Windows 10 Mai 2020 Update: Alle Neuerungen im Überblick

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Das Windows 10 Mai 2020 Update trägt die Versionsnummer 2004. Es umfasst kleine Neuerungen, die den Windows-Alltag erleichtern sollen. Damit ihr wisst, ob sich die Installation lohnt, haben wir für euch alle Neuerungen zusammengetragen.

Alle Neuerungen im Video

Die wichtigsten Neuerungen des Windows 10 Mai 2020 Updates könnt ihr auch in unserem Video betrachten:

Windows 10 Mai 2020 Update: Das sind die Neuerungen

System:

  • Windows Subsystem for Linux ist nun in der Version 2 vorzufinden (WSL2). Es handelt sich nicht mehr um ein Subsystem, welches Linux-Calls in Windows-Calls übersetzt, sondern um einen echten Linux-Kernel virtualisiert in Hyper-V.
    • Verbesserte Performance, vor allem beim Dateisystem.
    • Volle Unterstützung für alle System-Calls. Beispielsweise kann nun Docker ausgeführt werden.
    • Ermöglicht Zugriff auf Localhost.
    • Unterstützung für ELF64-Binaries.
    • Das parallele Ausführen von VMWare und weiterer Virtualisierungssoftware wird durch neue APIs ermöglicht, doch dazu müssen die Applikationen aktualisiert werden.
  • DirectX12 Ultimate: das neue Feature-Level 12_2 bringt die Unterstützung für DirectX Raytracing, Variable Rate Shading, Mesh Shaders und Sampler Feedback. Es ist die gleiche DirectX-Version, welche auf der Xbox Series X zum Einsatz kommt.
  • Schnelles Koppeln mit unterstützten Bluetooth-Geräten (Swift Pair).
  • Task-Manager
    • GPU-Temperaturen.
    • Anzeige des Festplatten-Typs (HDD oder SSD).
  • Im abgesicherten Modus ist nun die Windows Hello-Pin als Login-Methode verfügbar.
  • Einzelne virtuelle Desktops lassen sich nun benennen.
  • Emoji 12.0 + weitere Kaomojis für das Emoji-Keyboard.
  • Zur Erinnerung zum Einrichten einer Backup-Methode wird Windows nun regelmäßig eine Benachrichtigung senden. Keine Sorge, diese lässt sich deaktivieren.
  • Im Kontextmenü des Lautsprechers wurde erneut die Sound-Systemsteuerung hinzugefügt, der Eintrag nennt sich Sounds.
  • Windows Sandbox: Ausführen benötigt keine Admin-Rechte mehr.
  • Notepad kann ungespeicherte Inhalte nun wiederherstellen, falls der Computer aufgrund eines Updates neu gestartet wurde.
  • Eine beliebte Funktion kehrt zurück! Bei einem ausstehenden kumulativen Update lässt sich jetzt der PC herunterfahren und neu starten, ohne das Update zu installieren.

Einstellungen:

