Das neue MacBook Air: Apples fehlendes Eingeständnis zur eigenen Strategie

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Bis vor einigen Jahren war der kalifornische Elektronikgigant Apple noch Vorreiter bei den „Kreativen“ Menschen und im hohen Preissegment. Mit den hohen Ambitionen der eigenen Surface-Reihe konnte Microsoft mit seinen OEMs in den letzten Jahren allerdings zu einer echten Konkurrenz für Apple aufsteigen. Innovative Geräte wie das Surface Studio sprechen heutzutage deutlich mehr Designer an als Apples Mac-Lineup, dass sich in den letzten Jahren nur wenig verändert hat. Heute hat der Konzern aus Cupertino das neue MacBook Air vorgestellt. Dieses Gerät bestätigt nur allzu gut, wie planlos Apple im Moment mit der Mac Reihe zu sein scheint.

Hardware

Nachdem das MacBook Air zum letzten Mal im Jahr 2015 wirklich aktualisiert wurde. hat Apple den Ruf des günstigsten eigenen Notebooks leiden lassen. Während man bei der Keynote zwar mitteilte, dass Kunden das MacBook Air außerordentlich lieben würden, sprachen die Meinungen der Fachpresse eine andere Meinung. Jahrelang verkaufte Apple stark veraltete Hardware zu High-End Preisen als Budget-Gerät. Nach 3 Jahren hat das Unternehmen dem MacBook Air heute ein Upgrade mit aktualisierter Hardware verpasst. Mit dabei sind nun lüfterlose Inter Core Prozessoren der 8. Generation, zwei Thunderbolt 3-Anschlüsse und eine Butterfly-Tastatur. Auch das hoffnungslos veraltete HD-Display wurde nun gegen ein entsprechendes 13″ Retina-Pendant getauscht. Das MacBook Air ist weiterhin in ein besonders dünnes, keilförmiges Gehäuse gehüllt. Die Basiskonfiguration mit 8GB RAM und 128GB SSD ist ab 1349€ erhältlich. Stellt sich euch da eine Frage?

Weder Fisch noch Fleisch

Einigen von euch, die mit dem Mac-Lineup etwas vertraut sind, dürfte eine Sache aufgefallen sein: Das MacBook Pro ordnet sich leistungstechnisch zwischen dem MacBook und dem MacBook Pro an, ist dabei aber das günstigste Notebook aus Cupertino. Mit der Präsentation dieses Geräts zerstört sich Apple unserer Meinung nach die komplette Platzierung der eigenen Geräte. Bislang diente nämlich das 12″ MacBook als besonders kompaktes, leichtes Mobilgerät, während man das MacBook Pro als leistungsstärkere Option für Poweruser vertrieben hat. Diese eindeutige Trennung schaffte eine Übersichtlichkeit, für die Apple von vielen Kunden gelobt wurde. Diese Übersichtlichkeit entfällt nun. Denn das bisherige „ultra-mobile“ MacBook bekommt nun Konkurrenz von dem leistungsfähigeren, aber ebenfalls „ultra-mobilen“ MacBook Air, das preislich allerdings darunter positioniert ist. Durch die gleiche Displaygröße und Anzahl von Thunderbolt-Ports konkurriert das MacBook Air nun allerdings auch mit dem MacBook Pro ohne TouchBar.

Meiner Meinung nach hat Apple sein Produktportfolio mit dem MacBook Air deutlich unübersichtlicher gemacht. Durch die verwirrende Kombination aus Mobilität, Features und Preis könnten viele Kunden verunsichert sein, welches Gerät das richtige für sie ist. Ich als Besitzer eines 13″ MacBook Pro kann außerdem sagen, dass ich auch dieses Gerät als sehr mobil empfinde. Ein dünneres, etwas leichteres Gerät mit eingeschränkter Performance erscheint nicht wirklich sinnvoll.

Besseres Beispiel: Microsoft

Microsoft macht unserer Meinung nach derzeit einiges besser, wenn es um das eigene Produkt-Lineup geht. Mit dem Surface Book, Surface Laptop, Surface Pro und Surface Go hat man zwar insgesamt 4 Geräte, die jedoch alle eine eigene Zielgruppe haben. Während das Surface Go Microsofts Budget-Gerät für unterwegs ist, bildet das Surface Pro die deutlich leistungsstärkere Version dazu. Der Surface Laptop richtet sich an Menschen, die ein schickes und solides Notebook möchten. Das Surface Book hingegen ist Microsofts High-End Maschine. Es richtet sich an alle, die maximale Performance und Mobilität brauchen.

Durch diese deutlich klarere Abgrenzung empfinden wir die Surface Reihe derzeit deutlich ansprechender als Apples Mac-Lineup. Mit dem MacBook Air hat das Unternehmen die Platzierung der eigenen Geräte unserer Meinung nach deutlich erschwert. Das undurchsichtige Angebot könnte Kunden abschrecken, die vorher die Einfachheit von Apples Lineups geschätzt haben.

Was haltet ihr vom neuen MacBook Air? Stellt es eurer Meinung nach vielleicht einen guten Kompromiss dar?


(Bild)Quelle: Apple

Dies ist ein Meinungsbeitrag. Die hier dargestellte Meinung entspricht der des Autors und muss nicht der Meinung der gesamten Redaktion entsprechen.

Über den Autor

Microsoft Surface, Lumia und Band Experte. "Never stop running with Windows."

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defected85Mamagotchi Recent comment authors
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fredi_830
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fredi_830

Ich finde das Gerät sieht aus wie ein Huawei MateBook X Pro.

defected85
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defected85

Was für Clickbait. Und dann ist auch noch der Artikel schlecht.
Bekommt doch lieber eure Apps wieder in den Griff.
Und nein, ich bin kein Apple-Fan.

Siang
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Siang

Wooww… Also,… Ich (muss) kann meinem Vorredner nur zustimmen. Nutzen tue ich eure App, aufgrund der Thematik, Aktualität und Versalität gerne, aber bei diesem speziellen Artikel, würde die „Grammatik“-Polizei breit-grinsend und Hände reibend zum Knöllchenbuch greifen, sich Zeit nehmen und richtig austoben.

Mamagotchi
Mitglied
Mamagotchi

Zumal das neue MacBook Air laut den Angaben unter „Technische Daten“ in allen 3 Dimensionen größer ist als das MacBook. Normalerweise würde man ja vermuten, dass das Air-Modell das dünnste sein müsste, ist es in diesem Fall aber nicht.

So wie das neue MacBook damals für mich preislich keinen Sinn ergeben hat, ergibt das MacBook Air für mich aktuell auch keinen Sinn. Es kostet im Prinzip so viel, dass man auch gleich zum MacBook Pro greifen kann.

Bei „Weder Fisch noch Fleisch“ hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen.
„Das MacBook Pro ordnet sich leistungstechnisch zwischen dem MacBook und dem MacBook Pro an[…]“