Windows XP bekommt Patchday-Update dank schwerer Sicherheitslücke

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Der gestrige Patchday brachte zahlreiche verschiedene Updates für unterstützte Windows-Versionen bis hin zurück zu Windows 7. Neben den regelmäßigen Bugfixes, gab es für die Systeme auch Sicherheitsupdates.

Microsoft hat mit den gestrigen Updates auch die Lücke CVE-2019-0708 behoben, bei der es sich um einen Exploit im Remote Desktop Dienst handelt. Dabei konnten Angreifer eine spezielle Anfrage an das Terminal senden und auf diese Weise Schadcode am anvisierten System ausführen. Dadurch, dass überhaupt keine Interaktion seitens des Nutzers notwendig ist, hätte sich die Lücke sehr rasch verbreiten können. Ein betroffenes System hätte über das Firmennetzwerk auf diese Weise unzählige andere Computer lahmlegen können.

Die Probleme betrafen Windows 7, Windows Server 2008 sowie ältere Systeme. Hierzu zählt auch Windows XP sowie Windows Server 2003. Die letzteren genannten Betriebssysteme werden von Microsoft längst nicht mehr unterstützt. Dennoch gab es im Zuge des gestrigen Patchdays ein Update für das mittlerweile 17 Jahre alte Windows XP. Es ist ungewöhnlich, dass Microsoft noch für ältere Systeme ausrollt.

Obwohl der Support längst abgelaufen ist und Microsoft Nutzer bereits zum Upgrade angewiesen hat, rollt man aufgrund des Schweregrads der Lücke noch ein Update aus. Microsoft zeigt sich hier von einer sehr verantwortungsbewussten Seite und man muss dem Unternehmen lassen, dass man seine Kunden tatsächlich nicht im Stich lassen will obwohl das Produkt längst nicht mehr aktuell ist.

Über den Autor

23 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de, Windows Insider MVP.

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Albert Jelicaabatabat Recent comment authors
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Oh gott…

Wie sehr ich Windows XP vermisse :,(