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Umstrukturierung: Sesselrücken bei Microsoft bringt Neuerungen für Windows 10 und keine Entlassungen

Microsoft steht kurz vor dem Ende des Fiskaljahres 2018 und laut Insidern plant das Unternehmen weitere Umstrukturierungen. Diesmal steht der Bereich Windows im Fokus, welcher nach dem Abgang von Terry Myerson erneut vor einigen Veränderungen steht.

Windows 10 – Konzentration auf Intelligent Cloud

Mit dieser erneuten Umstrukturierung will Microsoft-Chef Satya Nadella die Entwicklung von Windows 10 in eine andere Richtung lenken als bisher. Das Unternehmen wir künftiger weniger neue Funktionen für Consumer einführen, die in Wirklichkeit kaum jemand verwendet.

Die wichtigste Neuerung ist in diesem Sinne, dass Corporate Vice President Kudo Tsunoda seinen Posten verliert und in eine andere Abteilung versetzt wird. Er war bislang verantwortlich für die neuen Funktionen in Windows 10, darunter „3D for Everyone, Mixed Reality, Story Remix, HoloLens und Fotos.“ Das gesamte Team von Tsunoda wurde aufgelöst und die Entwickler auf unterschiedliche Bereiche im Unternehmen verteilt.

Jene Produkte, die das Team entwickelt hatte, sind zwar grundsätzlich nicht schlecht, allerdings liegt der Fokus eines PCs für die meisten Nutzer eher beim Arbeitsgerät. Ein Computer wird eher dafür verwendet, Arbeiten in Office sowie im Web zu erledigen als Inhalte auf sozialen Netzwerken zu teilen. Microsofts neuer Fokus könnte beinhalten, wirklich nützliche Funktionen zu entwickeln anstatt Release für Release neue Features zu implementieren und diese aufwendig zu vermarkten gegenüber Nutzern, die sie in der Regel nicht brauchen.

Edge wandert zurück ins Experience & Devices Team

Nach der Kündigung von Windows- und Devices-Chef Terry Myerson wanderte Microsoft Edge kurzfristig ins Windows Engineering-Team und somit unter die Leitung von Azure-Chef Jason Zander gefallen. Mit der heutigen Umstrukturierung bringt Microsoft das in Ordnung und verschiebt Microsoft Edge wieder ins Windows Experience und Devices-Team, welches von Joe Belfiore angeführt wird.

Satya Nadella hat gezeigt, dass er keine Geduld hat mit teuren Maßnahmen, deren Ergebnisse am Ende bei Nutzern bzw. Kunden kaum Anklang finden. Mit der regelmäßigen Erweiterung von Windows 10 um immer neue Consumer-Features dürfte zwar nicht komplett Schluss sein, aber eine Reduktion dieser Bemühungen dürfte sich abzeichnen. Für Windows 10 ist das gut, denn so kann sich Microsoft wieder darauf konzentrieren, das Betriebssystem in diesen Teilen zu verbessern, die tatsächlich Verbesserungsbedarf haben und welche Kunden auch wirklich verwenden.


Quelle: ZDnet

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"Entdeckung besteht darin, den gleichen Gegenstand wie alle anderen zu betrachten, sich aber etwas anderes dabei zu denken."
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