Zu peinlich: Apple gibt künftig keine Verkaufszahlen mehr raus

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Im Zuge des letzten Apple-Events hat der kalifornische Hardware-Hersteller eine ganz interessante Statistik präsentiert. Man verglich nämlich die eigenen iPad-Verkäufe mit den weltweiten Notebook-Absätzen konkurrierender Windows-Hersteller.

Die ganze Sache scheint für Apple allerdings eher nach hinten losgegangen zu sein. Der Hersteller wurde nämlich dafür kritisiert, dass man Äpfel mit Birnen vergleicht und genau das ist der Fall.

Apple zählt Windows Tablets nicht als Computer

Apples Argumentation in diesem Fall war, dass das iPad ein Computer ist. Gleichzeitig fließen die Verkäufe von 2-in-1-Geräten und Tablets der Hersteller nicht in diese Statistik ein. Tim Cook bezeichnete das iPad allerdings als beliebtesten Computer als er diese Statistik zeigte. Im Umkehrschluss heißt das: Apple glaubt, das iPad ist ein Computer, aber das Surface Book 2 nicht.

Apple hat sich für diesen Vergleich also eine Statistik ziemlich zurecht gebogen und dabei etwas übertrieben, wofür man international von der Presse gerügt und von der Öffentlichkeit belächelt wurde. Der Hersteller hat nun reagiert und bekanntgegeben, dass man künftig keine Hardware-Verkaufszahlen zu eigenen Geräten mehr veröffentlichen wird. Der Hersteller aus Kalifornien argumentiert diese Änderung mit folgenden Worten:“Wie wir bereits mehrfach zuvor bekundet hatten, ist es unser Ziel großartige Produkte und Dienste anzubieten, die das Leben der Menschen bereichern und ein unvergleichliches Benutzererlebnis zu bieten, sodass unsere Nutzer hochzufrieden und treu sind. […] Wie die unsere finanzielle Performance der letzten Jahre beweist, ist die Zahl der verkauften Einheiten in den ersten 90 Tagen nicht repräsentativ für die zugrunde liegende Stärke unseres Geschäfts.“

Verkaufszahlen seien nicht das Ziel

Apple argumentiert also, dass die Verkaufszahlen nichts über Umsätze und Gewinn aussagen, weil es schließlich nicht darum geht, sondern das Geschäftsmodell bei Apple „Kundenzufriedenheit und großartige Produkte“ heißt. Die Wahrheit sieht wahrscheinlich etwas anders aus: Die iPad-Verkäufe stagnieren, während der Mac abgestürzt ist. Die Quartalszahlen von Apple haben sich aufgrund der rapide steigenden Produktpreise und entsprechend höheren Margen allerdings dennoch positiv entwickelt.

Künftig dürfte es Apple immer schwerer haben, die Statistiken schön zu färben, weswegen man nun die Notbremse zieht. Wie auch von Microsoft seit längerer Zeit gibt es für die Öffentlichkeit keine Verkaufszahlen mehr.


Quelle: Apple / Bild: The Verge

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