
Unbestätigten Berichten zufolge plant Microsoft für das Frühjahr 2021 den Release von Microsoft Cloud PC. Es soll sich um eine schlanke Version von Windows handeln auf Basis von „Cloud-Technologien“ für Unternehmenskunden.
Microsoft Cloud PC richtet sich an Business-Kunden, die auf älteren Maschinen, auf schwächeren Geräten sowie auf Thin-Clients eine optimierte System-Version benutzen wollen, wo Windows Virtual Desktop ein integraler Teil des Betriebssystems ist und kein Nachsatz. Dabei dient das Betriebssystem nur als Interface, während sämtliche Programme aus der Azure Cloud kommen. Das könnte die Hardware-Investitionen für Unternehmenskunden vor Ort weiter senken, sollte Microsoft Cloud PC tatsächlich weniger Leistung als Windows benötigen. Viele Thin-Clients laufen ohnehin bereits nur über Virtualisierung. Microsoft Cloud PC soll für diese Geräte das richtige Betriebssystem sein.
Microsoft Cloud PC – Was ist das?
Microsofts Vision für Cloud PC ist, dass es sich um eine von Microsoft 365 betriebene User-Experience handelt, die aus der Azure-Cloud bedient und über Microsoft-Werkzeuge verwaltet wird. Bezahlt wird dabei der Preis pro Benutzer, wie man das bereits von den attraktiven Abo-Modellen des Unternehmens kennt. In einer Job-Ausschreibung schrieb der Konzern, dass Microsoft Cloud PC ein strategisches, neues Angebot ist, das den Desktop-as-a-Service bieten soll. Im Kern bietet Cloud PC seinen Kunden ein modernes, elastisches, Cloud-basiertes Windows und erlaubt Organisationen aktuell zu bleiben auf eine einfachere und skalierbarere Art und Weise.
Das bedeutet? Im Grunde dasselbe wie bei der Cloud vs. On-Premises. Statt die Hardware vor Ort zu besitzen, lagert man diese noch weiter in die Microsoft-Cloud aus. Anstatt eines klassischen Windows-Rechners, reicht auch ein schwacher, günstiger Thin-Client. Die Leistung kommt aus der Cloud, sodass sich der Kunde über Hardware-Upgrades keine Sorgen machen muss.
Microsoft Cloud PC – Das Abo Windows
Die Preisfrage lautet allerdings auch hier: Was wird es kosten? Das komplette Microsoft 365 Angebot ist momentan einfach nicht gerade günstig. Das Angebot von Virtualisierung könnte die Preise weiter nach oben treiben oder die Einführung neuer, teurerer Editionen erfordern. Es heißt aktuell, eine Markteinführung könnte sogar im Frühjahr 2021 passieren.
Zweifellos kommen wir Microsofts Vision zu einer Abo-Zukunft von Windows 10 ein großes Stück näher. Einmalige, hohe Lizenzgebühren könnten fallen, zusammen mit den auslaufenden Support-Zeiten gewisser Versionen und Hardware-Upgrades. Stattdessen könnten Unternehmenskunden bei ihren Thin-Clients auf ein schlankes System und monatliche Zahlungen inklusive Leistung aus der Cloud umstellen.
Microsoft Cloud PC für Privatkunden?
Microsoft Cloud PC ist nicht für Privatkunden gedacht. Es richtet sich ausschließlich an Unternehmen, die auf Virtualisierung aus der Cloud setzen möchten.
Außerdem ist der Microsoft Cloud PC auch nicht als Ersatz zu Windows 10 oder Office gedacht. Es bleibt ein eigenes Produkt für ein bestimmtes Kundensegment.
Für Privatkunden ist eine ähnliche Strategie aber durchaus denkbar: Windows 10X soll zum Launch ohne Unterstützung für Win32-Programmen auf den Markt kommen. Gerüchten zufolge heißt es da, dass auch hier die Programme aus der Cloud gestreamt werden könnten. Aktuellen Berichten zufolge heißt es, dass Windows 10X ohne Support für den neuen Microsoft Edge und andere Desktop-Programme starten könnte. Lediglich UWP-Apps sowie Web-Apps könnten darauf laufen. Der Rest müsste über Virtualisierung laufen. Hier ist allerdings unklar, wie viel es kosten wird, dass Nutzer ihre Windows-Programme unter Windows 10X weiter nutzen können.
Bislang hat Microsoft zu all diesen Informationen nicht Stellung bezogen. Es heißt, der Konzern möchte das System bis Ende 2020 fertigstellen und es 2021 als ChromeOS-Konkurrenzprodukt auf den Markt bringen.


Mit diesem Not-Programm suggeriert bzw. gesteht Microsoft sogar ein, dass Google mit dem technischen Konzept der Chromebooks von vornherein und schon viel früher auf dem richtigen Weg war und ist!
Das wird eine fatale Imsge-Wirkung auf die Kunden haben.
Ein Großteil der Argumente gegen Google-Produkte sind dadurch nicht mehr stichhaltig. Der „Cloud-PC“ wird dann sicher die klassischen lokalen Installationen langsam aussterben lassen…
Für den Business-Bereich wird man es mittels clever bindender exklusiver Spezialprogramme schon schaffen, sich da fürs erste weiter unentbehrlich und unersetzbar zu machen.
Aber was wird die Consumer dazu bringen, da brav mit aufzuspringen und sich dann spätestens bei Bedarf einer Neubeschaffung – optimal passend zu ihrem aktuellen Smartphone! – nicht gleich woanders umzusehen und eventuell für die durchaus ähnlich geartete, aggressiv beworbene und dann vielleicht doch einfachere, problemlosere und für die Zielgruppe passendere google’sche Lösung zu entscheiden?
Von wegen „Eure Daten sind auf Google-Drive nicht sicher.. ‚
Weil alle auch viel zu spät darauf reagierenden Versuche, etwas eigenes Modernes aus dem Ökosystem heraus zu entwickeln bis jetzt nicht wirklich funktioniert haben, kommen jetzt schnelle Verlegenheits-Lösungen wie das Duo und eben solches, dem System der Chromebooks Nachempfundenes.
Wird man damit den Vorsprung Googles zB im Bildungssektor wettmachen können?
Die werden da nicht tatenlos zusehen, sondern sich auch weiterentwickeln und jetzt wie gewohnt fiese Abwehrstrategien vorbereiten…
Was sollte dann Entwickler davon abhalten, verstärkt an cloudbasierten Programmen für die google’sche Plattform zu arbeiten?
Was für ein Marketing gesülze…keinerlei Innovation oder Nutzen für den Kunden und ausschließlich mehr Geld und Abhängkeit für einen Cloud Anbieter. Heutzutage die Hardware Kosten vorzuschieben ist einfach lächerlich denn der Unterschied zwischen Thin Client und normalen Desktop ist verschwindend gering. Und einen oder zwei Monitore muss man immer anschließen da war es das dann auch schnell mal mit der Virtualisierung aus der Cloud und den Thin Clients.
Ich würde mich als Unternehmer sehr davor hüten meine Abhängigkeiten noch weiter auszubauen und mich so in die Hände von fremden Unternehmen zu begeben.
Was passiert wenn mein Produkt nicht mehr unterstützt wird, oder jemand etwas haben möchte, ich es aber nicht verkaufen oder herausgeben will? Ich kann mein Eigentum so nicht schützen. Und verschlüsseln, ich lach mich krank….Ist auch keine sichere Lösung…