Ember Mug im Test – Smarter Becher mit integrierter Temperaturregelung

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Amber Mug Test Titelbild

In unserem Ember Mug Test stellen wir euch den stilvollen Becher mit intelligenter Warmhaltefunktion vor.

Stell dir vor, es gäbe einen Becher, der dir dein Getränk in deiner gewünschten Temperatur bereithält. Nicht zu heiß, nicht zu kalt, sondern angenehm warm. Jedenfalls so, wie du es wünschst. Und das auch noch, wenn du den Becher eine halbe oder ganze Stunde auf dem Schreibtisch stehen lässt: Dies passiert mir regelmäßig, wenn ich mich in Gesprächen mit Kollegen verliere und zurück am Schreibtisch kalten Kaffee oder Tee antreffe. Der Ember Ceramic Mug verspricht, genau hier Abhilfe zu schaffen.

Ember Mug Test: Wozu einen smarten Becher?

Ember Mug Test Verpackung

Geräte und Haushaltsgegenstände gibt es immer häufiger in einer smarten Version, die uns das Leben erleichtern sollen. Sei es die Tür, die sich per App öffnen lässt, Heizungen, die man aus der Ferne regulieren kann oder Haushaltsgeräte, die miteinander vernetzt werden. Nun gibt es also auch einen smarten Becher. Der Ember Mug funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie andere Smart Devices: Um den Becher umfassend benutzen zu können, wird die Ember-App benötigt. Diese läuft ausschließlich auf den Betriebssystemen iOS (ab Version 10.0) und Android (ab Version 4.4) und kommuniziert mittels Bluetooth mit dem Ceramic Mug. App-Verweigerer müssen mit der Standard-Temperatur von 57 °C leben.

Wozu das Ganze? Wer oft und gerne Heißgetränke in seinem Home Office oder im Büro trinkt, kennt die folgende Situation (oder vergleichbare):

Du füllst deinen Becher mit frischem Kaffee und stellst diesen auf deinem Bürotisch ab. Wenige Minuten später schießt dir ein Gedanke durch den Kopf und du willst ihn kurz mit deinem Kollegen im Büro nebenan diskutieren. Aus „kurz“ wird lang und du schaffst es erst nach 15 Minuten zurück an deinen Bürotisch. Unvermittelt ruft ein aufgeregter Geschäftspartner/Mandant an und du verbringst weitere 15 Minuten damit, diesen zu beruhigen. Seit dem Auffüllen des Bechers und dem Ende des Telefonats sind nun 30 Minuten oder mehr vergangen und du nimmst den ersten Schluck… Überraschung, dein Kaffee ist kalt und du darfst noch mal zur Kaffeemaschine.

Hier setzt Ember Ceramic Mug an und meistert seine Aufgabe meines Erachtens aus folgenden Gründen grandios.

So sieht der Ember Mug aus

Ember Mug Test Schreibtisch

Der Becher ist aus Edelstahl gefertigt und hat eine Keramikschicht, die vor Kratzern schützen soll. Das Design ist schick und schlicht gehalten. Es gibt den Becher in den Farben Schwarz und Weiß. Die Untertasse ist zugleich die Ladestation. Mit zum Lieferumfang gehört auch ein Ladegerät und eine Bedienungsanleitung. Der Ember Ceramic Mug kann nur mithilfe des gelieferten Ladegeräts aufgeladen werden. Das Laden an einer Powerbank ist leider nicht möglich.

Rein optisch würde ich auf den ersten Blick nicht erkennen, dass es sich beim Ember Ceramic Mug um einen Becher mit intelligenter Warmhaltefunktion handelt. Auch wenn man ihn auf seine Untertasse zum Aufladen setzt, wirkt er wie ein normaler Kaffeebecher. Sein Design wirkt dabei sehr hochwertig und das sollte es bei dem Preis auch. Deshalb wird die Technik im Becher schlussendlich nur durch die LED-Benachrichtigungsleuchte am unteren Rand des Bechers nach außen hin ersichtlich.

Ember Mug Test: Das kann der smarte Becher

Wie schon oben geschrieben, lässt sich der smarte Becher aus dem Hause Ember grundsätzlich auch ohne App nutzen. Die Funktion ist in diesem Fall aber auf das Wesentliche beschränkt.

Bevor man den Becher in seiner vollen Funktionsfähigkeit benutzen kann, müsst Ihr zunächst die „Ember – Temperature Matters“-App installieren und den Becher mit eurem Smartphone koppeln. Es ist kein Hexenwerk, der Einrichtungsassistent schleust hier nachvollziehbar durch die wichtigsten Schritte.

Amber Mug Test Verpackung 2

Wird der Becher befüllt, so zeigt er über die App die Temperatur seines Inhalts an. Diese Temperatur lässt sich jetzt zwischen 50°C und 62,5 °C regulieren. Dies funktioniert auch, wenn das Getränk zu Beginn noch lauwarm ist. Der ganze Vorgang dauert, je nach gewünschter Temperatur, einige Minuten und wird durch eine blinkende LED signalisiert. Die App benachrichtigt den Nutzer per Smartphone oder Apple Watch, sobald die gewünschte Temperatur erreicht worden ist. Der Becher signalisiert das Erreichen der Soll-Temperatur über eine nunmehr durchgehend leuchtende LED.

Bis zu einer Stunde lang kann der Becher außerhalb der Ladestation die Temperatur seines Inhalts konstant halten. Das ist besonders praktisch, wenn man seinen Tee oder Kaffee während der Arbeit genießen will. Vor allem, wenn ich ganz in Gedanken verloren bin oder das Telefon klingelt, vergesse ich regelmäßig meinen Kaffee. Insofern ist das oben geschilderte Szenario kein ausgedachtes. Es ist mit dem Becher aber überhaupt kein Problem mehr, denn das Getränk bleibt angenehm warm. Befindet sich der Becher durchgehend auf der Ladestation, hält er die Wunschtemperatur selbstverständlich den ganzen Tag lang.

