Windows 10 1903 folgt für 75 Prozent der Nutzer direkt auf 1803

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Die enorme Verzögerung beim Windows 10 Oktober 2018 zeigt seine Auswirkungen. Nachdem das fehlergeplagte Update erst im Januar 2019 vorsichtig ausgerollt werden konnte, hat Microsoft den Release auch nicht beschleunigt. Das Unternehmen schien kein echtes Vertrauen zu haben in Windows 10 Version 1809.

Mit aus diesem Grund kommt das Windows 10 Oktober 2018 Update auf einen optimistischen Nutzungsanteil von nur 26,4 Prozent aller Windows 10-Geräte. Optimistisch deshalb, weil die entsprechenden Statistiken vom UWP-App-Werbenetzwerk AdDuplex erhoben werden und Mainstream-Kunden den Microsoft Store kaum bis gar nicht verwenden, sondern eher Enthusiasten und erfahrene Nutzer. Bei ihnen ist allerdings die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie die aktuellste Version auch selbsttätig installieren.

Demnach haben also mindestens 75 Prozent der Windows 10-Nutzer das Windows 10 Oktober 2018 Update noch gar nicht erhalten. Im letzten Monat, in dem die Fertigstellung von Windows 10 1903 erwartet wird, dürfte sich der Anteil nicht blitzartig ändern. Stattdessen wird der Update-Weg die meisten Nutzer wohl direkt von Windows 10 Version 1803 auf Windows 10 Version 1903 führen.

Herausforderung für Microsoft

Nachdem die Windows Insider im Regelfall die größten Windows-Enthusiasten sind, kann man davon ausgehen, dass diese entweder bereits das Oktober 2018 Update verwenden oder weiter am Insider-Programm teilnehmen und nun Version 1903 bereits testen. Microsoft hat allerdings das Problem, dass die regulären Nutzer nicht wie die Insider von 1809 auf 1903 upgraden, sondern eben vom älteren 1803. Ohne das Insider-Programm fehlen Microsoft wichtige Telemetrie-Daten zum Upgrade-Weg.

Bei mehr als 800 Millionen Windows 10-Geräten weltweit von mannigfaltig Herstellern und Konfigurationen könnte der Upgrade-Weg von 1803 auf 1903 zur nächsten großen Herausforderung für Microsoft werden. Zudem eben genau das eine Sache ist, die man gerade jetzt nicht mehr im Insider-Programm testen kann. Microsoft wird also nicht nur darauf achten müssen, dass Windows 10 1903 möglichst fehlerfrei ist, sondern wird den Upgrade-Weg seiner regulären Nutzer reproduzieren müssen, um mögliche Fehler zu vermeiden.


Quelle: AdDuplex

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Über den Autor

23 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de, Windows Insider MVP.

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Kissi
2 Jahre her

Bei mir läuft 1809 um Größenordnungen besser, als jedes Vorgänger-Release.
Ich installierte es in dem ersten 3 Minuten nach seinem Erscheinen.

Pulkster
2 Jahre her

Geht das überhaupt. Also eine Version überspringen.?

sunnymarx
Reply to  Pulkster
2 Jahre her

Sicher. Aber nicht mit der Home-Edition. Bei Pro kann man ja Feature-Updates auf bis zu 365 Tage verzögern. Also kann man die Option einfach nach einem Jahr auf 0 Tage setzen und kann somit vielleicht sogar 2 Versionen überspringen. Ich habe zum Beispiel die Feature-Updates grundsätzlich um ein Jahr verzögert und lade mir die ISO-Datei herunter. Mache dann ein vernünftiges Backup (c’t Wimage) vom System und spiele das Feature-Upgrade direkt ein. Dann teste ich mein System, ob alles funktioniert. Wenn ja, ist alles gut. Wenn nicht, dann spiele ich das Backup zurück und warte noch 3 Monate, bis zum nächsten… Read more »

Tom Hedgehog
2 Jahre her

Also noch einmal so ein Debakel wie mit dem Oktober-Update sollten sie tunlichst vermeiden.