Windows 10

Windows 10 Redstone 5: Kostenpflichtige HEIF-Codecs und Preisvergleich in Edge

Microsoft hat erst am Freitag die Windows 10 Build 17623 für Windows Insider im Skip Ahead-Ring ausgerollt. Es handelt sich hierbei um eine frühe Vorschauversion des im Herbst erscheinenden Redstone 5-Updates.

Mit dieser Version hat Microsoft nicht nur die Neuerung ausgerollt, dass die Mail-App künftig Links nur noch im Edge-Browser öffnet, sondern auch einige Neuerungen eingebaut, die so im Changelog nicht enthalten waren.

Preisvergleich in Edge dürfte ein Bug sein

Die Kollegen von Deskmodder haben kürzlich entdeckt, das im Microsoft Edge-Browser der Microsoft Shopping Assistant vorinstalliert. Hierbei handelt es sich um eine Erweiterung, welche bereits seit längerer Zeit für Windows 10 verfügbar ist. Im Browser ist nach Installation nämlich ein Preisvergleich enthalten, der die unterschiedlichen Angebote von Online-Shops vergleicht und so versucht, den besten Preis für den Nutzer zu finden.

Dass die Anwendung vorinstalliert ist, muss allerdings nichts heißen, denn die meisten Nutzer haben die Funktion nicht. Wir haben selbst mehrere Installationen getestet mit und ohne Microsoft-Account und auf keinem einzigen Gerät war der Microsoft Shopping Assistant vorinstalliert. Wir wissen allerdings von Nutzerberichten, dass der Microsoft Shopping Assistant gelegentlich ohne Zustimmung aus dem Store geladen wird. Dürfte wohl ein Fehler sein.

HEIF-Codecs kostenpflicht im Store

Obwohl Microsoft im Changelog stolz die Neuerung verkündet hat, dass die Fotos-App nun auch HEIC- und HEIF-Formate in der Fotos-App von Windows 10 unterstützt, ist dieses Feature momentan nicht kostenlos nutzbar. Versucht man nämlich aktuell ein solches Bild zu öffnen, wird man in den Microsoft Store weitergeleitet, wo es die HEIF- und HEIC Media Extension für 99 Cent zu erwerben gibt.

Unerfreulich ist vor allem, dass man das Feature zwar bereits gegenüber Windows Insidern beworben hat, es dann allerdings kostenpflichtig als Option in den Store stellt. Es gibt genügend Desktop-Programme, die Windows 10 völlig kostenlos mit HEIC kompatibel machen und die Unterstützung für ein neues Dateiformat sollte für ein Betriebssystem kein Bonus-Inhalt sein, sondern eine Standard-Funktion.

Microsoft muss mit Windows 10 Geld machen

Alle drei Kritikpunkte, angefangen bei Edge bis hin zu den Codecs, könnten sich noch auf die eine oder andere Weise basierend auf Insider-Feedback ändern. Wenn Microsoft allerdings gewillt ist, diesen Schritt zu vollziehen, dann wird auch der Aufruhr des gesamten Internets daran nichts ändern. Beispiele für Microsofts Verständnis von Feedback gibt es genügend.

Microsoft muss mit Windows 10 langsam damit beginnen, Geld zu verdienen und das ist in vieler Hinsicht verständlich. Alleine schon, damit die Windows-verbundenen Bereiche in den Quartalszahlen gut dastehen neben Microsofts Cloud-Unternehmungen. Dennoch sollten sich Redmonder dafür ein besseres Mittel überlegen als kostenpflichtige Features, welche eigentlich standardmäßig Teil des Systems sein sollten.

Was sagt ihr dazu? Wie sollte Microsoft Windows 10 monetarisieren?


via deskmodder

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"Entdeckung besteht darin, den gleichen Gegenstand wie alle anderen zu betrachten, sich aber etwas anderes dabei zu denken."
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