Google Drive warnt nun ebenfalls vor Chromium Edge-Inkompatibilität

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Microsoft ist Ende letzten Jahres für den eigenen Edge-Browser auf die Chromium-Basis umgesattelt, welche bislang primär von Google entwickelt wird. Mit demselben Kern wie ihn der Chrome-Browser besitzt, erhoffen sich die Redmonder Kompatibilitätsprobleme aus der Welt zu schaffen.

Obwohl Microsoft Edge auf Chromium-Basis damit exakt dieselbe Seitendarstellung wie Chrome bietet, warnen mehrere Google-Seiten mittlerweile vor Inkompatibilität. Nachdem Google Meet den Nutzern des neuen Edge den Zugang verweigerte, warnt neuerdings auch Google Drive davor, dass ein nicht-unterstützter Browser verwendet wird. Die Warnung wird so lange angezeigt bis Nutzer den User Agent nicht manuell in Chrome ändern.

Keine böse Absicht von Google

Diese Meldung tauchte zuletzt bei mehreren verschiedenen Google-Seiten auf, wenn diese über den neuen Microsoft Edge auf Chromium-Basis aufgerufen werden. Sehr wahrscheinlich ist es keine böse Absicht von Google und vielmehr eine automatische Maßnahme, wenn der User Agent nicht erkannt wird. Dass ein ehemaliger Google-Mitarbeiter allerdings zuletzt voller Stolz veröffentlicht hat, dass man genau auf diese Weise einen früheren Microsoft-Browser ausgerottet hat, hilft allerdings nicht gerade der Glaubwürdigkeit des Suchmaschinengiganten.

Nachdem allerdings der technische Unterschied zwischen dem Microsoft Edge-Browser auf Chromium-Basis und Google Chrome mittlerweile mehr oder weniger auf das User Interface beschränkt ist, wird es Zeit, dass Google diese Warnungen ausblendet. Im Falle eines Release werden diese Meldungen dem Edge-Browser nachweislich schaden und das will Google immerhin nicht, richtig?

Eigenen Angaben zufolge freut man sich nämlich über die Zusammenarbeit mit Microsoft.

Über den Autor

23 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de, Windows Insider MVP.

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Albert Jelicafuchururjo.deblaupausehi950 Recent comment authors
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urjo.de
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….. ja es bleibt wohl absichtlich „kunterbunt“, welche Konkurenz-Browser bestimmte Inhalte auf eigenen Domains der Internetriesen anzeigen dürfen: Vivaldi und Firefox dürfen z.B. meet.google.com anzeigen, dem Edge wirds verweigert. Gleichzeitig darf Chrome z.B. web.skype.com/de anzeigen, dem Firefox und dem Vivaldi wirds aber verweigert….. klar das sind Macht“spiele“ von Google und MS, vor rd. 10Jahren hat (das weiss man ja) die Browserkonkurrenz gern behindert, seit einigen Jahren praktiziert das nun Google. Das ist die Krux auch mit den Internet-(De-facto-)Monopolanbietern…. …..Meine Browserempfehlungen bleiben „Firefox, Waterfox &Co“ (Details vgl. ggf. bei https://www.urjo.de/urjo-de-aktuell/#2019_4u5 ) und als Gegenmittel gegen Monopolmissbräuche bleibt schlicht, alternative digitale Dienste… Read more »

abatabat
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abatabat

wie gesagt, hätten die mal mit firefox zusammen gearbeitet ^^

hi950
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hi950

Google hat auch kein Problem damit, Mozilla Browser auszusperren. Hätte insofern nichts geholfen, aber es für Google weiterhin einfach gemacht, das Seitenlayout nur kompatibel zu Chrome zu machen.

fuchur
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fuchur

Hätte ein gewisses gegengewicht erzeugt. Das wäre viel besser gewesen und auch fairer, wenn man bedenkt was firefox alles fürs netz getan hat und was google alles im netz zerstört. Ist einfach die bessere organisation Mozilla. FF ist faktisch technisch auf dem gleichen niveau wie chrome, dafür aber ein ziemlich korrekter laden.

stefiro
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stefiro

Wayne …

apollox
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apollox

Letztlich zeigt das ganze nur, mit was für veralteten Methoden Google letztlich seine Webseiten entwickelt.
Seit Jahren ist es eigentlich Standard nicht mehr über den User-Agent zu entscheiden, ob der Browser unterstützt wird, sondern Feature basiert. Da der User-Agent keine ausreichende Aussagekraft zur Kompatibilität bietet.

Androvoid
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Androvoid

Toll, dank praktisch in den Schoß gefallener Marktmacht, veraltete Methoden weil’s ihnen gerade so passt als allgemeine „Standards“ durchboxen und dauerhaft etablieren zu können…!
Aber selbst schuld, wer solche Monster offenen Auges derart heranwachsen lässt und dann sogar noch davor zurückzuweichen sich nicht zu schade ist…

hi950
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hi950

Microsoft könnte voreingestellt auf allen Google Domains den Chrome User Agent String ausgeben. Dann wäre immerhin diese Waffe von Google wirkungslos. Ist zu befürchten, daß die sich was anderes einfallen lassen, z.B. Chrome mit Closed Source Komponenten, abweichend vom Chromium Projekt inkompatibel umpatchen und ihre Dienste exklusiv darauf eingrenzen. Mal abwarten wie es weiter geht…

Gorbowski
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Gorbowski

Hat MS da „aus Versehen“ ein Spionageelement von Google entfernt, ohne das Googledienste nicht (für Google) zufriedenstellend funktionieren?

fox77
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fox77

Top! ??

fox77
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fox77

 „Im Falle eines Release werden diese Meldungen dem Edge-Browser nachweislich schaden und das will Google immerhin nicht, richtig?“ Ein Schelm wer da böses denkt! ? Die haben und werden MS immer wieder auf irgendeine Art boykottieren. Auch wenn Google sagt, sie machen es nicht. Der Verein ist einfach nur unmöglich!

Androvoid
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Androvoid

Wäre da eine Stabilisierung der Chromium-Edge-Marktanteile zumindest im Umfang der letzten Monate und vielleicht sogar wieder mit leichter Tendenz nach oben (eigentlich Microsofts Hoffnung!) für Google okay?
Doch eher nicht… Die wollen den Browser mit allen fiesen Tricks und auch verbal schlechtmachen und so möglichst klein halten und hoffen da auf ein baldiges endgültiges Aus!
„Freuen sich über die Zusammenarbeit…“
Bla bla.. was sollen sie denn sonst sagen, wenn sie rechtlich nichts dagegen unternehmen können?
Und Microsoft treibt da seine Schäfchen sogar noch denen in die Arme…

blaupause
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blaupause

„be evil“ eben!

fox77
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fox77

Richtig! ?