Google Chrome-Lücke kann Windows 10-PCs vollständig einfrieren

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Eine neue Sicherheitslücke ist über die Feiertage im Google Chrome-Browser gesichtet worden, welche in der Lage ist, den PC des Anwenders vollständig lahmzulegen. Es handelt sich um einen neuen Betrugsversuch, auf den Nutzer keinesfalls hereinfallen sollten.

Die sogenannten Tech-Support-Betrüger haben eine neue und sehr effiziente Masche für sich entdeckt. Aufgrund eines Bugs in Google Chrome können die Angreifer einen Loop an Javascript-Popups auf der Webseite erstellen, die es verhindern, dass der entsprechende Tab oder der Browser geschlossen wird. Effektiv wird dies durch eine Überlastung des PCs verwirklicht, welcher binnen kürzester Zeit enorme Datenmengen auf der Festplatte verarbeiten muss. Nutzer berichten davon, dass die Datenträger-Nutzung im Taskmanager währenddessen konstant bei 100 Prozent bleibt. Dadurch ist der PC praktisch nicht benutzbar und das Popup der Seite bleibt für den Anwender sichtbar. Es liegt hier an Chrome dieses Fehlverhalten zu verhindern, sodass die Speichernutzung nicht derart ansteigt und der PC somit nicht lahmgelegt wird.

Es handelt sich hierbei nämlich um einen Betrugsversuch, wobei die Betrüger den Anwender eine Telefonnummer zum „technischen Support“ wählen lassen. Die Kreditkarte wird belastet und ob man den versprochenen Support auch bekommt, wagen wir an dieser Stelle zu bezweifeln. Derartige Angriffe werden in letzter Zeit immer häufiger und in einer kürzlichen Studio zur Sicherheit der Browser war nur Microsoft Edge gegen derartige Angriffe immun. Betroffene Nutzer haben die Möglichkeit, den Taskmanager über die Kombination STRG + ALT + ENTF zu öffnen und den Chrome-Prozess manuell zu beenden.


via mspu

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22 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de, Windows Insider MVP.

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xyunbekannt1337
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xyunbekannt1337

Strg + Shift +Esc wäre direkt der Task-Manager ohne zusätzliches Klicken beim Klammeraffen 😉

Rbliss
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Rbliss

Ich wusste es schon immer, Google Chrome tut dem Windows PC nicht gut 😉

conrad
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conrad

Edge ist leider bei webbasierten Datenbanken so langsam, dass ein Verzicht auf Chrome nur mit der mehr aufzuwendenden Zeit bezahlt werden kann.

Hannsen
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Hannsen

Was konkret sollen in diesem Kontext „webbasierte Datenbanken“ sein? Die Datenbank selber liegt ja hoffentlich auf einem Server und wird nur durch ein Web-Frontend dargestellt. Das Datenmanagement hat in dem Kontext ja relativ wenig mit Edge zu tun, wenn ich mich nicht irre – es sollte ja alles vom Server gemanaged und bereitgestellt werden.

fuchur
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fuchur

Ich tippe er redet von localstorage und co. Das kann schon sinnvoll sein, wer aber erhebliche datenmengen damit verarbeiten will ist eh schief gewickelt und hat localstorage & co falsch verstanden. Das wird nie mit mysql, oracle und co auf einem server mithalten und war auch nie dafür gedacht das zu tun. Was ich mich hier aber mal wieder frage: Warum ist Firefox als beste Chrome-Konkurrenz mal wieder kein Thema? Chrome ist scheisse. Es gibt eigentlich nur zwei große gute browser, die keine vollständige spionage darstellen und FF ist edge in vielen belangen voraus. Selbst wenn ff den bug auch… Read more »

fuchur
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fuchur

Nein, ein verzicht auf chrome kann super mit Firefox „bezahlt“ werden.