Die Keramikschicht sorgt außerdem dafür, dass die Wärme gut isoliert wird und man sich von außen nicht die Finger verbrennt. Nutzt man mehrere Becher, kann man ihnen per App unterschiedliche Farben zuweisen. Außerdem lassen sich Einstellungen treffen, wenn man häufig das gleiche Getränk in den Becher füllt. Bestimmte Kaffee- und Teegetränke sind der App bereits bekannt und gehen mit einer Empfehlung zur idealen Temperatur einher. Doch auch benutzerdefinierte Einstellungen sind möglich. Dies gilt auch für Tee-Timer.

Wie reinigt man den Ember Mug?

Der Becher darf auf keinen Fall in die Geschirrspülmaschine. Warum das so ist, dürfte auf der Hand liegen: Es handelt sich hierbei schlussendlich um ein elektrisches Gerät.

Die Handwäsche stellt hingegen kein Problem dar, denn der Ember Ceramic Mug ist IPX7-zertifiziert. IPX7 beschreibt die Schutzart von elektrischen Betriebsmitteln. Die Stufe 7 hinter dem Kürzel IPX bedeutet, dass der Gegenstand ein zeitweiliges Untertauchen unbeschadet übersteht (1 Meter tief für 30 Minuten). Vermeiden sollte man daher ein langes Einweichen im Wasserbad.

Ember Mug Test: Fazit nach vier Wochen

Nun nutze ich den Ember Mug rund vier Wochen und bin – mit kleinen Einschränkungen – begeistert! Der smarte Becher erweist sich im Büroalltag als (fast) unentbehrliches Gadget. Ich habe mich erschreckend schnell daran gewöhnt, durchgehend warmen Kaffee/Tee zu trinken und will auf diesen „Luxus“ inzwischen ungern verzichten. Negativ aufgefallen sind mir nur zwei Punkte:

  • Die Bluetooth-Verbindung wird bei mir nicht immer automatisch wiederhergestellt, sondern muss häufig manuell erfolgen. Update: Seit dem letzten App-Update besteht das Bluetooth-Problem nicht mehr, klasse!
  • Wenn der Becher z.B. halbvoll ist, führt die Warmhaltefunktion dazu, dass die Restmenge im Becher heißer erscheint als zu Anfang. Die Temperaturanzeige in der App ist jedoch unverändert. Vermutlich haben unsere naturwissenschaftlich begabten Leser eine einfache Erklärung für diesen Effekt. 😉

Diese beiden Mankos könnten sich inzwischen aber erübrigt haben, da ich nicht die neueste Version (Mug 2) nutze.

Mit rund 100 € ist der Ember Becher nicht gerade günstig, aber für Kaffee-/Teeliebhaber definitiv eine Überlegung wert.

Ember Apps für Android & iOS

Ember - Temperature Matters
Ember - Temperature Matters

Weitere Informationen findet ihr auf der Ember Homepage.

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? Nerd. ☕ Kaffeejunkie. ⚖️ Hamburger Rechtsanwalt für IT-Recht und Datenschutzrecht, außerdem Vergaberechtsanwalt.

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Gorbowski
6 Monate her

Mhm, ein guter Thermobecher kostet 15-20€. Wenn ich mal wegmuss – > Deckel drauf. Da kann die Ablenkung auch länger dauern und das Getränk bleibt heiß.

Chris Romed
Reply to  Gorbowski
6 Monate her

Sehe ich genau wie du. Mann kann auch eine kleine Thermoskanne nehmen wenn man möchte. Noch dazu braucht man dann keine App und Strom. 😉

rabbit
6 Monate her

Ich glaub, die lohnt sich nur, wenn man sie von der Steuer absetzen kann 🙂

stefiro
Reply to  rabbit
6 Monate her

Genau … Als Werbegeschenk würd ich ihn nehmen, egal was aufgedruckt ist. Aber ansonsten ist das schlicht und ergreifend zu teuer. Kaffee lebt nei mir nicht lang genug um kalt zu werden, und bei Tee macht es mir nix aus … ?

Mamagotchi
6 Monate her

Also ich bin da einfach nicht die Zielgruppe. Bei mir hat eine Tasse Kaffee eine relativ kurze Lebensdauer und wenn mich wer anspricht oder sonst was, nehm ich die Tasse mit. Mag unhöflich sein, ist mir aber auch einfach egal. Ansonsten bedient das Gerät halt einen Bedarf, der wie im Artikel beschrieben, für die Kunden real vorhanden ist. Leider scheint es keinen Deckel zu haben, sonst könnte man es auch noch als Coffee2Go-Becher verwenden. Zum Thema IP X7 möchte ich noch ergänzen, dass die Geräte mit destilliertem Wasser getestet werden. Bei Einsatz von Spülmittel oder auch bereits vorhandene Verunreinigungen durch… Read more »

Chris Romed
Reply to  Mamagotchi
6 Monate her

Ich frag mich wer wirklich einen Bedarf für so was hat? Wahrscheinlich nur Technik affine Selbstdarsteller um zu zeigen dass sie immer das neueste smarte Gerät haben.
zu dem was du wegen des Deckels geschrieben hast, stimmt mit Deckel bräuchte man wahrscheinlich auch weniger Energie um das Getränk warm zu halten aber sieht dann ja nicht cool aus.

noper
6 Monate her

Unterstützt die Tasse dann auch wenigstens HTCPCP, für 100€ wäre das ja das mindeste ?

Armin Osaj
Editor
6 Monate her

100€ Tasse ?‍♂️