Dekade im Rückblick: Die spannendsten Microsoft Research Projekte

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Microsoft Research

Das letzte Jahrzehnt war für Microsoft außerordentlich spannend. Während es nicht in allen Bereichen von Erfolg gekrönt war, haben die letzten zehn Jahre, immerhin knapp ein Viertel der Geschichte des Konzerns, das Unternehmen geprägt wie kaum eines zuvor.

Während die Produkte von Microsoft eine Sache waren, stand auch die Forschung des Öfteren im Zentrum. Viele der Entwicklungen von Microsoft Research waren nicht nur innovative Ideen, sondern zeigten enormes Potenzial, womöglich später auch ihren Weg in Microsoft Produkte zu finden.

5 geniale, eingestellte Microsoft-Produkte

Während der Recherche für unser aktuellstes Video, wo wir euch die 5 genialsten, eingestellten Microsoft-Produkte der letzten 10 Jahren samt vielen Hintergründen vorstellen, haben wir zahlreiche Research-Projekte wiederentdeckt, die wir an dieser Stelle gerne näher beleuchten wollen.

IllumiRoom

Zweifellos am meisten Aufmerksamkeit für Microsoft Research generierte IllumiRoom, ein Konzept der Forschungsabteilung, das ein immersives Gaming-Erlebnis vor dem Fernseher versprach. Dabei wird auch der Rest des Raumes als Fläche genutzt, um darauf Szenen des Spiels zu projizieren.

Während das Bücherregal neben dem Fernseher zweifellos kein scharfes Bild darstellen konnte, versprach IllumiRoom ein wesentlich interessanteres Spielerlebnis, welche die Immersion heutiger Konsolen enorm bereichert hätte.

2011: HoloDesk

Ganz fünf Jahre vor HoloLens kündigte sich eine andere, spannende, aber durchaus ähnliche Technologie aus dem Hause Microsoft an.

Der HoloDesk war ein Projekt aus dem Jahr 2011, wo Nutzer mit Hologrammen interagieren konnten. Dabei kam allerdings noch keine Brille zum Einsatz, sondern eine Webcam zum Gesichtstracking, ein Display, ein Beam-Splitter und Kinect für Erfassung der Bewegungen der Hände.

2012: MirageTable

Hologramme haben bei Microsoft eine lange Tradition. Insbesondere mit Kinect-Technologien wurde bei Microsoft sehr lange geforscht.

Der MirageTable aus dem Jahr 2012 nutzte die Kinect-Kamera und einen Projektor. Dadurch konnte der Nutzer mit 3D-Elementen auf dem MirageTable mit einem beliebigen Körperteil interagieren, ohne dabei die Oberfläche selbst berühren zu müssen.

Diese Technologien dürften eine Grundlage gewesen sein, die Microsoft später auch bei der Bedienung der HoloLens genutzt hatte.

2013: 3D Touch

Das Lumia McLaren sollte eine diese Technologie von Microsoft Research mitbringen, allerdings schaffte es das Gerät nie auf den Markt. 2016 veröffentlichte Microsoft die Forschungspapiere und Videos zu „Pre-Touch“, allerdings ist bekannt, dass die Technologie schon 2014 fertig war.

2014: Windows Phone Tastatur

Microsoft hat 2014 den Weltrekord für die schnellste, verfasste SMS-Nachricht mit einem Windows Phone geknackt. Dabei nutzte man die „Shape Writing“-Technologie, welche ihren Ursprung in Microsofts Research-Abteilung hatte.

Das WordFlow Feature von Windows Phone 8.1 brach den damaligen Weltrekord zum Senden einer SMS um zwei Sekunden.

2015: MobileFusion

Dank Intels RealSense-Kameras war es auf vielen Tablets mit Windows 10 möglich, einen 3D-Scan von Objekten zu erstellen. Microsoft versprach 2015, diese Funktion auch für die Smartphone-Kamera zu veröffentlichen.

Wie wir heute wissen, wurde daraus allerdings nichts. Diesen Plänen kam nämlich 2016 die Einstellung der Entwicklung von Windows 10 Mobile zuvor.

Interessant daran ist, dass diese Technologie ihr Debüt in der Research-Abteilung von Microsoft gefeiert hatte. Dort hatte das Team mit MobileFusion eine App kreiert, welche 3D-Scans auf dem Smartphone ermöglichte.

2016: Microsoft Fetch

Im Jahr 2016 hat die Research-Abteilung von Microsoft eine App für iOS sowie das Web entwickelt, welche Hunderassen erkennen kann.

Die Anwendung ist heute in Bing integriert und kann über den Link what-dog.net aufgerufen und genutzt werden.

2019: Project Silica

Mit den steigenden Anforderungen nach höheren Speicherkapazitäten sieht sich auch Microsofts Forschungsabteilung konfrontiert. Dort forscht man seit Jahren nach Möglichkeiten, die Speicherkapazitäten durch neue Technologien drastisch zu erhöhen und dabei die Kosten für die Produktion zu verringern.

Neben DNA-Speicher hat Microsoft mit Project Silica eine Möglichkeit entworfen, Dateien auf Glas zu speichern. Das Ziel von Project Silica ist vor allem, ein langfristiges Medium zum Speichern von Daten zu schaffen. Das Projekt wurde erst 2019 entwickelt und publiziert.

Über den Autor

23 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de, Windows Insider MVP.

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