GPU Knappheit: Weshalb ihr weiterhin keine Grafikkarte zu fairen Preisen bekommt

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Eine Pandemie, skrupellose Wiederverkäufer, ein Boom von  Kryptowährungen und eine globale Chip-Knappheit, machen es heute fast unmöglich, einen Gaming-PC mit aktueller Hardware zu kaufen. WindowsArea.de ergründet Ursachen, zeigt die Folgen und liefert Lösungsansätze für Gamer, die in der aktuellen Zeit einen Gaming-PC bauen möchten.

Wer aktuell einen Gaming-PC kaufen möchte, wird sich spätestens beim GPU-Kauf die ganze Sache zweimal überlegen. Die Preise für PC-Komponenten, doch insbesondere Grafikkarten, sind auf einem Rekordhoch. Ursachen und potenzielle Lösungen werden wir in diesem Artikel sowie im Video genauer vorstellen, wobei ein Blick auf die Preisentwicklung das Ausmaß der Grafikkarten-Knappheit eindrucksvoll demonstriert.

Preisentwicklung bei Grafikkarten im Detail

Die Kollegen vom idealo Magazin haben sich die Mühe gemacht und die Preiserhöhungen bei Grafikkarten visualisiert. Die eingebettete Grafik zeigt die Preisentwicklung der AMD Radeon RX 5700 XT über einen Zeitraum von einem Jahr zwischen Mai 2020 und Mai 2021.

War die AMD Radeon RX 5700 XT Red Devil im Mai 2020 noch für 444 Euro zu haben, so kostet sie ein Jahr später knapp 1.800 Euro – sofern ihr sie überhaupt noch bekommt. Somit ist der Preis dieses Modells in nur einem Jahr um 294 Prozent gestiegen.

Ähnliches gilt für die Grafikkarten von Nvidia, welche bei Gamern seit der 3000er-Generation besonders gefragt sind. Immerhin: Neun der zehn beliebtesten Grafikkarten im Preisvergleichsportal von idealo produziert Nvidia. Diese sind ebenfalls so gut wie nicht zu bekommen in der aktuellen Situation.

Die Analyse zeigt: Die GeForce RTX 3070 Gaming stieg in nur sechs Monaten seit Release von 679 Euro auf die 1.600 Euro Marke an.

Gründe für die GPU-Knappheit

Im Prinzip begann die GPU-Knappheit im Februar 2020, tatsächlich mit der sich ankündigenden Corona-Pandemie. Damals senkte Nvidia seine Umsatzprognosen um 100 Millionen US-Dollar aufgrund einer damals erwarteten Wirtschaftskrise. Entsprechend senkte man auch die Produktionskapazitäten.

Als im März die COVID-19 Ausbreitung offiziell zur Pandemie erklärt wird und Millionen von Menschen ins Home Office geschickt werden, steigt nach gut 10 Jahren unerwartet die Nachfrage nach PCs. Wenn Schule, Uni und Arbeit von zuhause aus erledigt werden muss, reicht der eine, alte PC im Wohnzimmer plötzlich nicht mehr für die ganze Familie.

Die auf einmal enorme Nachfrage nach PCs, Laptops und Tablets setzt Chip-Hersteller erstmals richtig unter Druck. Aufgrund des enormen Booms bei Verkäufen kommen Chip-Hersteller nicht mehr mit der Produktion nach. Es entsteht eine Knappheit, worunter selbst die Autoindustrie leiden sollte.

Im September 2020 beginnt dann schließlich auch die GPU-Knappheit mit dem Launch der GeForce RTX 3000er-Serie an Grafikkarten. Die Leistung der neuen GPUs ist bei Gamern heiß begehrt, doch nicht nur die können die starke Performance für sich nutzen: Auch Crypto-Miner haben das Potenzial erkannt und hoffen, durch Mining an etwas Geld zu kommen. Diese unglückliche Kombination an Umständen sorgt also nun dafür, dass neue Grafikkarten derart teuer sind.

Gaming-PC kaufen: die besten Optionen

Wer aktuell einen Gaming-PC kaufen möchte, sollte unserer Meinung nach Grafikkarten so gut es geht meiden. Am einfachsten geht dies mit Konfigurationen ohne dedizierte Grafikkarte.

In unserem Video haben wir zwei Konfigurationen zu Preisen von 300 und 500 Euro zusammengestellt, die das beste Preis-/Leistungsverhältnis für günstigere Konfigurationen bieten.

Insbesondere empfehlenswert ist in der aktuellen Situation somit der Kauf einer APU, von denen AMDs Ryzen Pro-Prozessoren die beste Leistung für ihr Geld bieten. In einem günstigeren Preisbereich ist der AMD Ryzen 3 3200G unsere Empfehlung.


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