Das schafft Vertrauen: Britischer Geheimdienst empfiehlt Windows 10

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„Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.“ Nirgendwo sonst gilt das mehr als bei Geheimdiensten. Im Falle des gestern eingetretenen Supportendes von Windows 7 gilt das auf jeden Fall, zumindest wird man das bei Microsoft sicherlich denken.

Jener Geheimdienst, der im Jahr 2017 Microsoft zwei Windows 10-Sicherheitslücken offenbarte, empfiehlt nun allen Windows 7-Nutzern das Upgrade auf Windows 10. Dies empfiehlt man Anwendern nämlich, wenn sie ihre Daten in Sicherheit wissen wollen. Konkret geht man sogar so weit und mahnt Nutzer dazu, auf keinen Fall Windows 7 zu verwenden, um auf Onlinebanking-Dienste zuzugreifen oder personenbezogene Daten zu übertragen. Größere Ausbrüche von Viren-Infektionen könnten sich nach dem Supportende von Windows 7 häufen, waren diese doch auch während des Supports aufgrund unterlassener Update-Installationen nicht selten. WannaCry und Petya sind gute Beispiele dafür, dass Millionen von Windows 7-PCs betroffen sein können, während Windows 10-Nutzer davon praktisch unberührt blieben.

Geheimdienste nutzen Windows 10

Der britische Geheimdienst hat im Jahr 2017 sogar zwei schwere Sicherheitslücken an Microsoft gemeldet, welche die Umgehung mehrerer Schutzmechanismen zur kompletten Übernahme des Computers gestatten konnten. Solche Sicherheitslücken werden von Geheimdiensten nicht selten gesammelt, um sie für eigene Zwecke ausnutzen zu können. Die CIA und die NSA hatten in der Vergangenheit enorme Sammlungen an Systemlücken, nicht nur für Windows, um ihre Ziele damit effektiv angreifen zu können.

Es scheint sich allerdings einiges getan zu haben, womöglich beim moralischen Verständnis der Geheimdienste oder vielleicht einfach aufgrund des bestehenden Interessenkonflikts. Nachdem die Regierungen nun selbst vermehrt auf Windows 10 setzen und damit auch viele Mitarbeiter der Geheimdienste, scheint man Lücken immer häufiger an Microsoft zu melden.

Dass die Empfehlung, von Windows 7 auf Windows 10 umzusteigen, von einem Geheimdienst kommt, das ist allerdings dann doch womöglich eine gute Empfehlung, jedoch von falscher Stelle.

Windows 7 ist tot


Quelle: telegraph.co.uk

Über den Autor

23 Jahre alt, Redakteur bei WindowsArea.de, Windows Insider MVP.

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