  • Optionale Funktionen/Die UWP-Version von Windows Features aktivieren/deaktivieren
    • Die Liste der optionalen Features wurde nutzerfreundlicher gestaltet.
    • Es lassen sich mehere Einträge anwählen.
    • Eine Such-Funktion wurde implementiert.
    • Zusätzlich sind nun deutlich mehr Komponenten deinstallierbar. Darunter Editor, Paint, WordPad, Drahtlose Anzeige, PowerShell ISE und Schrittaufzeichnung.
  • Update und Sicherheit
    • PC Zurücksetzen bietet nun eine Cloud-Option an. Dabei wird Windows frisch heruntergeladen und mit diesem neuen Image euer System zurückgesetzt.
    • Sideloaden von .MSIX-Packages ist jetzt standardmäßig und unwiderruflich möglich. Entsprechend wurde die Option hierfür in den Entwickleroptionen entfernt.
  • Netzwerk und Internet
    • Datennutzung besaß bislang einen eigenen Menüpunkt. Diese wurde entfernt. Stattdessen lässt sich ein Button für die Datennutzung einzelner Netzwerke in der Netzwerkübersicht finden.
    • Die maximale Verbindungsgeschwindigkeit einzelner LAN-Netzwerke wird in deren Eigenschaften angezeigt.
  • System
    • Benachrichtigungen und Aktionen: neue Option zum Deaktivieren der Post-Upgrade-Seite. Bei dieser fragt Windows, ob man noch ein paar Funktionen einrichten möchte, obwohl der PC bereits eingerichtet wurde.
  • Geräte
    • Die Geschwindigkeit der Maus lässt sich endlich direkt in den Einstellungen konfigurieren, wodurch der Umweg zur alten Systemsteuerung entfällt.
  • Konten
    • Falls man den Computer neu startet, während Anwendungen geöffnet sind, werden diese nach dem Hochfahren automatisch wieder geöffnet. Dieses Verhalten lässt sich mit dem Mai 2020 Update getrennt von dem schnellen Anmelden in den Anmeldeoptionen deaktivieren.
      • Zusätzlich öffnen sich jetzt auch UWP-Apps, im minimierten Zustand.
    • Das Ändern des Profilbilds macht die Änderung ebenfalls im Microsoft Konto wirksam.
    • Das Passwort lässt sich ab dem Mai 2020 Update als Anmeldemethode vom Sperrbildschirm ausblenden, um ganz auf Windows-Hello zu setzen.
    • Die Synchronisierung von Einstellungen mit dem Microsoft-Konto funktioniert zuverlässiger.
  • Zeit und Sprache
    • Verbesserte Darstellung der Einstellungen unter Sprache. Es ist mit den Änderungen sehr leicht alle wichtigen Optionen ausfindig zu machen.

Cortana:

  • Sie ist keine System-App mehr. Dadurch ist sie unabhängig vom System updatefähig. Zudem lässt Cortana sich deinstallieren, jedoch nur per PowerShell-Befehl.
  • Daraus resultiert eine weitere Änderung: Cortana befindet sich nun in einem normalen App-Fenster, welches sich verschieben und in der Größe verändern lässt.
  • Die Benutzeroberfläche wurde vollständig überarbeitet. Diese setzt nun auf Chat-Blasen, wodurch man Konversationen mit Cortana führen könnte. Zudem lässt sich eine Textnachricht an Cortana komfortabel schreiben.
  • Der Zugriff auf das Notizbuch entfällt vollständig. Es existieren auch keine personalisierten Informationen mehr auf einer Übersicht.
  • In der US-Sprachigen Version von Cortana ließen sich Skills installieren. Auch diese Möglichkeit ist nicht mehr gegeben.
  • Mit diesen Änderungen verfolgt Microsoft das Ziel Cortana in eine Business-Assistentin zu verwandeln.

Suche:

  • Diese Änderungen wurden Serverseitig für alle ausgerollt:
    • Schnellsuche: Vorschläge für Suchen unten auf der Suchseite.
    • Verbesserte Korrektur von Tipp-Fehlern bei der Eingabe.
  • Verbesserungen an der Suchindexierung:
    • Ein Algorithmus soll eine hohe Festplatten- und Prozessorauslastung erkennen und anhand dieser Informationen die Arbeit der Suchindexierung anpassen.
    • Pausiert Arbeit während der Spielemodus & Energiesparmodus aktiviert ist.
    • Zudem wird die Indexierung ebenfalls pausiert, wenn ein Gerät wenig Akku besitzt.
    • Git-Repositories und Visual Studio-Projekte werden nicht mehr indexiert. Entwickler profitieren von einer niedrigen Clone & Compile-Wartezeit.

Erleichterte Bedienung:

