Doppelagent bei Amazon? Microsoft wieder wertvollstes Unternehmen

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Von Ende November bis Anfang dieses Jahres war Microsoft das wertvollste Unternehmen der Welt. Damals hatte der Konzern aus Redmond den Hardware-Hersteller Apple überholt, welcher sich seit September in ernsten Schwierigkeiten befindet aufgrund schleppender iPhone-Verkäufe und biegender iPads.

Vor einigen Tagen hatte dann Amazon für eine sehr kurze Zeit die Führung nach Marktkapitalisierung übernommen. Der Online-Händler und sehr erfolgreiche Cloud-Konkurrent von Microsoft hatte nämlich beste Chancen, den 10 Milliarden Dollar schweren „JEDI“-Auftrag des US-Verteidigungsministeriums an Land zu ziehen. Bis dann allerdings das Verteidigungsministerium einen schwerwiegende Interessenskonflikt bei Amazon entdeckte und publik machte.

Doppelagent in der Cloud

Amazon hatte nämlich einen hochrangigen Mitarbeiter des Pentagons angeworben, welcher in der Folge abwechselnd für den Cloud-Anbieter und das US-Verteidigungsministerium gearbeitet haben soll. Bereits zuvor hatte es Vermutungen gegeben, dass die Ausschreibung mit den Anforderungen des Pentagons ziemlich speziell auf das Angebot von Amazon abgestimmt waren. Bemerkungen hierzu hatte Oracle in der Vergangenheit gemacht, jedoch konnte man diesen Vorwurf bis jetzt nie erhärten.

Amazon raus aus dem Rennen?

Das US-Verteidigungsministerium wird im Frühjahr einen einzigen Konzern für diesen enormen Auftrag auswählen. Im Rennen sind im Grunde momentan nur Oracle, Microsoft und möglicherweise nicht mehr sehr lange Amazon. Google hat sich bereits freiwillig zurückgezogen. Die Konzerne hatten sich im Vorfeld bereits dafür ausgesprochen, den Auftrag aufzuteilen, was die US-Regierung jedoch regelmäßig ablehnte. Die Vergabe dieses großen Auftrags an einen einzigen Konzern ist für die Unternehmen selbst nicht gerade unproblematisch.

Amazon könnte sich durch diese Aktion selbst aus dem Rennen verabschiedet haben, weswegen die Aktie des Konzerns einen kleinen Absturz hingelegt hat. Der hat allerdings ausgereicht, um Microsoft wieder an die Spitze der wertvollsten Unternehmen der Welt zu setzen.


Quelle: SeekingAlpha

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22 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de, Windows Insider MVP.

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Die sollten sich eher für ein kleineres Unternehmen wie Oracle entscheiden und es ggf. per staatlicher Investitionen zu entsprechender Größe ausbauen. IBM war da gar nicht im Gespräch?