Surface Event in Berlin: Bilder und Eindrücke vom Surface Duo

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Microsoft lud am 21. Oktober in die Digital Eatery nach Berlin, wo Surface-Chef Panos Panay und Chef-Ingenieur Ralf Groene anwesend waren. Im Zuge des kleinen Events wurde das neue Surface-Lineup im Detail präsentiert, aber uns wurde auch erstmals das Surface Duo gezeigt.

Während wir selbst es nicht anfassen konnten und auch nicht filmen durften, war das Fotografieren sehr wohl erlaubt. Wir konnten natürlich nicht unterlassen, hunderte Fotos mit der Serienaufnahmefunktion meiner Spiegelreflex samt Zoom-Objektiv aufzunehmen. Zum ersten Mal zeigte Panos Panay beim Surface-Event in Berlin die Funktionen des Systems live her. In unserem Video zum Surface Pro X spreche ich auch kurz die Software des Surface Duo an, möchte euch aber auch in diesem Artikel meine Eindrücke von Android auf dem Surface Duo nicht vorenthalten.

Eine App pro Bildschirm

Ralf Groene sprach während des Events davon, wie man auf die Idee kam, ein Dual-Display „Smartphone“ zu bauen. Man habe Desktop-Nutzer beobachtet, die mit mehreren Displays traditionell ebenfalls deutlich produktiver sind. Im mobilen Bereich habe man durch Analyse des Nutzerverhaltens sowie von Gehirnströmen eine ähnliche Steigerung der Produktivität feststellen können.

Der Surface-Chef zeigte die reibungslos funktionierende Android-Installation am Surface Duo während des Events her. Aktuell scheint die Software so konfiguriert zu sein, dass pro Bildschirm immer eine Anwendung geöffnet wird. Sind zwei Apps geöffnet gewesen, wenn der Nutzer zum Homescreen zurückkehrt, wird links die vorherige und rechts die aktuelle App geöffnet. In Berlin zeigte Panos, wie Spotify und Twitter für Android nebeneinander laufen. Die Startgeschwindigkeit der Apps kann man als unverzüglich bezeichnen und der Snapdragon 855, welcher darin werkelt, scheint auch kein Problem zu haben mit mehreren Apps.

Offene Fragerunde: Wer ist Surface Duo-Kunde?

Panos Panay wiederholte beim Event auf meine Frage nach der Zielgruppe den seiner Meinung nach wichtigsten Vorteil des Surface Duo: Während Nutzer normalerweise vom Smartphone auf den Laptop wechseln, um eine längere E-Mail zu beantworten, einen Text fertig zu schreiben oder generell für kurzfristige produktive Arbeiten zum Notebook wechseln, soll das Surface Duo in diesen Szenarien die größeren Geräte ersetzen. Wie genau das allerdings gelingen soll, das verriet der Manager nicht.

Die erste Frage in der offenen Fragerunde betraf natürlich die Kamera. Wie bereits berichtet, teilte Microsofts Surface-Chef während des Events mit, dass man selbstverständlich an einer Weltklasse-Kamera arbeite. Man wolle allerdings nicht zu viel verraten, schließlich wird das Produkt erst in einem Jahr auf den Markt kommen. Dass allerdings daran gearbeitet wird, muss nicht zwingend bedeuten, dass das Surface Duo auch eine „Weltklasse-Kamera“ bekommen wird. Als versprechen sollte man das nicht deuten.

Ganz interessant war auch die Antwort von Panos auf meine Frage nach der Zielgruppe des Geräts. Einigen WindowsArea.de-Lesern dürfte bekannt sein, dass das „Surface Phone“ mit Windows Core OS eingestellt wurde, weil man eben keine Zielgruppe für ein Dual-Display Windows-Gerät mit Telefonie-Funktion fand. Project Andromeda wurde nun allerdings mit Android neu aufgerollt, womit zumindest das Ökosystem-Problem gelöst ist. Dennoch hat Microsoft noch nicht formuliert, an wen sich das Gerät richtet. Ähnlich wie bei der Vorstellung von HoloLens 1, wo wir NFL, Minecraft und Gaming-Demos sahen, scheint Microsoft sich beim Surface Duo nicht festlegen zu wollen. Panos meinte in Berlin, das ist auch gut so. Dass man das Produkt schon ein Jahr vor Marktstart ankündigt, hat auch den Vorteil, dass sich der Markt langsam darauf einstellen und Microsoft das Produkt auch mit dem Feedback potenzieller Kunden entwickeln kann.

Surface Duo: Prototyp ist beeindruckend

Was wir bisher vom Surface Duo gesehen haben, hat mich ehrlich gesagt nicht umgehauen. Der funktionierende Prototyp beim Event konnte aber wirklich überzeugen. Es ist immer noch schwer, sich genau vorzustellen, wie genau der Mehrwert aussehen wird. Dass man aber in gewissen Szenarien damit produktiver arbeiten kann als mit einem gewöhnlichen Smartphone, das sehe ich jedenfalls ein.

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