  • Neue Optionen zum Anpassen des Text-Cursors. Dieser kann jetzt groß und bunt dargestellt werden, um sehr auffällig zu sein.
  • Einstellungen für die erleichterte Bedienung werden nicht mehr über das Microsoft-Konto synchronisiert.
  • Sprachausgabe:
    • Narrator kann nun von verlinkten Webseiten weitere Informationen beziehen, wie den Titel. Dadurch lässt sich herausfinden, was sich hinter Webseiten verbirgt, ohne diese Anklicken zu müssen.
    • Zahlreiche neue Sounds, beispielsweise für die Autokorrektur.
    • Liest nun vor, ob Checkboxen in Listen angekreuzt sind.
    • Beim Vorlesen von Tabellen wird nun zuerst der Kopf vorgelesen, danach die Zeile und zuletzt die Spalte.
    • Navigation zwischen Spalten wird ermöglicht, dank Tastenkürzel für die Tabellen-Navigation.
    • Verbessertes Lesen von E-Mail-Inhalten in Outlook. Zusätzlich wird beim Öffnen einer E-Mail der Inhalt automatisch vorgelesen.
    • Verbessertes Vorlesen von Webseiten in Chrome und Firefox. Auch hier werden Webseiten nun automatisch beim Laden vorgelesen.
    • Verbesserte automatische Ausgabe von Dialogen.
    • Verbesserte Erkennung von Links und dem Play-Button in iTunes.
    • Chrome: Benachrichtigungen von nicht-fokussierten Chrome-Webseiten werden nicht mehr vorgelesen.
    • Gibt nun den aktuellen Wert der alten Farbauswahl aus.
    • Aktualisiert das Braille Display nun korrekt, wenn ein XAML-Untermenü ausgefahren wird.
    • Bei der Nutzung der Option „von hier Lesen“ wird kein Klick mehr in das entsprechende Feld im Programm ausgeführt
    • Unterstützung für die aria-haspopup property.
  • Bildschirmlumpe:
    • Das Minimieren zu einer Lupe ist nicht mehr möglich.
    • Besitzt nun eine integrierte Vorlese-Funktion. Diese kann per Play-Button aufgerufen werden.
    • Die Benutzeroberfläche besitzt nun ein dunkles Design und skaliert sich besser bei hohen DPI-Werten.
    • Erinnert sich an die vorherige Fenster-Position.
    • Verbesserte Navigation in Outlook
  • Augensteuerung
    • Drag & Drop lässt sich nun durchführen.
    • Neue Pause-Funktion: Sobald diese Aktiviert wurde, verschwindet nun das Launchpad. Sobald man die Augen schließt oder wegschaut, wird es jedoch wieder eingeblendet.
    • Button-Klick kann nun auch per Joystick durchgeführt werden, statt mit dem langen Anschauen eines Objekts.
    • Verbesserte Einstellungen.

Weiteres:

  • Netzwerk-Flyout: Für unsichere, offene Netzwerke wird nicht mehr eine Warnung angezeigt. Stattdessen setzt man auf ein neues Icon, welches öffentliche Netzwerk klar hervorheben soll.
  • Swiftkey-Eingabe ist für weitere Sprachen verfügbar.
  • Die Möglichkeit den Downloads-Ordner mit der klassischen Datenträgerbereinigung zu entleeren wurde entfernt.
  • Man kann mit der Tastenkombination Win + Strg + Shift + B bereits den Grafiktreiber neu starten, falls man nur einen schwarzen Bildschirm sieht. Nun gibt es eine neue Tastenkombination Win + Strg + Shift + L um eine Aufzeichnung auf dem Sperrbildschirm zu starten. Drückt man diese Tastenkombination einmal, startet die Aufnahme. Dann kann man seine Schritte nachproduzieren. Ist man fertig, drückt man die Tastenkombination erneut und die Aufnahme wird an Microsoft geschickt. Diese Option ist nur verfügbar, wenn Diagnose-Daten auf Voll gesetzt wurden.
  • Das Kontextmenü im Explorer für .HEIC-Bilder besitzt nun die Optionen Drucken & Als Desktophintergrund festlegen.
  • Die Standardweite der Explorer-Suche ist nun größer.
  • Verbesserungen an der Japanese-IME, Korean-IME und weiteren fremdsprachigen Eingabemöglichkeiten.

Fehlerbehebungen:

  • Verbesserungen an der Startgeschwindigkeit von Jumplisten. Besonders mit vielen zuletzt verwendeten Dateien.
  • Das Action-Center besitzt nun den Acrylic-Effekt beim öffnen. Aber nicht beim Schließen.
  • Der Desktop Window Manager kann nun bei Multi-Monitor-Setups mit unterschiedlichen Aktualisierungsraten umgehen.
  • Fehler behoben, bei dem der Fingerabdrucksensor plötzlich nicht mehr als Login-Methode angeboten wird.
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Über den Autor

20 Jahre alt + Redakteur & Videoproduzent bei WindowsArea.

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