Nur noch ein Windows 10 Funktionsupdate pro Jahr?

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Gerüchten zufolge soll es nur noch ein Windows 10 Funktionsupdate pro Jahr geben. Grund dafür soll die Priorisierung der Arbeiten an Windows 10 X sein. Ob das ganze stimmen kann und welchen Einfluss dies auf die Nutzer nimmt, besprechen wir in diesem Artikel.

In unserem kürzlich veröffentlichten Artikel über Windows 10 X haben wir auch über das Zeitfenster zur Fertigstellung des System gesprochen. Anscheinend tut sich das Entwicklungsteam sehr schwer damit, das neue System rechtzeitig für faltbare Geräte zu veröffentlichen. Um die Entwicklung des zukünftigen Systems schneller voranzutreiben, soll Microsoft wohl Funktionsupdates nur noch jährlich ausrollen. So zumindest, wenn man der internen Quelle vertraut, welche sich gegenüber Mary Jo Foley von ZDNet äußerte.

Ein Beispiel für das neue Zeitfenster wäre ein Update für Windows 10 X im Frühjahr, während das normale Windows 10 ein Update im Herbst erhalten könnte. Dies bedeutet ebenfalls, dass 21H1 zugunste von Windows 10 X auf die zweite Jahreshälfte von 2021 verschoben werden könnte.

Die Freude dieser Nachricht hält sich allerdings in grenzen, da Microsoft praktisch seit 2019 nur noch ein richtig Funktionsupdate pro Jahr ausrollt. Bei 1909 handelte es sich um ein wenige kilobytes großes Aktivierungsupdate, welches nur ein paar versteckte Funktionen aktivierte. Das nächste Windows Update wird höchstwahrscheinlich technisch identisch sein. Eine Option für Microsoft wäre es also, auf diese kleinen Aktivierungsupdate am Jahresende zu verzichten und tatsächlich die Versionsnummer von Windows nur noch einmal pro Jahr anzuheben.

Ob die Entwicklung von Windows 10 X dadurch wirklich beschleunigt wird, mag ich zu bezweifeln. Anhand der aktuellen Entwicklungsgeschwindigkeit von Windows 10 merkt man bereits, dass das Entwicklungsteam schon längst aufgeteilt wurde. Die Desktop-Version genießt bei Microsoft aktuell eine geringere Priorität. Für uns Nutzer bedeutet dies zwar kleinere, aber auch stabilere Windows Updates. Außerdem muss man nicht mehr so oft den Aktualisierungsprozess durchgehen.

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19 Jahre alt und Redakteur bei WindowsArea.

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DidiHai76
23 Tage her

„Für uns Nutzer bedeutet dies zwar kleinere, aber auch stabilere Windows Updates.“
STABILERE Windows Updates? Jo, wenn man vom defekten VPN, Drucken, LTE-Modems, NCSI, der Indexierung, der Suche im Explorer, Storage-Optimierung, den vielen Upgrade-Blockern und aaaaaall den anderen Problemen absieht, sind es stabilere Updates. Sicher.

friedrichmaichsner
23 Tage her

Und stattdessen ein großes Bugfixupdate pro Jahr?
Schön wärs…