Anleitung: Windows 11 „Empfohlen“ deaktivieren im Startmenü

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Mit Windows 11 bekommt das Microsoft-Betriebssystem einen komplett neuen Look und viele Komponenten wurden dafür neu programmiert. Hierzu gehört auch das Startmenü. Wie bei allen Veränderungen kommen einige Neuerungen allerdings nicht nur positiv bei Nutzern an.

Insbesondere der „Empfohlen“-Abschnitt im Startmenü ist eine Funktion, die nicht wirklich allen Nutzern zusagt. Basierend auf die bisherige Benutzung schlägt das System dabei automatisch einige Programme und Dateien vor. Nicht alle Nutzer sind glücklich darüber, dass teilweise persönliche Dateien somit relativ zentral und auch bemerkbar im Startmenü zu finden sind.

Andererseits besteht die Problematik auch darin, dass dieser Abschnitt relativ viel Platz einnimmt, ohne dabei wirklich allzu nützliche Informationen darzustellen. Außerdem öffnen sich die darin befindlichen Links und Dokumente nicht immer nur in den vom Nutzer festgelegten Standardprogrammen.

Windows 11 „Empfohlen“ deaktivieren im Startmenü

Es besteht allerdings die Möglichkeit, den „Empfohlen“-Abschnitt im Startmenü zu deaktivieren. Dabei wird allerdings kein zusätzlicher Platz für mehr Programme nach Wahl geschaffen, sondern der Abschnitt bleibt damit einfach nur noch leer. Dennoch ist damit etwas mehr Privatsphäre gewährleistet, wenn ihr beispielsweise euren Desktop bei einem Meeting freigeben müsst oder dieser in Streams oder YouTube Videos zu sehen sein könnte.

Den „Empfohlen“-Abschnitt im Windows 11 Startmenü könnt ihr auf folgende Weise deaktivieren.

  1. Öffnet die Einstellungen > Personalisierung.
  2. Wählt den Abschnitt Start.
  3. Deaktiviert die folgenden Optionen:
    Zuletzt hinzugefügte Apps anzeigen
    – Zuletzt geöffnete Elemente in Start, Sprunglisten und im Datei-Explorer anzeigen

Windows 11: Microsoft sollte „Empfohlen“-Abschnitt verbessern

Das Windows 11 Startmenü sowie die neue Taskleiste bringen auch eine Reihe von Kompromissen mit im Vergleich zu Windows 10. So kann die Taskleiste keine breiteren Labels mehr darstellen, nicht mehr an einen beliebigen Bildschirmrand verschoben und auch nicht mehr frei in der Größe verändert werden. Auch das Kontextmenü in der Taskleiste bietet keine Option mehr, den Task Manager zu öffnen.

Während die Live Tiles von der breiten Masse an Windows-Nutzern nicht vermisst werden dürften, bringt der „Empfohlen“-Abschnitt unter Umständen einige Privatsphäre-Komplexitäten ins Spiel. Anwender, die öfter ihren Desktop öffentlich zeigen, zeigen sich nicht sehr begeistert darüber, dass private Dateien und Dokumente auch nur als Name ganz zentral im Startmenü aufscheinen.

Microsoft sollte außerdem verbessern, dass bei der Deaktivierung des Abschnitts der Bereich nicht einfach leer bleibt. Zwar ist das Interesse des Konzerns verständlich, seine Empfehlungen, die man auch auf Inhalte aus dem Store erweitern könnte, direkt zentral im Startmenü zu haben, allerdings ist der große, graue Abschnitt auch ein Dorn im Auge all jener, die den ungenutzten Raum gerne mit eigenen Apps gefüllt hätten. Das Feedback der Nutzer ist jedenfalls vorhanden und laut. Fraglich bleibt, ob Microsoft darauf reagieren wird.

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