
Russland hat die ukrainische Halbinsel Krim im Jahr 2014 annektiert. Offiziell führen dort bewaffnete Separatisten gegen die ukrainische Armee. International wurde die Krim weder als unabhängige Region, noch als russisches Territorium anerkannt.
Die Gesetzgebung in Russland sieht das jedoch anders und schreibt vor, dass die Landkarten nun geändert werden. Das gilt auch bzw. insbesondere für Anbieter von Kartendiensten, darunter eben auch Apple Maps. Der US-amerikanische Konzern leistete dem Folge und wird seitdem international dafür kritisiert. Apple erklärte, dass nur Nutzer in Russland die neuen Grenzen sehen und sich international nichts an der Darstellung ändert.
Die Kritik an Apple folgte nicht nur vonseiten vieler Nutzer, sondern auch vom ukrainischen Außenminister. Über Twitter ließ er wissen, dass Apples Stärke nicht die globale Politik sei und man sich auf High-Tech und Entertainment konzentrieren solle.
via Neowin


Das hat nichts mit Politik zu tun, sondern mit nationalem Recht. Wenn Apple Software in einem Land anbietet, muss es sich entweder rechtskonform verhalten oder auf das Angebot verzichten. Das gilt für jedes Land, so auch in Russland. Meint ihr, es wäre für die Russen oder Apple besser, die würden Maps in Russland blicken? Mal nachdenken…
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Was ist das für politisches Blödsinn? Bleibt lieber technisch. Es gibt zwei Seiten der Betrachtung. Für eine Seite sind es Separatisten, für andere Freiheitskämpfer. Sieht man deutlich an Ukraine und Syrien Konflikt. Also bitte ich euch hier keine pro westliche oder pro östliche Propaganda zur Verbreiten. Danke
Die Krim ist nun mal nach internationalem Recht kein Teil Russlands, also hat es auch auf einer Karte nichts als Teil Russlands verloren. Egal auf welcher Seite des Konfliktes man nun steht. Und sich nicht an geltendes Recht zu halten kann man nun mal kritisieren oder zumindest darüber berichten. Internationale Konzerne verbiegen sich leider viel zu oft auf Druck von Regierungen um keine Geschäfte zunichte zu machen.
Nach internationalen Recht sollte auch Kosovo, Gholanhöhen usw. nicht anerkannt werden. Leider ist aber teilweise so. Durch diese Aktion bessere Geschäfte seiten Apple zu erzielen, finde ich auch nicht gut.
Die Karten sollten einfach ganz pragmatisch die heutigen Tatsachen wiedergeben, oder glaubt da etwa noch jemand, dass die hauptsächlich von Russen bewohnte Krim jemals gegen deren Willen zur Ukraine zurückkehren wird?
Die Krim ist seit jeher ein Teil Russlands gewesen und wurde nur zur Zeit der UdSSR, als ohnehin alles Eins war, von Chruschtschow verwaltungstechnisch an die Ukrainische SSR angegliedert! (Da wird aber jetzt als Lösung eine lange Brücke als direkte Verbindung der Halbinsel mit dem russischen Gebiet gebaut.)
Die damalige Trennung vom russischen Staatsgebiet hatte nach dem Zerfall der SU ohnehin keine Zukunft! Spätestens dann, als da der Westen in der Ukraine (wie auch in Libyen und Syrien..) zu zündeln begonnen hat, hatte Moskau natürlich keine Wahl als schnell die (zugegeben optisch verheerende) Notbremse zu ziehen, bevor dann vielleicht in weiterer Folge vor der Haustüre US-Raketen stationiert worden wären.
Vernunft und Realitätssinn sollten da schon vor ohnehin nicht in Stein gemeißelten und oft fragwürdigem „internationalen Recht“ gehen!
Wenn Apple da schon eine der Seiten verärgern muss, dann natürlich logischerweise eher die wirtschaftlich unbedeutendere…
Generell sollte man sich auf einem Technikblog mit politischen Berichten/Themen – auch wenn neutral dargestellt – ohnehin eher zurückhalten, erst recht natürlich mit eindeutig einseitigen Statements.
Da ist ein Kollege eines Konkurrenzblogs auch schon, sich – in seinem Fall durchaus nachvollziehbar – allzu sehr emotional politisch outend, unnötigerweise in eigentlich für den Blog kontraproduktive Fettnäpfchen getreten…