Schutz vor Bedrohungen aus dem Netz: Antivirus oder doch Internet-Security-Software?

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Bedrohungen aus dem Netz sind keine Neuigkeit, die den Anwender überraschen werden und somit ist ein professioneller Schutz gegen Viren, Trojaner, Malware und Phishing unumgänglich. Stöbert man in den verschiedenen Angeboten und sucht eine passende Security-Lösung, so wird der Anwender mit einer Vielzahl von Offerten überschüttet – die Suche nach der wirklich passenden Lösung wird somit zu einer echten Herausforderung. Viele Hersteller bieten eine große Anzahl von Produkten an und oft entscheidet sich der Anwender für ein Produkt, welches ihm marketingseitig zusagt und dabei wird nicht auf die technischen Features geachtet. Eine wichtige Grundfrage sollte aber in jedem Fall geklärt sein: Wird eine Antivirus- oder eine Internet-Security-Software benötigt? Diese Frage kann nur durch die Anforderungen und das Online-Verhalten abgeklärt werden.

Der Klassiker – Antivirus-Software

Antivirus-Software bietet dem Anwender einen Grundschutz gegen Bedrohungen aus dem Netz. Die Applikationen sind in den meisten Fällen sehr schlank gehalten, aber schützen zuverlässig vor Spyware, Malware und Phishing. Die Software läuft permanent im Hintergrund und das Endgerät wird somit ganzeinheitlich überwacht. Viele Anbieter bieten Antivirus kostenlos für Windows an und durch diese Angebote kann man den Rechner gegen alle gängigen Bedrohungen ausreichend schützen. Auch Cloud-Lösungen bieten sich an, da diese ein regelmäßiges Update erfahren und somit zeitnah auf neue Bedrohungen reagieren können. Antivirus-Software stellt sich dem Nutzer als einzelne Lösung dar, die als klassischer Virenscanner das Endgerät auf Bedrohungen untersucht und diese selbständig von dem Rechner entfernt. Durch diese permanente Überwachung muss der User den Rechner nicht mehr regelmäßig manuell nach unerwünschten Programmen durchsuchen.

Der große Bruder – Internet-Security-Software

Die angebotene Internet-Security-Software stellt sich als sehr umfangreiche Security-Lösung dar. Diese Security-Suites decken die verschiedensten Sicherheitsanforderungen ab und werden in Paketform erworben. Im Gegensatz zu der Antivirus-Lösung laufen bei dem Gebrauch einer Internet-Security-Software immer verschiedenste Prozesse im Hintergrund ab, die die Sicherheit des Endgerätes gewährleisten sollen. Durch die vielen Arbeitsvorgänge kann in vielen Fällen hierbei auch die Performance des Rechners betroffen sein.

Da Internet-Security- Software in Paketform geliefert wird, hat jeder Bestandteil der Lösung eine eigene Aufgabe. In der Regel werden eine Firewall, eine Kindersicherung, ein Anti-Spam-Schutz und ein Manager für Passwörter mitgeliefert. Um sich sicher im Internet bewegen zu können, bieten viele Suiten auch einen modernen Identitätsschutz an. Dieser bietet dem Anwender einen zusätzlichen Schutz, wenn er das Internet für Online-Shopping, Bankgeschäfte oder die Teilnahme an sozialen Medien nutzt. In diesen Fällen bietet die Lösung einen zusätzlichen Schutz an, der eine höhere Sicherheit der Daten verspricht. Bei vielen Suiten ist es möglich, mehrere Nutzerprofile anzulegen. Durch diese Option ist es möglich die Performance des Rechners nicht zu sehr zu strapazieren. Viele Pakete bieten auch eine zusätzliche Datensicherung in der Cloud an, welche vor Ransomware schützen soll. Diese Bedrohung sperrt das Endgerät und dem User wird eine Freischaltung angeboten, wenn er eine gewisse Summe Geld an die Cyberkriminellen überweist. Die Datensicherung kann meistens gleichsam auch für Smartphones, Tablets und weitere Endgeräte im Heimnetzwerk genutzt werden.

Ein Fazit

Wer eine Firewall besitzt und sich an die geläufigen Sicherheitsstandards hält, der ist bei einer schlanken Antivirus-Lösung gut aufgehoben. Soll ein Heimnetzwerk geschützt werden und verschiedene Sicherheitslücken sind bekannt, so sollte man auf eine Internet-Security-Lösung zurückgreifen.

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