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Google begeht ersten schwerwiegenden DSGVO Verstoß

Wir haben bereits mehrfach davon berichtet, dass Google den Standort von Android-Nutzern trotz deaktivierter Ortung sehr genau zurückverfolgen kann. Dabei verwenden der Konzern das Mobilfunknetz sowie WLAN-Hotspots, um einen genauen Positionsverlauf des Smartphone-Trägers zu erstellen. Diese Daten werden daraufhin vom Konzern für Werbezwecke verwendet.

Mit der Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO, hat die Europäische Union eine Reihe strengerer Gesetze beschlossen, welche insgesamt der  Privatsphäre der Nutzer zu Gute kommen soll. So müssen die Unternehmen der eigenen Kundschaft verständlich erklären, welche Daten genau für welche Zwecke genutzt werden. Erst mit diesem Einverständnis der Nutzer dürfen die Konzerne ihrerseits die Daten der Anwender verarbeiten.

Microsoft hatte bereits vor Monaten ein solches Privatsphäre-Dashboard umgesetzt, wo sämtliche gesammelten Daten eingesehen, verwaltet und auch gelöscht werden können. Ähnliches bietet auch Google nun an, wobei dieses wohl nicht ganz so zu funktionieren scheint, wie Nutzer sich das erwarten würden.

DSGVO Verstoß – Google zeichnet Standortverlauf auf trotz ausdrücklicher Ablehnung durch Nutzer

Sowohl im Privatsphäre-Dashboard als auch während der Einrichtung von Android können Nutzer den Standortverlauf deaktivieren. Beim Standortverlauf von Android werden Standort-Daten periodisch aufgezeichnet, sodass am Ende genau zurückverfolgt werden kann, wo der Nutzer zu welcher Zeit gewesen ist. Google bietet die Funktion als Teil der eigenen Dienste an, verwertet allerdings auch diese Nutzerdaten für Werbezwecke.

Trotz der ausdrücklichen Deaktivierung dieses Standortverlaufs durch den Nutzer zeichnet Google allerdings weiterhin diese Daten auf und speichert sie. Die Recherche der Associated Press hat nun aufgedeckt, dass Google trotz deaktivierter Standortverlauuf-Option den Nutzer überwacht. Obwohl Google selbst behauptet, dass bei Deaktivierung keine Daten gespeichert werden, zeigen diese Aufdeckungen nun, dass dies schlichtweg nicht wahr ist.

DSGVO Verstoß – Betrifft Millionen von Android-Geräten

Nutzer können sich gegen diese Überwachung durch Google im Grunde gar nicht wehren. Vorherige Recherchen hatten nämlich gezeigt, dass Google sogar dann die Nutzer überwacht, wenn keine SIM-Karte ins Smartphone eingesetzt ist.

Die Presseagentur hat im Anschluss an den Bericht auch Google kontaktiert, wo man sich nicht einsichtig zeigte. Man wiederholte im Grunde den Text aus den Support-Seiten, dass die Daten bei deaktiviertem Standortverlauf nicht gespeichert werden. Das ist laut AP allerdings schlichtweg nicht wahr.

Erste Politiker in den USA zeigten sich von den Funden der Journalisten schockiert und forderten strengere Gesetze zum Schutz der Privatsphäre von Endkunden. In Europa gibt es entsprechende Gesetze bereits mit sehr strengen Strafen für Verstöße. Es wird sich nun zeigen, wie konsequent die EU-Kommission die Einhaltung der eigenen Gesetze auch einfordert.


Quelle: AP

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"Entdeckung besteht darin, den gleichen Gegenstand wie alle anderen zu betrachten, sich aber etwas anderes dabei zu denken."
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