnen Displayhälften zu lösen gedenkt. Nun ist ein weiteres solches Patent aufgetaucht, welches die Implementierung dieser Technologie betrifft.

Microsoft hat seit Mitte 2016 eine ganze Reihe von Patenten in Bezug auf faltbare Smartphones beantragt, worin diese Geräteklasse vom Unternehmen sogar als die Zukunft des Smartphones bezeichnet wurde. Diese Patente nähren natürlich die Gerüchte rund um das Surface Phone.

Microsoft wünscht offenbar, dass dieses faltbare Gerät keine Kompromisse bietet zu herkömmlichen Smartphones, welche sich durch den Formfaktor ergeben könnten. So zielt Microsoft darauf ab, dass die beiden Displayhälften außerordentlich dünn sind, sodass das Gerät zusammengeklappt nicht allzu viel dicker ist als heutige Smartphones. Aufgrund der geringen Tiefe einer Displayhälfte bliebe für eine große Kamera wenig Platz, was wiederum großen Einfluss auf deren Qualität hätte.

Hierzu will Microsoft eine Technologie patentieren, welche die Kamera über die beiden Displayhälften verteilt. Dabei soll der Sensor auf der einen Seite liegen und die Linsen auf der anderen Seite des Displays. Zusammengeklappt kann die Kamera daraufhin verwendet werden wie bei einem heutigen Smartphone. Damit die Kamera beim Zusammenklappen auch exakt an jener Stelle Platz findet, wo sie hingehört, ließ Microsoft die Split-Camera Autoalignment-Mechanik konstruieren. Diese Mechanik ähnelt jener Technik, die bei der optischen Bildstabilisierung verwendet wird, und soll sicherstellen, dass die Kamera auch stets exakt auf die dazugehörigen Komponenten geschlossen wird.

Microsoft beschreibt in dem Antrag zwei weitere Formen dieser Technologie, welche man als Floating Camera Module sowie als Retractable Camera Cap bezeichnet. Bei der ersten Mechanik wäre das Kamera-Modul etwas dicker als eine Hälfte und würde sich beim auf- und zuklappen nach innen bzw. nach außen bewegen. Die zweite Methode sieht vor, dass die Kamera immer etwas hervorsteht auf beiden Seiten und es innen dafür eine passende Vertiefung gibt.


Quelle: USPTO / via mspu

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